• 19.10.2016

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    Ein stressfreier Umzug ins Eigenheim – so geht das!

     

    Ein Umzug, egal ob innerhalb einer Stadt, an einen Ort mehrere Kilometer entfernt oder vielleicht sogar ins Ausland, kostet immer Zeit, Geld und Nerven. Wer den Wohnungswechsel stressfrei über die Bühne bringen möchte, sollte vor allem rechtzeitig planen. 

    Allgemeine Umzugstipps
    Wer einen Umzug nicht allein organisieren möchte, sollte sich professionelle Hilfe holen. Am besten im Vorfeld 2-3 Angebote von Umzugsunternehmen einholen. Diese haben ein sehr umfangreiches Serviceangebot, auf das dann zurückgegriffen werden kann. Möglich ist zum Beispiel, dass alle Gegenstände im Haus von den Mitarbeitern des Unternehmens sicher verpackt werden. Diese Leistung kostet extra, ist dafür aber sehr bequem. Ist der Umzug berufsbedingt notwendig, kann es sein, dass der Arbeitgeber einen Teil oder sogar die gesamten Umzugskosten übernimmt. Auf jeden Fall können bei berufsbedingten Wohnortwechseln alle Umzugsrechnungen anschließend bei der Einkommenssteuer geltend gemacht werden. Wer privat umzieht, sollte die Rechnungen ebenfalls einreichen. 

    Wer den Umzug in Eigenleistung durchführen möchte, sollte sich auch um mögliche Straßenabsperrungen für den Möbeltransporter kümmern. Denken Sie rechtzeitig daran, denn diese Absperrungen müssen beim Ordnungsamt angemeldet werden. Auch hier gibt es Unternehmen, die sich komplett um die Abwicklung kümmern. Tipp: Schauen Sie beim nächsten Mal einfach auf die Rückseite der Absperrungsschilder, wenn jemand in Ihrer Nähe umzieht. Dort finden Sie in vielen Fällen den Aufkleber des Unternehmens, das die Absperrung organisiert hat. Vergessen Sie nicht, ein passendes Fahrzeug zum Transport Ihrer Möbel zu organisieren. Wer fährt den Transporter? Haben Sie genügend Helfer am Umzugstag?

    Wer Umzugskartons nicht über eine Spedition bezieht, kann diese über Kleinanzeigen oft auch von Privatpersonen günstig erwerben. Die Kartons sollten nicht zu voll/schwer gepackt werden. Schließlich müssen sie noch getragen werden und sollen nicht reißen. Nutzen Sie den Umzug, um Ihren Hausrat im Vorfeld von überflüssigen Dingen zu befreien.

    Empfehlenswert ist es, bei der Post einen Nachsendeauftrag zu stellen. Dieser ist zwar nicht kostenlos, Sie stellen aber sicher, dass beispielsweise für ein halbes Jahr nach dem Umzug Ihre Briefe im neuen Domizil ankommen.

    Übrigens: Wer erwerbstätig ist, sollte rechtzeitig Urlaub für den Umzug beantragen. Vielleicht sind im Arbeitsvertrag ja sogar Sonderurlaubstage vereinbart.

    Umzug mit Kindern und Tieren
    Wer mit Kindern (besonders mit kleineren) oder Tieren umzieht, sollte einige Punkte beachten. Denn gerade diese Familienmitglieder reagieren sehr sensibel auf Veränderungen. Kindern sollte im Vorfeld gut erklärt werden, warum ein Wohnungswechsel erfolgt. Insbesondere, wenn der Kindergarten bzw. die Schule gewechselt werden muss. Zieht man beispielsweise von einer Mietwohnung in ein eigenes Haus, kann argumentiert werden, dass nun gut im Garten gespielt werden kann oder in der Nachbarschaft viele Kinder wohnen. Nehmen Sie Ihren Sprössling mit zu den Besichtigungsterminen. Schauen Sie sich Kindergärten und/oder Schulen ebenfalls gemeinsam an, und lassen Sie Ihr Kind wenn möglich mitentscheiden. Bei welcher Einrichtung hatte es ein gutes Gefühl? Wie hat es auf die neue Umgebung reagiert? Sind in der näheren Umgebung Spielplätze oder Skatebahnen gut erreichbar?

    Außerdem sollte das Lieblingsspielzeug, Kuscheltier oder Kuscheldecke erst am Umzugstag verpackt werden. Am besten ist es, wenn Kinder am Umzugstag bei den Großeltern, bei Freunden oder Verwandten, die sie gerne haben, übernachten. Dann bekommen Sie von dem stressigen Tag nichts mit. Wollen sie helfen, sollte dieser Wunsch respektiert werden. 

    Bei den vierbeinigen Freunden ist es ähnlich. Mit Hunden kann man ebenfalls schon im Vorfeld das neue „Revier“ begutachten. Ein Spaziergang in der neuen Nachbarschaft ist nicht nur für Herrchen und Frauchen interessant, auch die Schnüffelnase erfährt viel. Werden Umzugskartons gepackt, merken Hunde und Katzen schnell, dass sich eine Veränderung anbahnt. Hier kann auch mit dem Tierarzt besprochen werden, ob Medikamente die Tiere etwas beruhigen. Auf jeden Fall zwischendurch immer Zeit für die tierischen Mitbewohner nehmen. Im neuen Terrain sollten Katzen ebenfalls erst an die neue Umgebung gewöhnt werden. Freigänger am besten zwei Wochen im neuen Heim halten, bevor Sie sie draußen auf Erkundungstour gehen lassen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, erkundet ebenfalls erst gemeinsam (mit einem Katzengeschirr und Leine) die Nachbarschaft. 

    Und: Am Umzugstag im besten Fall auch die Vierbeiner zu Freunden, Tiersittern oder Verwandten ausquartieren. 

    Und danach?
    Alle Personen, die im Haushalt leben, müssen beim alten Wohnsitz ab und beim neuen Wohnsitz angemeldet werden. Dies erfolgt meist gemeinsam bei der zuständigen Behörde (Meldeamt) am neuen Wohnsitz. Denken Sie auch daran Ihren Hund umzumelden. Die Hundesteuer kann von Gemeinde zu Gemeinde stark variieren. Auch der Familienkasse ist die neue Adresse mitzuteilen, sonst bleibt das Kindergeld aus. 

    Bitte denken Sie daran, vor Ihrem Umzug Ihren Hausratversicherer zu informieren. Bis zum Umzugsende besteht dann sowohl für den alten als auch den neuen Wohnort Versicherungsschutz. Durch die neue Wohnlage, andere Quadratmeterzahlen oder die Gebäudeart können sich beispielsweise die Beiträge für die Hausratversicherung ändern. Oder es besteht Bedarf an zusätzlichem Versicherungsschutz, z. B. wenn Sie von einer Wohnung in ein eigenes Haus gezogen sind. 

    Andere Versicherer, Energieversorger, Telefonanbieter und die Hausbank müssen ebenfalls über die neue Adresse informiert werden.

    Checklisten – immer zu gebrauchen
    Wer den Überblick behalten möchte, welche Aufgaben zu erledigen sind, welche noch anstehen und wen man vielleicht beauftragen kann, sollte sich eine Checkliste zusammenstellen. Eine Umzugs-Checkliste hilft Struktur in die Planung zu bringen. Wir von der Grundeigentümer-Versicherung haben Ihnen eine solche Checkliste als kostenloses PDF zusammengestellt. Sie finden die Liste hier.

    (Zum Öffnen der Checkliste (PDF ca. 45 KB) benötigen Sie den Adobe-Reader.)