• 22.05.2012

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    Das Neinwort zum Jawort: Skylaternen-Gefahr!

    Das Wort „Wonnemonat“ stammt ab vom althochdeutschen „Wunnimanot“ – und das heißt soviel wie Weidemonat, weil die Kühe wieder auf die Weide durften. Heute feiert und meint man damit eher die erwachenden Gefühle der Liebenden und die Tatsache, dass sich im Mai viele Paare das Jawort geben. Aber leider ist der Monat nicht nur positiv besetzt – denn ein scheinbar harmloser, neuer Hochzeitsbrauch birgt schwere Risiken: die Nutzung so genannter „Skylaternen“.

    Das sind kleine Lampions, die als Glückssymbole zum Himmel steigen. Sie bestehen aus Papier, im Inneren wird ein Brennstoff erhitzt, und ab einer bestimmten Temperatur heben diese Flugobjekte ab – bis zu 500 Meter hoch, was in der Einflugschneise von Flughäfen schon katastrophale Folgen haben könnte. Aber selbst ohne diese Airport-Nähe sind die Laternen mit Vorsicht zu genießen. Nämlich immer dann, wenn sie am Ende oder während des Flugs womöglich brennend zu Boden fallen.

    In einem realen Fall hatte eine solche Laterne den Baum eines Nachbarn in Brand gesetzt. Dieser verlangte Schadenersatz. In der Regel muss der Verursacher für einen solchen Schaden selbst aufkommen – ganz gleich, ob er eine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen hat oder nicht. Denn derartige Risiken sind üblicherweise vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

    Die Grundeigentümer-Versicherung rät, „Skylaternen“ wegen des unkalkulierbaren Risikos und des fraglichen Versicherungsschutzes gar nicht erst steigen zu lassen. Das Bundesland Bayern zum Beispiel hat bereits ein komplettes Verbot dieser Miniflieger verhängt.

    Quelle: Grundeigentümer Insider - Ausgabe Mai 2012