• 26.02.2015

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    Das grüne Wohnzimmer

    Was ist im eigenen Garten erlaubt?

    Was ein Gartenbesitzer in seinem grünen Heim macht, ist ihm überlassen. So ist es im Bürgerlichen Gesetzbuch unter Paragraf 903 nachzulesen. Auch wenn er innerhalb seiner eigenen vier Hecken alte Möbel, verrostete Fahrräder oder Bauabfälle lagert, können die Anwohner nichts dagegen machen. Selbst Müll darf deponiert werden – solange die Nachbarn nicht durch unangenehme Gerüche gestört werden oder Ratten, Mäuse und anderes Ungeziefer ihre Gesundheit gefährden. Nur wenn die Nutzung des Nachbargrundstücks durch Gestank und Lärm erheblich beeinträchtigt oder gesetzliche Rahmenbedingungen überschreiten, hat man nach Paragraf 906 BGB eine Handhabe. Die zuständige Abfallbehörde in der Stadt- oder Kreisverwaltung bzw. das Landratsamt kann dann den Nachbarn zur Räumung seines Gartens verpflichten.

    Und was, wenn man als Gartenbesitzer ein verstorbenes Haustier beerdigen möchte? Normalerweise müssen verstorbene Tiere in einen sogenannten Verarbeitungsbetrieb, eine Verbrennungs- oder Mitverbrennungsanlage (früher Tierkörperbeseitgungsanstalt) gebracht werden müssen. Besitzer von einzelnen Hunderassen, Katzen, Kaninchen oder Kleintieren wie Hamster und Wellensittiche dürfen jedoch in Ausnahmefällen unter Beachtung strenger Vorschriften – je nach Bundesland – ihr verstorbenes Haustier im Garten beerdigen – sofern sich der Garten nicht in einem Wasserschutzgebiet befindet oder Trinkwasser verunreinigt wird.
    Der Tierkörper muss mindestens mit einem halben Meter Erde bedeckt sein. Am besten informiert man sich beim Tierarzt oder bei der Gemeinde. Anders sieht es bei größeren Tieren und Nutztieren aus. Hier kann bei Verstoß eine erhebliche Geldbuße drohen.