• 23.03.2016

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    Die häufigsten Fehler bei der Baufinanzierung

    Fehler können teuer werden

    Baufinanzierung Fehler vermeiden

    Es sind die niedrigen Zinsen, die mitunter den Ausschlag geben, endlich ein Eigenheim errichten zu wollen. Wer sich für eine Baufinanzierung entscheidet, muss im Vorfeld nicht nur die unterschiedlichen Angebote der Banken vergleichen, sondern auch "typische" Fehler vermeiden. Und es können - auch wenn man es zu Beginn nicht glauben mag - zahlreiche Fehler auftreten.

    Das Eigenkapital als Motor der Finanzierung

    Auch wenn immer wieder vom Eigenkapital die Rede ist, bedeutet das noch lange nicht, dass die Bauherren auch jenes ansparen. Die Faustregel besagt, dass eine Baufinanzierung eine Säule von 20 bis 30 Prozent Eigenkapital aufweisen sollte. Wer mit Kosten um die 200.000 Euro rechnet, ist daher gut beraten, wenn er zwischen 40.000 und 60.000 Euro als Eigenmittel zur Verfügung hat. Finanzberater versuchen zwar immer wieder ihren Kunden einzureden, dass auch eine Finanzierung zu 100 Prozent möglich wäre, jedoch sollte bei der Baufinanzierung darauf geachtet werden, den Kredit so schnell wie möglich zu tilgen. 20.000 Euro bis 60.000 Euro als zusätzliche Kreditsumme können nicht nur die Kreditrate enorm in die Höhe treiben, sondern auch dazu führen, dass die Laufzeit um einige Jahre länger ausfällt.

    Wenn veranschlagte Kosten plötzlich höher werden

    Natürlich kann auch fehlendes Kapital der Grund sein, dass höher ausfallende Bau- oder Sanierungskosten dazu führen, dass das Projekt mitunter nicht fortgesetzt werden kann. Wer sich für einen Hausbau entscheidet oder die Immobilie sanieren möchte, muss immer damit rechnen, dass veranschlagte Kosten höher als geplant ausfallen können. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass - zu den veranschlagten Kosten - 15 Prozent hinzugerechnet werden, die im Notfall als Reserve dienen.

    Do it yourself - das Problem mit der Selbsteinschätzung

    Damit Geld gespart werden kann, packen natürlich viele Bauherren selbst an und versuchen - so gut es geht - einfache bis mittlere Handwerkstätigkeiten in Eigenregie zu lösen. Doch spätestens dann, wenn die einfachen und mittleren Tätigkeiten doch nicht zur eigenen Zufriedenheit bewerkstelligt werden können, sodass professionelle Firmen engagiert werden müssen, wackelt die aufgestellte Kostenkalkulation. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass die Kosten dahingehend kalkuliert werden, alle Leistungen von Handwerkern übernehmen zu lassen und erst dann in Eigenregie zu versuchen, diverse Tätigkeiten zu meistern. So ist am Ende ein Überschuss möglich; mit der anderen Methode, dass bei der Kalkulation - auf Grund Eigenregie gespart wird - ein Verlust fast schon sicher.

    Der richtige Vergleich

    Natürlich müssen auch etwaige Zusatzkosten, die im Rahmen der Baufinanzierung auftreten können, berücksichtigt werden. Denn nicht alle Kosten, welche die Bank für den Kredit berechnet, enthalten automatisch den effektiven Jahreszins. So müssen Nebenkosten - wie etwa die Bereitstellungszinsen - berücksichtigt werden, welche automatisch für eine Teuerung des Kredits sorgen. Wer zwar die unterschiedlichen Finanzierungen der Bank vergleicht, jedoch Nebenkosten ignoriert oder übersieht, kann am Ende sogar ein deutlich teureres Produkt, als durch den Vergleich angenommen, gewählt haben.

    Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen als Rettungsanker im Notfall


    Baufinanzierungen sind - auch auf Grund ihrer Langjährigkeit - eine Gefahr für die familiäre Existenz. Das mag in erster Linie abschreckend klingen, ist aber nur dann ein tatsächliches Problem, wenn nicht im Vorfeld reagiert wurde. Schicksalsschläge können immer wieder eintreten; ob Berufsunfähigkeit oder der plötzliche Tod des Hauptverdieners - die Gründe, warum Familien und Angehörige in finanzielle Not geraten können, sind zahlreich. Liegt kein dementsprechender Versicherungsschutz vor, kann sogar das Objekt zwangsversteigert werden. Aus diesem Grund sollte der Bauherr nicht nur eine Berufsunfähigkeits-, sondern auch eine Risikolebensversicherung abschließen. Beide Versicherungen schützen zwar nicht vor Schicksalsschlägen, stehen aber hilfreich zur Verfügung, wenn es das Leben doch nicht gut meint.

    In die Zukunft blicken

    Da Baufinanzierungen mitunter eine über 30jährige Laufzeit aufweisen, müssen auch Instandhaltungs- sowie Sanierungskosten berücksichtigt werden. Wer bereits nach Zins und Tilgung das gesamte Budget aufgebraucht hat, wird die Immobiliensubstanz nicht erhalten können. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass - zumindest 1 Prozent - des Immobilienwerts als Reserve angespart wird.

    Keinesfalls die Anschlussfinanzierung verschlafen

    Auch wenn die Zinsen so tief wie nie sind, haben Banken kein Interesse, dass - sofern der Marktzins weiter steigt - ihre Konditionen auch an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Aus diesem Grund muss der Kreditnehmer darauf achten, mitunter auch Umschuldungen ins Auge zu fassen, wenn das Sparpotential bei anderen Anbietern höher ist. Auch Anschlussfinanzierungen müssen dahingehend - mindestens ein halbes Jahr vor dem Ende der Baufinanzierung - rechtzeitig überprüft und verglichen werden. Wichtig ist, dass nicht nur die Hausbank, sondern auch andere Banken kontaktiert werden, die mitunter bessere Konditionen aufweisen können.

    Nur der Bausparvertrag ist zu wenig

    Bausparverträge sind noch immer eine der beliebtesten Sparformen. Es ist bereits zur Tradition geworden, dass für neugeborene Kinder Bausparverträge abgeschlossen werden. Wer ein Haus bauen möchte, dabei auf den - zur Geburt erhaltenen - Bausparvertrag setzt, wird mitunter aber am Ende teuer davonkommen. Viele Bankkredite sind wesentlich günstiger aus Bauspardarlehen; vor allem liegt das am unattraktiven Zinssatz sowie auch am niedrigen Bauzins.

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