• 27.12.2017

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    Brandgefahren Teil 3 - Silvester

     

    An Silvester darf gefeiert werden. Das alte Jahr wird verabschiedet, das Neue begrüßt. Spätestens um 0 Uhr knallen dann nicht nur die Sektkorken, sondern auch die Feuerwerkskörper und Böller. 2010 wurde das Sprengstoffgesetz gelockert. Dies hatte zur Folge, dass eine Raketenbatterie statt 200 Gramm bis zu 500 Gramm Sprengstoff enthalten darf und wir am Silvesterabend tolle Raketenbatterien bestaunen dürfen. Damit stieg allerdings auch die Verletzungs- und Brandgefahr. Und beide Gefahren sollten nicht unterschätzt werden. Irrläufer können schnell Gegenstände auf Balkonen oder Terrassen in Brand stecken. Bei einem unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern kann es zu schwersten Verletzungen kommen.
    Generell sollten Kinder Feuerwerkskörper nicht anzünden. Ausnahmen sind Knallerbsen, Wunderkerzen und unter Umständen Tischfeuerwerke. Aber immer die Bedienungsanleitung lesen.

    Wo darf geknallt werden?
    In manchen Gemeinden und Kommunen gilt mittlerweile an Silvester ein Feuerwerksverbot. Oder es werden teilweise Gebiete eingerichtet, in denen explizit geknallt werden darf. Meist sind dies Städte mit einem historischen Stadtkern -  wie beispielsweise die Innenstädte von Goslar, Konstanz und Bamberg. Auf den Nordseeinseln Sylt und Amrum herrscht aufgrund der überwiegenden Reetdachbedeckungen absolutes Feuerwerksverbot. Wer diese Verbote missachtet, riskiert ein Bußgeld.
    Übrigens: Ein generelles Feuerwerksverbot gilt auch an Altenheimen, Krankenhäusern, Kirchen und Historischen Gebäuden. Hier sollte ein Mindestabstand von 100 Metern eingehalten werden.

    Wann dürfen Feuerwerkskörper gezündet werden?
    In der Regel dürfen Feuerwerke in der Zeit vom 31.12. ab 18 Uhr bis zum 01.01. bis 1 Uhr gezündet werden. Mancherorts sogar bis 8 Uhr.

    Unfälle und Brände vermeiden!
    Bereits beim Kauf sollte auf Qualitätswäre geachtet werden, d.h. die Knallkörper müssen eine Zulassungsnummer der Bundesanstalt für Materialforschung
    und -Prüfung (BAM) haben. Diese Behörde klassifiziert in zwei Kategorien (BAM-P I - Kleinstfeuerwerke und BAM-P II - Kleinfeuerwerk). Mit CE-Prüfzeichen und Bedienungsanleitungen auf Deutsch liegen ebenfalls vertrauensvolle Feuerwerkskörper vor. Auf dem "Schwarzmarkt" und ohne die entsprechenden Prüfzeichen, sollten von einem Kauf der Sprengkörper abgesehen werden. Übrigens dürfen Feuerwerkskörper nur  zwischen dem 28.12. und 31.12. von Händlern verkauft werden, die eine Lizenz besitzen.

    5 Tipps zum richtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern
    Tipp 1: Immer die Gebrauchsanweisungen lesen und beachten.
    Tipp 2: Böller und Raketen nicht von Kindern anzünden lassen. Und Kinder ein Feuerwerk auch nicht unbeaufsichtigt betrachten lassen.
    Tipp 3: Keine Feuerwerkskörper selbst herstellen! Und nur geprüfte Ware kaufen.
    Tipp 4: Sich schnell von angezündeten Feuerwerkskörpern entfernen. Zündet eine Rakete nicht, nicht noch einmal versuchen anzuzünden.
    Tipp 5: Wohnungen sichern und Balkone und/oder Terrassen räumen. Türen und Fenster geschlossen halten.

    Welche Versicherung kommt im Brandfall für die Schäden auf?
    Ist es zu einem Brand gekommen, ist die Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung zu informieren. Sie kommen für Schäden auf, die durch einen Brand am Wohngebäude bzw. am Hausrat entstanden sind.
    Unsere Versicherungsexperten raten übrigens, beide Versicherungen bei einem Anbieter abzuschließen, da Ihnen im Schadenfall so unkompliziert geholfen werden kann.