• 29.08.2013

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    Glanzloses Betongold

    Mehr Schutz vor Schrottimmobilien

    Niedrige Zinsen und unsichere Finanzmärkte haben Immobilien zu interessanten Kapitalanlagen gemacht. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Immer wieder fallen Käufer auf Anbieter von so genannten Schrottimmobilien rein, weil sie das Objekt ihrer Wahl nicht ausreichend geprüft haben oder auch nicht die Gelegenheit dazu bekamen.

    Um Immobilienkäufer besser vor Schrottimmobilien zu schützen, wird das Beurkundungsgesetz geändert. Nach dem Bundestag hat auch mittlerweile der Bundesrat einer entsprechenden Neuregelung zugestimmt.

    So müssen Notare künftig einem Käufer (wenn dieser ein Verbraucher ist) den Kaufvertrag mindestens zwei Wochen vor der Beurkundung zur Verfügung zu stellen. Wird diese Frist nicht eingehalten, muss der Notar dies begründen. Bei wiederholten Verstößen gegen diese Regelung kann der Notar im Ernstfall seines Amtes enthoben werden. Nach bisherigem Recht musste der Notar zwar auch darauf hinwirken, dass der Käufer den Vertrag zwei Wochen vor dem Beurkundungstermin zur Verfügung gestellt wurde (zum Beispiel durch den Bauträger). Es bestand aber keine Verpflichtung, dass der Notar selbst den Vertrag zur Verfügung stellte. Der Notar war zwar angehalten, während der Beurkundung danach zu fragen, ob dem Erwerber rechtzeitig der Vertrag vorlag, musste jedoch auf eine wahrheitsgemäße  Beantwortung vertrauen.

    Quelle: Grundeigentümer Insider