• 26.10.2016

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    Lohnt sich eine Immobilie als Geldanlage noch?

    Teil 6 unserer Immobilien-Serie

    In Tageszeitungen und Fachmedien ist immer wieder zu lesen, dass die Immobilienpreise gerade in Metropolen und Ballungsräumen extrem angestiegen sind. Wer sich für eine Immobilie als Geldanlage interessiert, merkt ebenfalls schnell, dass etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden muss, um eine attraktive Immobilie zu ergattern. Wer nicht selbst in der Immobilie wohnen möchte, sondern diese vermieten möchte und als Geldanlage sieht, sollte sich ausgiebig informieren.

    Die Lage macht`s aus
    Wer sich noch eine Immobilie in den Metropolen Hamburg, Berlin, München oder Frankfurt leisten kann, macht eigentlich (fast) nichts falsch. Schnäppchen können allerdings kaum noch gemacht werden, die Quadratmeterpreise sind extrem gestiegen. Experten raten eher, in Immobilien in kleineren bis mittelgroßen Städten zu investieren. Hier sind die Renditen meist deutlich höher. Allerdings ist hier auch das Wachstumspotenzial entscheident. Wie sieht die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der Region aus? Wird in Infrastruktur, Bausubstanz etc. investiert? Wie sieht die Bevölkerungs-/Mieterstruktur aus? Universitätsstädte haben meist ein gutes Entwicklungspotenzial, und die Nachfrage hinsichtlich Mietwohnungen bleibt konstant hoch.

    Tipp: Nehmen Sie eine umfangreiche Analyse vor und wählen einen zukunftsfähigen Standort Ihrer Immobilie.

    Die Bausubstanz der Immobilie
    Wenn Sie sich für einen Ort entschieden haben, beginnt die Immobiliensuche. Hierbei sollten Sie stets auf die Bausubstanz der Häuser achten. Ist das Gebäude bereits saniert oder sanierungsbedürftig? Wie ist der Zustand der Haustechnik (Heizung, Wasser, Strom)? Müssen unter Umständen neue Leitungen gelegt werden? Beachten Sie in jedem Fall auch den Grundriss ganz genau. Verschachtelte Wohnflächen sind schwer zu vermieten. Sind die Fenster in Ordnung? Gibt es einen Balkon? Ist das Gebäude ausreichend gedämmt? Existiert ein Energieausweis?

    Es hilft, wenn Sie sich im Vorfeld eine Checkliste zusammenstellen, worauf Sie bei der Besichtigung achten wollen. Schließlich möchten Sie nicht Unsummen in Renovierungs- und Sanierungskosten stecken.

    Tipp: Fragen Sie sich auch, ob Sie selbst in der Immobilie gerne wohnen würden.

    Wertermittlung der Immobilie
    Der tatsächliche Wert der Immobilie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Lage und Bausubstanz geben Hinweise. Der Wert einer Immobilie kann gemindert werden, wenn diese belastet ist. Belastungen können vorliegen, wenn Rechte oder Dienstbarkeiten Dritten gegenüber eingeräumt werden. Es kann beispielsweise ein lebenslanges Wohnrecht, eine soziale Bindung (beispielsweise, wenn die Immobilie aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde), eine Grundschuld oder auch ein Wegerecht bestehen.

    Außerdem ist für die Wertermittlung wichtig, ob die Mieterträge nachhaltig sind. Dies ist wichtig für ein sogenanntes Ertragswertverfahren. Außerdem sind steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten relevant. Es sollte auf jeden Fall ein Steuerberater aufgesucht werden. 

    Fazit
    Auch wer sich eine Immobilie als Geldanlage zulegen möchte, sollte gut kalkulieren. Entscheidend sind Bausubstanz und Lage der Immobilie. Bei den herrschenden hohen Kaufpreisen in den Metropolen sollte genau geschaut werden, ob sich der Kaufpreis wirklich rentiert.