• 18.06.2013

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    Fensterstürze vermeiden

    Folgende Vorkehrungen sind sinnvoll

    Statistisch gesehen passieren Fensterstürze relativ selten. Aber wenn sie passieren, sind die Folgen zumeist schwerwiegend. Insbesondere Kinder wissen oft nicht, in welche Gefahr sie sich begeben, wenn sie auch nur einen Fuß auf das Sims stellen, um ihre Kletterkünste auszutesten. Aus diesem Grund sind Eltern gefragt, Vorkehrungen zu treffen, ein unerwünschtes Szenario nie Realität werden zu lassen.

    Klaus Robatsch, Präventionsexperte und Landesstellenleiter Kuratorium für Verkehrssicherheit Wien, sagt, dass schon ein Sturz aus dem Erdgeschoss zu lebensgefährlichen Wirbelsäulen- und Schädelverletzungen führen könne. Besonders gefährdet seien Kinder zwischen zwei und fünf Jahren, da in diesem Alter die Geschicklichkeit und Schnelligkeit der Kinder zunimmt. Klar ist: Schon ein flüchtiger Moment der Unaufmerksamkeit genügt und der Jüngste klettert unbemerkt auf das Fensterbrett oder den Balkon.

    Beachten Sie deshalb folgende Punkte und beugen Sie dadurch vor:

    • Versehen Sie Fenster mit Fenstersperren, wenn Kleinkinder im Haushalt sind. Optimal geeignet sind Sperren, die bereits in den Fenstergriff integriert sind.
    • Bauen Sie nachträglich Kindersicherungen ein. Diese sollten grundsätzlich verschraubt und außerhalb der Reichweite von Kindern angebracht werden. Solche gesicherten Fenster können dann nicht weiter als zehn Zentimeter geöffnet werden und verhindern, dass Kinder ihre Finger einklemmen.
    • Lassen Sie Ihr Kind nie unbeaufsichtigt in einem Zimmer, wenn Sie durchlüften. Schließlich nutzt die beste Sicherung nichts, wenn das Fenster offen steht.
    • Überlegen Sie sich, ob es in Fensternähe „Ausstiegshilfen“ wie Kisten oder Stühle gibt. Vielleicht ist es besser, wenn Sie diese Objekte kurzzeitig entfernen.