• 11.11.2015

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    Gartenhäuschen, Gewächshaus oder Pavillon

    Jetzt für den nächsten Sommer planen

    Laue Sommernächte, gemütliche Grillabende, Sonnenbaden auf der Liege: Der schöne Sommer in diesem Jahr machte für viele den eigenen Garten zum heimischen Paradies. Doch gerade dann merkt man, was fehlt, was man für das nächste Jahr unbedingt verändern, haben oder neu machen möchte. Die richtige Zeit, mit der Planung zu beginnen, ist jetzt. Das gilt insbesondere, wenn es um Baumaßnahmen im Garten geht, wie beispielsweise ein Gartenhäuschen, Geräteschuppen oder Gewächshaus.

    Sie sind grundsätzlich erlaubt. Doch braucht man in vielen Fällen die Genehmigung des zuständigen Bauamtes. Sie ist vor allem dann notwendig, wenn der umbaute Raum ein bestimmtes Volumen überschreitet. Das ist von Bundesland zu Bundesland ganz unterschiedlich definiert. Wer für sein Gartenhaus betonierte Bodenplatten oder Fundamente vorsieht, sollte ebenfalls besser vor Baubeginn beim zuständigen Bauamt nachfragen. Denn sonst könnte er Gefahr laufen, dass aus städtebaulichen Gründen sein kleines Bauwerk wieder abgerissen werden muss.

    Heikel kann es auch werden, wenn man an die Grenze zum Nachbargrundstück bauen möchte. Laut den Bauordnungen der Länder ist dies nur mit Bauten von maximal drei Metern Höhe und einer Gesamtlänge je Grundstücksgrenze von bis zu neun Metern möglich – allerdings nur, wenn es sich um ein Gebäude ohne Aufenthaltsräume und Feuerstätte handelt. Ein beheizbares Wohnhäuschen darf also nicht auf der Grenze stehen, sondern hier müssen mindestens drei Meter Grenzabstand eingehalten werden. Geräteschuppen und Lauben zum Schutz vor der Witterung sind also möglich.

    Wer ein Gartenhaus im Baumarkt kauft und dies – je nach Bundesland – die Größe von 10 Quadratmetern bzw. 30, 40 oder 75 Raummetern übersteigt, sollte sich am besten gleich die Bauantragsunterlagen geben lassen und mit diesen direkt zur Baubehörde gehen.

    Und wer keinen Ärger mit den Nachbarn möchte, informiert diese auf jeden Fall vor dem Bau von Schuppen, Garten- oder Gewächshäuschen – und sind sie noch so klein. Hat er keine Einwände, ist schon ganz viel erreicht.

    Mieter haben zwar grundsätzlich – solange im Mietvertrag nichts anderes steht – das Recht, bauliche Veränderungen im Garten vorzunehmen, solange sie rückgängig zu machen sind. Denn der Vermieter kann verlangen, dass bei Auszug der Ursprungszustand wieder hergestellt wird. Will ein Mieter allerdings ein Gartenhäuschen mit einem Fundament aus Beton errichten, sollte dies in jedem Fall vorab mit dem Vermieter abgestimmt werden.