• 16.11.2016

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    Herbstgefahren: Nasses Laub, rutschige Wege und schlechte Sicht

    Reduzieren Sie Unfallrisiken in der grauen Jahreszeit

    Es gibt (fast) nichts Schöneres, als an einem sonnigen Herbsttag einen Spaziergang zu machen. Das restliche Laub der Bäume hat sich wunderbar verfärbt und herabgefallene Blätter rascheln unter den Füßen. Leider birgt diese Schönheit auch Gefahren in sich. Denn gerade nasses Laub auf Gehwegen oder Fahrbahnen kann für eine ungewollte Rutschpartie sorgen.

    Herbstgefahren für Fußgänger, Radfahrer und Grundeigentümer
    Ganz wichtig für Sie als Fußgänger und Fahrradfahrer ist in der dunklen Jahreszeit Ihre Sichtbarkeit. Überprüfen Sie die Reflektoren und das Licht Ihres Fahrrades. Auch als Fußgänger sollten Sie im Idealfall Bekleidung mit reflektierenden Elementen tragen, damit Sie von den anderen Verkehrsteilnehmern schneller gesehen werden. Wer am frühen Morgen oder am Abend mit seinem Hund einen Spaziergang macht, sollte den Vierbeiner mit einem Leuchthalsband versehen, denn gerade in der dunklen Jahreszeit steigt die Zahl der Unfälle von Fahrzeugen mit Tieren erheblich. Hat sich Ihr Hund beispielsweise losgerissen und dadurch einen Unfall verursacht, haften Sie in diesem Fall als Tierhalter. Über unsere Privathaftpflichtversicherung können Sie Ihren Hund ganz einfach mitversichern, denn innerhalb dieser bieten wir eine günstige und leistungsfähige Hundehalterhaftpflichtversicherung als Zusatzpaket.

    Hauseigentümer müssen ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass Sie möglichst alles dafür tun müssen, dass niemand durch Ihr Grundstück, Ihr Gebäude oder dessen Gebäudeteile zu Schaden kommen kann. Der Hauseigentümer ist z. B. verpflichtet, sämtliches Laub auf Geh- und Fußwegen zu entfernen. Denn wird das Laub nass, wird es sehr rutschig. Gibt es Minusgrade, kann sogar unbemerkt eine Eisschicht entstehen. Passanten können ausrutschen und sich schwer verletzten. Hausbesitzer haften in einem solchen Fall. Wir raten Hausbesitzern deshalb zu einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-
    versicherung. (Diese ist bei einem selbstgenutzten Einfamilienhaus Bestandteil unserer Privathaftpflichtversicherung.)

    Autofahrer aufgepasst!
    Morgendlicher Nebel oder Regen beeinträchtigen die Sichtverhältnisse. Laub, Schmutz (durch landwirtschaftliche Arbeiten) oder Frost erhöhen die Gefahr einer Rutsch- oder Schleudersituation. Wer auf Landstraßen und in waldreichen Gegenden unterwegs ist, sollte jederzeit damit rechnen, dass Wild die Fahrbahn kreuzt. Und das muss nicht nur ein einzelnes Reh sein, es kann ein ganzes Rudel vor Ihnen die Fahrbahn überqueren. Beobachten Sie Rehe am Straßenrand, ist es besser zu hupen, anstatt die „Lichthupe“ zu betätigen. Wenn es der Verkehrsfluss erlaubt, bleiben Sie stehen und lassen das Wild passieren. Gegebenenfalls blenden Sie ab. Bei allen Vorsichtsmaßnahmen: Gefährden Sie keine anderen Verkehrsteilnehmer oder sich selbst. Kommt es zu einem Wildunfall, informieren Sie die Polizei. Ansonsten begehen Sie Fahrerflucht.
    Fahren Sie auch tagsüber mit Licht, so werden Sie leichter von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen. Jetzt im November sollten Sie allerspätestens die Bereifung von Sommer- auf Winterreifen umgestellt haben. Füllen Sie Frostschutz in die Waschanlage und überprüfen Sie die Wischblätter Ihrer Scheibenwischer. Hier bieten viele Werkstätten einen günstigen Wintercheck an.

    Übrigens: Kommt es unverhofft zu einem Wintereinbruch mit Glatteis, Schneematsch oder Schneeglätte, ihr Fahrzeug ist noch mit Sommerreifen ausgestattet, und es kommt zu einem Verkehrsunfall, riskieren Sie mindestens ein Bußgeld. Mittlerweile ist eine Winterbereifung Pflicht. Wird der Schaden durch grobe Fahrlässigkeit verursacht, kann es sogar sein, dass die Kfz-Versicherung nicht für die entstandenen Schäden aufkommt. 

    Unser Tipp: Lassen Sie die Winterreifen frühzeitig aufziehen. Als Eselsbrücke dient die O-Formel: „Winterreifen von O (Oktober) bis O (Ostern)“.