• 05.03.2013

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    Den Legionellen keine Chance geben

    Erstprüfung von Trinkwasseranlagen bis Ende 2013

    Die sog. Legionärskrankheit hatte ihren Ursprung im Juli 1976, als in einem Hotel in Philadelphia bei einem Kongress von Kriegsveteranen rund 180 Gäste lebensbedrohlich an einer Lungenentzündung erkrankten und 29 sogar starben. Die Behörden standen damals vor einem Rätsel. Erst ein halbes Jahr später konnten Wissenschaftler den Erreger, der sich in der Klimaanlage des Hotels angesiedelt hatte, identifizieren: Legionella pneumophila oder Legionellen.

    Dieser Erreger der so genannten gefährlichen Legionärskrankheit wird auch heute immer wieder entdeckt, insbesondere in Schulen, Kindergärten, Schwimmbädern oder auch in großen Wohnanlagen. Experten schätzen, dass pro Jahr 20.000 bis 30.000 Menschen hieran erkranken, rund 2.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen.

    Gründe für die Ansiedlung der Erreger im Trinkwasser sind meist eine fehlende Wasserzirkulation oder die fehlende Wasserentnahme in großen Warmwasserspeichern bzw. Rohrleitungen sowie Wassertemperaturen im Bereich von 25-50°C. Hier können sich die Bakterien vermehren und wachsen.

    Für mehr Schutz müssen seit November 2011 Trinkwasser-Installationen in öffentlich oder gewerblich genutzten Gebäuden jährlich auf Legionellen hin untersucht werden. Diese Pflicht gilt seit 2013 auch für Eigentümer bzw. Vermieter von Mehrfamilienhäusern. Sie müssen ihre Trinkwasseranlage erstmals bis spätestens 31. Dezember 2013 von einem Labor auf die gefährlichen Erreger hin prüfen lassen, wenn ihr zentraler Warmwasserspeicher mindestens 400 Liter fasst oder mindestens drei Liter Wasser in die Leitung passen – gemessen vom Wasser-Erwärmer bis zur Verbrauchsstelle. Die Regelung gilt nicht für Ein- oder Zweifamilienhäuser.

    Quelle: Grundeigentümer Insider, Februar 2013