• 11.10.2017

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    3 Versicherungstipps für Studenten und Azubis

     

    Der Hörsaal einer Universität

    Mit dem Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums starten viele junge Leute auch in einen neuen Lebensabschnitt. Vielleicht dadurch, dass sie ihre erste Wohnung beziehen oder vielleicht gar in eine andere Stadt umziehen. Weg von zu Hause , auf eigenen Füßen stehen. Da muss natürlich an vieles Gedacht werden - auch an den Versicherungsschutz.

    Wir möchten Ihnen die vielleicht drei wichtigsten Versicherungen zum Ausbildungsstart vorstellen.

    Tipp 1: Krankenversicherung
    Studenten sind in der Regel kostenlos bei der gesetzlichen Krankenkasse der Eltern mitversichert. Allerdings nur bis zum 25. Geburtstag und wenn sie mit Nebenjobs nicht zu viel verdienen. Die Verdienstgrenze liegt momentan bei max. 425 Euro, als Minijobber bei 450 Euro. Wer mehr verdient oder die Altersgrenze überschreitet, muss sich freiwillig gesetzlich versichern. Für Studenten gibt es bei den Krankenkassen spezielle Studententarife. Azubis müssen sich von vornherein freiwillig gesetzlich versichern. Sie haben nach Ausbildungsbeginn auch nur 14 Tage Zeit, sich für eine Krankenkasse zu entscheiden. Ansonsten wählt der Ausbilder die Krankenkasse aus.

    Tipp 2: Privathaftpflichtversicherung
    Zu den wichtigsten Haftpflichtversicherungen gehört zweifelsfrei die Privathaftpflichtversicherung. Diese Police deckt Schäden ab, die durch das Verschulden des Azubis oder Studenten gegenüber Dritten entstehen. Diese Versicherung kommt dann für berechtigte Schadenersatzansprüche auf, die von geschädigten Personen geltend gemacht werden.
    Wichtig: Berufseinsteiger benötigen diesen Schutz nur, wenn sie nicht mehr über die Eltern mitversichert sind. Viele Familientarife der Privathaftpflichtversicherung schließen die Kinder bis zur Beendigung der ersten Ausbildung ein. Wer sich nicht sicher ist, ob er über die Eltern mitversichert ist, sollte die Versicherung kontaktieren und nachfragen.
    Übrigens: Passiert beispielsweise einem Azubi im Betrieb ein Schaden gegenüber einem Kunden, greift in der Regel die Betriebshaftpflicht des ausbildenden Unternehmens.

    Tipp 3: Berufsunfähigkeitsversicherung
    Studenten und Azubis sollten sich auch über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung Gedanken machen. Diese zahlt die vereinbarte monatliche Rente oder Versicherungssumme, wenn der Versicherungsnehmer beispielsweise durch einen Unfall arbeitsunfähig wird und den gelernten Beruf nicht ausüben kann.
    Der Vorteil, wenn man diesen Versicherungsschutz bereits in jungen Jahren abschließt, zahlt man weniger Beiträge. Allerdings ist ebenfalls die Berufswahl entscheidend für die Beitragshöhe. Sogenannte Schreibtischberufe, wie Bürokaufmann/-frau zahlen deutlich weniger, als "gefährliche" Berufe, wie Dachdecker.

    Zusatztipp:
    Wer in seiner Studentenbude wertvolle Möbel oder technische Geräte aufbewahrt, sollte ebenfalls über eine Hausratversicherung nachdenken.

    Unabhängig für welchen Versicherungsschutz Sie sich entscheiden, informieren Sie sich vor Abschluss über die in Frage kommenden Tarife.