• 13.03.2014

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    Bei Leerstand teilweiser Grundsteuererlass

    Anträge bei unverschuldeten Mietausfällen

    Antrag muss bis 31. März gestellt werden

    Steht eine Wohnung oder ein Haus leer, ist das für den Vermieter ärgerlich: Die Kosten laufen weiter, die Mieteinnahmen fehlen. Jedoch können Vermieter für den Fall erheblicher, unverschuldeter Mietausfälle einen Antrag auf Grundsteuererlass stellen. Dieser muss bis spätestens 31. März des Folgejahres beim zuständigen Finanzamt oder der zuständigen Gemeinde gestellt werden. Eine Fristverlängerung ist grundsätzlich ausgeschlossen.

    Nach § 33 Abs. 1 Grundsteuergesetz (GrStG) ist eine Erlass in Höhe von 25 Prozent der Grundsteuer möglich, wenn bei bebauten Grundstücken der normale Rohertrag der Immobilie um mehr als 50 Prozent gemindert ist. Die Hälfte der Grundsteuer kann erlassen werden, wenn keine Erträge aus der Immobilie erzielt wurden. Der Erlass setzt allerdings voraus, dass der Leerstand nicht vom Eigentümer zu vertreten ist, also z. B. aufgrund struktureller Nichtvermietbarkeit, einem Brand oder Wasserschaden beruht, oder durch eigenes Verhalten bzw. Nichtstun herbeigeführt wurde. Zum Nachweis gegenüber den Behörden hilft hier beispielsweise eine Dokumentation, etwa von ausgeschnittenen Annoncen und Kopien von Aushängen sowie ein Maklervertrag, die allesamt belegen, dass man sich nachhaltig um eine Vermietung bemüht hat.