• 13.10.2016

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    Altbau aufpimpen – Einfache Renovierungsmaßnahmen mit Wirkung

    Teil 5 unserer Immobilien-Serie

    Wer sich bei einem Immobilienkauf für einen Altbau entscheidet, liebt in der Regel den Charme eines solchen Gebäudes. Die Häuser erzählen Geschichten und besondere Bauelemente – wie zum Beispiel alte Holzdielen, Butzenfenster oder Stuckelemente – werden in Neubauten meist gar nicht mehr verbaut. Ist der Altbau renovierungsbedürftig, schrecken Kaufinteressierte meist vor den anstehenden Kosten zurück. Dabei können schon kleine Baumaßnahmen eine große Wirkung erzielen. Wir haben Ihnen fünf Tipps zusammengestellt.

    1. Bausachverständige zu Rate ziehen

    Wer einen Altbau kaufen möchte, sollte bei Besichtigungsterminen auf die Bausubstanz achten. Sind die Fenster in Ordnung... sind Risse im Mauerwerk zu sehen... sitzen die Dachziegel korrekt... sind feuchte Stellen erkennbar... riecht es womöglich modrig? Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bringt einen Bausachverständigen mit. Dieser kann das Haus professionell begutachten, Schwachstellen aufdecken und auf diese hinweisen.

    2. Kalkulieren Sie realistisch: Zeit und Geld

    Ein Eigenheim macht immer Arbeit, egal ob Neu- oder Altbau. Bei einem Altbau sollte realistisch kalkuliert werden, welche Renovierungsarbeiten in Eigenleistung durchgeführt werden können oder für welche Arbeiten Fachleute beauftragt werden sollten. Ein Zeit- und Kostenplan (sog. Sanierungsfahrplan) hilft dem Eigentümer, den Überblick zu behalten. Durch einen Sachverständigen an der Seite kann der Bauherr schnell überblicken, welche Arbeiten kurz-, mittel- und langfristig vorgenommen werden müssen. Denken Sie bei Eigenleistungen daran, dass Sie nur eingeschränkt Modernisierungsarbeiten leisten können, wenn Sie voll berufstätig sind.

    3. Energetisch sanieren – geht das?

    Viele gehen von dem Irrtum aus, dass eine energetische Sanierung eines Altbaus nicht möglich ist bzw. sehr viel Geld kostet. Das stimmt so nicht. Natürlich ist die Bausubstanz des Gebäudes grundsätzlich entscheidend. Neue Fenster bewirken meist schon „Wunder“. Sie werten das Haus auf und sorgen für eine gute Wärmeisolierung. Bevor eine Fassade gedämmt werden muss, sollte sich ein Fachmann die Isolierung des Dachs anschauen. Ein eingehende Prüfung kann Kältebrücken aufzeigen.

    Sogar bei denkmalgeschützten Gebäuden ist eine energetische Sanierung möglich. Hier kommt unter Umständen eine Innendämmung in Frage.

    Übrigens: Die KfW bietet Bauherren interessante Fördergelder an. Es gibt Modelle, die eine komplette Sanierung in Form eines günstigen Kredits oder einzelne Maßnahmen fördern.

    4. Wohnen nach Wunsch – auch im Altbau möglich

    Viele denken, dass in einer Bestandsimmobilie die eigenen Wohn-Wünsche auf der Strecke bleiben. Das muss aber nicht sein. Schließlich kann auch ein Altbau komplett entkernt werden und nach eigenen, modernen Vorstellungen gestaltet werden. Wer nicht ganz so drastische Umbaumaßnahmen planen möchte, kann schon durch kleinere Eingriffe – z. B. durch die Entfernung einer Wand – die Raumaufteilung optimieren. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, bei allen Umbaumaßnahmen einen Architekten zu Rate zu ziehen. Dieser hat sicherlich gute Ideen und dabei die Statik des Hauses im Blick.

    5. Ideenreichtum Internet

    Wer sich schwer das eigene Haus im neuen Look vorstellen kann, sollte sich im Internet inspirieren lassen. Gerade die sozialen Netzwerke wie Instagram oder Pinterest bieten eine Fundgrube an Umbau-, Ausbau- oder Modernisierungs-Ideen. Hier findet der interessierte Nutzer auch zahlreiche „Do-it-yourself“-Tipps, z. B. Anleitungen, wie eine indirekte Beleuchtung installiert werden oder ein Dachausbau aussehen kann. Und wer mit dem Hausumbau fertig ist, kann sich dort viele Anregungen für die Gartengestaltung holen.