• 27.09.2017

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    Sind Ihre Leitungen dicht?

     

    Wasser sucht sich seinen Weg. Leider. Und kein Material hält ewig! Das spüren immer mehr Hausbesitzer am eigenen Leib. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) meldete jüngst, dass alle 30 Sekunden in Deutschland ein Rohr platzt oder sich eine Dichtung löst.
    Die Folge: Mehr als eine Million Schäden, aufgrund undichter Wasserleitungen und Schadenzahlungen der Wohngebäude- und HausratversichererXXX in Deutschland in Höhe von 2,6 Milliarden Euro. Erschreckende Zahlen. Besonders, da die meisten Schäden vermieden werden könnten, wenn Leitungswassersysteme regelmäßig überprüft werden würden. Häufig verursacht nämlich ein poröser Dichtungsring oder eine rostige Schraube die kostspieligen Schäden.

    Schlimm sind nicht nur die Wasserschäden als solches, die meist am Hausrat entstehen. Das Schlimmste sind meist die Folgeschäden, die erst nach Wochen sichtbar werden. Diese können beispielsweise

    • an Dämmschichten, die durchgefeuchtet werden,
    • an Türen die aufquellen
    • an Fußböden, wenn das Wasser durch Fugen dringt und
    • durch Schimmelbildung an den Wänden entstehen.                                    

    Die Folge: Es steht quasi eine Grundsanierung an.

    Wie können Schäden vermieden werden?
    Die meisten Schäden an Wasserleitungen passieren bei älteren Häusern oder bei längerem Leerstand. Laut GDV stammt jedes vierte Gebäude in Deutschland au den 1970er- und 1980er- Jahren. Bei diesen Gebäuden häufen sich die Schäden. Nach 40 bis 45 Jahren schwächeln die Rohre in der Regel. In diesem Zeitraum werden beispielsweise Badezimmer bestimmt einmal saniert. Der richtige Zeitpunkt um nicht nur sichtbare Veränderungen - wie an Fliesen, Armaturen, Waschbecken etc. - vorzunehmen, sondern auch Rohrsysteme überprüfen zu lassen. Denn meist besteht Handlungsbedarf.

    Unser Tipp: Lassen Sie das Leitungswassernetz Ihrer Immobilie regelmäßig von Fachleuten überprüfen. So werden rechtzeitig schadhafte Bereiche erkannt, und man kann frühzeitig größere Schäden vorbeugen.

    Achtung bei Dauerfrost
    Kalte Temperaturen lassen Leitungswasserrohre einfrieren. Deshalb sollten Hauseigentümer bereits vorm ersten Nachtfrost die Heizungsanlagen kontrollieren, damit Leitungswasserrohre nicht einfrieren und hohe Schäden am Gebäude entstehen. Dies gilt besonders, wenn das Eigenheim über die Wintermonate unbewohnt bleibt.

    Hier einige Checkpunkte, die unsere Versicherungsexperten für Sie zusammengestellt haben:

    • Stellen Sie die Heizungsthermostate auf den Modus "Frostwächter", wenn Sie die Immobilien über einen längeren Zeitraum nicht bewohnen. Dieser sorgt dafür, dass bei einem Temperatureinbruch die Heizung anspringt.
    • Außerdem sollten leerstehende Immobilien regelmäßig von einer Vertrauensperson kontrolliert werden.
    • Sorgen Sie im Herbst und Winter für eine generelle Raumtemperatur von ca. 19 Grad.
    • Entlüften Sie Heizkörper, bevor Sie das System auf Winterbetrieb stellen.
    • Wasserführende Rohrleitungen, die sich in frostgefährdeten Bereichen befinden, sind im Winter außerdem unter besondere Beobachtung zu stellen.