• 17.02.2016

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    Gesundes Raumklima durch richtiges Lüften im Winter

    Lieber oft und kurz

    Lüften im Winter gute Raumklima

    Wenn es draußen so richtig ungemütlich wird, dann heißt es Fenster zu, Heizung an und mit Kuscheldecke rauf auf`s Sofa! Viele lässt allein der Gedanke an ein offenes Fenster frösteln. Aber frische Luft muss aus vielerlei Gründen sein - auch bei bitterer Kälte!

    Um gesundheitsschädlichem Schimmel vorzubeugen und ein angenehmes Raumklima in Ihren Wohnräumen zu gewährleisten, ist ein regelmäßiger Luftaustausch unabdingbar. Das Deutsche Institut für Normung beschreibt in seiner Norm DIN-1946-6, wie oft und wie lange frische Luft ins Zimmer strömen sollte, damit das Raumklima einwandfrei ist. Als angenehm und behaglich werden demnach Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 35 bis 60 Prozent empfunden.
    Zusammengefasst ergeben sich ein paar einfache Grundregeln, die Sie beherzigen sollten, um schnell und effektiv zu lüften:

    • Grundsätzlich gilt: Je wärmer es draußen ist, desto länger muss man lüften. Im Herbst und Winter kann also durchaus kürzer gelüftet werden als im Frühling und Sommer.

    • Im Oktober und April sollten es aber noch mindestens 15 Minuten sein, im November und März zehn Minuten. Für die kalten Monate von Dezember bis Februar werden fünf Minuten empfohlen.

    • Wichtig ist, die Fenster ganz aufzumachen, wobei grundsätzlich die Heizung herunterzudrehen ist.

    • Ein Kippen der Fenster bei kalten Temperaturen reicht oft nicht aus, da es dadurch lediglich kalt in der Wohnung wird, es aber zu keinem vollständigen Austausch zwischen warmer und kalter Luft kommt. Um Schimmel vorzubeugen muss aber die warme, feuchte Raumluft nach draußen entweichen können.

    • Querlüften tauscht die Luft schneller aus. Damit das Lüften schneller vonstattengeht, öffnet man am besten gegenüberliegende Fenster. So entsteht ein Luftstrom, der die verbrauchte Luft schnell nach draußen transportiert. So wird die Luft fast doppelt so schnell ausgetauscht, als wenn man nur ein Fenster öffnet.

    • Zu häufiges Lüften während der Heizperiode verschwendet unnötige Energie. Auch deshalb ist obige Methode der Stoßlüftung dringend zu empfehlen. Dauerhaft gekippte Fenster sorgen nämlich kaum für Luftaustausch, sondern vielmehr dafür, dass ein Großteil der aufsteigenden Warmluft der Heizkörper ungenutzt nach außen abgeführt wird.

    • Im Badezimmer und Küche, wo viel feuchte Luft bzw. Wasserdampf entweicht, sollte häufiger und länger gelüftet werden.

    Neben der Größe Ihrer Räumlichkeiten, Nutzungsart und der Anzahl der dort lebenden Personen sollten natürlich Ihre ganz persönliche Vorlieben und Wohlfühlempfindungen für Ihr Lüftungsverhalten ausschlaggebend sein.