• 03.12.2013

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    Es muss nicht immer Streusalz sein

    Umweltschonende Alternativen zur Vermeidung von Unfällen auf Gehwegen im Winter

    Eisregen und Schnee machen Wege glatt und bringen auch Fußgänger ins Rutschen. Nicht nur die Räum- und Streupflichten sind in Deutschland geregelt, sondern auch womit gestreut werden muss bzw. darf. Streusalz als effektivstes Mittel ist vielerorts der Umwelt zuliebe verboten. Die Folgen zeigen sich oft erst Monate später: Salzgeschädigte Bäume und Pflanzen können nicht mehr genügend Wasser und Nährstoffe aufnehmen. Vor allem Baumarten, die Alleen zieren, reagieren empfindlich auf Salz, etwa Ahorn, Linden, Kastanien. Und auch Tierpfoten können sich durch das aggressive Salz entzünden.

    Die Grundeigentümer-Versicherung rät deshalb zu „umweltfreundlichen Alternativen“ wie Schneeschieben, kombiniert mit salzfreien, abstumpfenden Streumitteln wie Splitt, Granulat, Sand, Erde oder Sägespäne.

    Splitt oder Granulat wirken durch ihre scharfen Kanten wie Spikes, Sand ist dagegen feinkörniger und nicht so rutschfest. Diese Materialien, im Baumarkt erhältlich, können nach Abtauen der weißen Pracht zusammengefegt und wieder verwendet werden. Nachteil: Sand und Splitt setzen sich gerne unter den Schuhsohlen fest und zerkratzen den Fußboden im Haus. Abhilfe schafft rundkörniges Granulat, schützt Böden und Tierpfoten. Lose gestreute Erde sorgt auch für einen sichereren Gang, verwandelt sich allerdings bei Tauwetter schnell in Matsch. Sägespäne sind absolut ökologisch. Sie lassen sich nach dem Abtauen von Schnee und Eis leicht zusammenfegen und auf dem Kompost entsorgen. Allerdings sind Sägespäne schwer erhältlich, wenn man nicht gerade in der Nähe eines Sägewerkes wohnt. Außerdem sind sie nicht besonders rau und verhindern nur bedingt das Ausrutschen.

    Tipps Ihrer Versicherung:
    Weitere Informationen zur Räum- und Streupflicht finden Sie in unseren Hinweisen zur Schadenverhütung.