• 30.03.2016

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    Gefahren im Haushalt - sie lauern überall

    Hausarbeit ist lebensgefährlich

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    Gefahren im Haushalt lauern immer und überall – nicht nur beim Frühjahrsputz. Jedes Jahr sterben mehr Menschen im Haushalt als im Straßenverkehr. Laut des Statistischen Bundesamtes kommen in Deutschland durchschnittlich 8.300 Menschen pro Jahr nach einem Unfall im Haushalt ums Leben. Das ist jeder vierte Unfalltote. Die Hausarbeit ist also lebensgefährlich. Deshalb sollten Sie möglichst viele Gefahrenquellen ausschließen, damit Ihr Zuhause nicht zu einer tödlichen Falle wird.

    Routine macht unvorsichtig!

    Oft ist die Hausarbeit Routine - sie machen ja immer wieder die gleichen Arbeiten -  und noch nie ist etwas passiert. Deshalb werden Sicherungsmaßnahmen oft nicht beachtet. Die oberen Fächer der Schränke werden ohne Leiter gereinigt oder es wird einfach zu einem wackeligen Hocker gegriffen. Besonders oft werden auch Herdplatten alleine gelassen, obwohl sie angeschaltet sind und das Essen vor sich hin köchelt. Machen Sie sich der Gefahren bewusst und stellen Sie Regeln für sich und Ihre Familienmitglieder auf. Genauso wie Sie beim Fensterputzen nichts auf dem Fenstersims verloren haben, ist auch die Lehne vom Sofa nicht der geeignete Untergrund, um die Gardinen abzunehmen. Auch wenn das Telefon klingelt oder jemand an der Haustür steht, machen Sie die Herdplatten aus. Denn sonst können wirklich gefährliche Situationen entstehen - bis hin zu einem Wohnungsbrand.

    Gefahrenquellen minimieren!

    Schon der Fußboden kann zu einer Gefahr werden. Gerade auf ebenen Flächen passieren Stürze aus Gedankenlosigkeit oder aus minimal veränderten Umständen. Durch einen nassen Boden wird die Gefahr des Ausrutschens immens verstärkt. Putzeimer oder Staubsauger können Hindernisse darstellen und Sie oder Ihre Kinder zum Stürzen bringen. Genauso wie verrutschte Kleinmöbel oder Pflanzen zur Stolperfalle werden können, führen Verlängerungskabel und herumliegende Deckel oder Kleinteile möglicherweise zu bösen Unfällen. Schalten Sie diese Gefahrenquellen aus. Ein Putzeimer sollte an der Wand stehen und nutzen sie immer die naheliegendste Steckdose. Sofern sich weitere Personen in der Arbeitsumgebung befinden oder unerwartet eintreffen könnten, dann warnen Sie diese.

    Strom im Haushalt!

    Ohne Strom geht gar nichts, fast alle Geräte sind heutzutage elektrisch. Auch hier lauern tückische Gefahren, denn Strom sieht, hört und riecht man nicht. Reparieren Sie defekte Geräte nie selbst, sie gehören in die Hände von einem Fachmann. Benutzen Sie auch keine Elektrogeräte, die nur noch notdürftig funktionieren, das ist gefährlich und keinesfalls empfehlenswert.

    Bei Kleinkindern ist besondere Vorsicht geboten!

    Wenn Kinder im Haushalt leben, dann müssen sie besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen, denn die Kleinen erkennen ja die Gefahren noch nicht. Sie wollen alles untersuchen und so landen die kleinen Fingerchen schnell in den Löchern der Steckdose. Heiße Töpfe und Pfannen müssen außer Reichweite der Kinder bleiben und vor allen Dingen, lassen Sie die Kleinen nie in der Küche allein. Auch vor spitzen Gegenständen und Messern sei gewarnt und Medikamente gehören nicht in Kinderhände. Die Treppe muss natürlich ebenfalls geschützt werden, hier gibt es spezielle Treppenschutz-Gitter, die die Kleinen nicht „abstürzen“ lassen.

    Fazit:

    Die meisten Unfälle im Haushalt passieren aus Unachtsamkeit und manchmal auch aus Leichtsinn. Viele Unfälle können aber vermieden werden, ohne dass der Spaß an der Hausarbeit darunter leiden muss. Auch wenn Sie nur schnell eine Glühbirne austauschen wollen, holen Sie eine Leiter. Kabel und andere Gegenstände sollten nicht einfach so herumliegen, entfernen Sie also jeden Kabelsalat und räumen Sie auf. Wenn Sie mit chemischen Mitteln arbeiten, sollten Sie vorher die Gebrauchsanweisung lesen und bei der Arbeit natürlich immer Handschuhe tragen. Übrigens, füllen Sie nie Chemikalien in „normale“ Flaschen, Familienmitglieder könnten daraus trinken.

    Achten Sie darauf, sicheres Werkzeug zu benutzen. Sperren Sie gefährliche Gegenstände weg und bessern Sie Gefahrenstellen aus. Machen Sie nicht alle Arbeiten auf einmal.Wenn Sie in Hektik geraten, passieren leichter Unfälle. Und für kleinere Verletzungen sollten Sie eine Hausapotheke bereithalten, die mit Heftpflaster, Binden und Salben bestückt ist.

    Unser Tipp:

    Um sich und Ihre Familie vor den finanziellen Folgen von Unfällen zu schützen, können Sie mit unserer privaten Unfallversicherung vorsorgen. Diese ist gerade für Kinder und nicht berufstätige Menschen von besonderer Bedeutung. Mehr dazu erfahren Sie hier.