• 23.09.2015

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    Aufmerksam füreinander

    Gute Nachbarschaft schafft Sicherheit

    Nachbarn sind nicht einfach nur die Leute von nebenan. Man kennt sich, spricht miteinander und ist auch oft mit kleinen Gefälligkeiten füreinander da. Und Nachbarn können auch Schutz vor Kriminalität bieten. Denn wer aufmerksam ist, wird schnell bemerken, wenn jemand Fremdes durch das Haus geht, oder beobachtend und grundlos wartend auf der Straße steht, oder wenn ein Auto mit auswärtigem Kennzeichen und unbekannten Personen langsam durch das Wohngebiet fährt. Sind es Besucher, die jemanden suchen, ist es ein Handwerker oder …?


    Dabei geht es nicht um Ausspionieren oder Schnüffeln, sondern um Aufmerksamkeit, Sicherheit und Verantwortung. Ein achtsames, respektvolles Miteinander und Hinsehen kennzeichnen eine gute Nachbarschaft, die bei Zweifeln lieber einmal mehr nachfragt und hinsieht. Nicht zuletzt steigert sie das Wohlfühlen im eigenen Wohngebiet. Ein freundliches „Suchen Sie jemanden?“ oder „Kann ich Ihnen helfen?“ erfreut einen ehrlich Suchenden und schreckt potenzielle Einbrecher ab.


    Darauf sollte man achten:


    Verdächtig ist es beispielsweise, wenn Fensterscheiben klirren, Türholz splittert oder sonstige ungewohnte Geräusche an anderen Wohnungstüren oder aus anderen Wohnungen zu hören sind. Sie können von Handwerkern stammen, aber eben auch von Einbrechern, die sich mit Gewalt Zugang zu Wohnungen in Ihrer Nachbarschaft verschaffen. Oftmals läuten ungebetene Fremde auch an mehreren Wohnungen, um festzustellen, ob und wo jemand zu Hause ist. Ein flackerndes, abgeschirmtes Licht, das in der Dunkelheit aus einem Ladengeschäft oder aus dem Nachbarhaus zu sehen ist, kann auf einen Einbruch hindeuten. Ein Indiz ist auch, wenn Unbekannte ohne ersichtlichen Grund auf der Straße, im Hausflur oder Auto warten – vielleicht stehen sie für jemanden Schmiere. Häufig markieren Einbrecher auch mit speziellen Zeichen, so genannten Gaunerzinken, auf der Straße, wo es etwas zu holen gibt und ob man unbeobachtet „arbeiten“ kann.


    Viele Einbrüche wurden und werden durch aufmerksame Nachbarn verhindert. Häufig führen diese Beobachtungen zur Festnahme von Straftätern. Deshalb ist der Kontakt unter Nachbarn sehr wichtig und sinnvoll, was nicht heißt, dass man permanent zusammen sein muss. Doch ist man zum Beispiel im Urlaub oder muss ins Krankenhaus, ist es gut, den Nachbarn zu informieren und ihn zu bitten, ein Auge auf die Wohnung zu haben. Sie vielleicht auch zu betreuen, die Blumen zu gießen, den Briefkasten zu leeren und einfach mal nach dem Rechten zu schauen. Auch der Austausch von Telefonnummern kann für den Notfall hilfreich sein.


    Und wenn einem etwas seltsam oder ungewöhnlich vorkommt, dann gilt es gezielt, zu reagieren:


    - Informieren Sie die Polizei über verdächtige Beobachtungen.
    - Notieren Sie sich Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Autos bzw.  
      Personen.
    - Alarmieren Sie bei Gefahr oder dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei
      über den Notruf 110.
    - Auch wenn es ein Fehlalarm ist: Lieber einmal mehr melden, als einmal zu
      wenig. Übrigens: Der Notruf wie auch der Einsatz der Polizei ist kostenfrei.


    Mehr Informationen über Einbruchsschutz und Sicherheit durch Nachbarschaft finden Sie unter www.polizei-beratung.de, www.k-einbruch.de sowie im Flyer „Ganze Sicherheit für unser Viertel“ diesen finden Sie hier