• 07.06.2017

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    Mit LED-Leuchtmittel geht Ihnen ein Licht auf

     

    Als 2009 der Verkauf der klassischen Glühbirne in der EU verboten wurde, gab es mancherorts skurrile Szenen. Einige Verbraucher kauften die letzten Lagerbestände in Baumärkten und Elektroläden auf und horten diese seither bei sich zu Hause. Die Medien überschlugen sich mit Hiobsbotschaften.  Schließlich wurde ein industrielles Kulturgut "zu Grabe getragen". Die Zukunft sah finster aus: Es wurde prognostiziert, dass nun nur noch kaltes Weißlicht in die Haushalte einziehen würde.
    Nun ja - seither ist einige Zeit vergangen! Und wie sich zeigt, sitzen wir alle nicht im Dunkeln.

    Die Energiesparlampe
    Viele haben nach dem Glühbirnen-Verbot auf Energiesparlampen umgerüstet. Diese enthalten Gas, das zum Leuchten gebracht wird. Das ist sehr effizient, da die Stromenergie in Licht umgewandelt wird. Bei den alten Glühbirnen mussten erst die Kohlefaser zum Glühen gebracht werden, dadurch ging viel Energie durch die Wärmeumwandlung verloren. Eine Energiesparlampe braucht nur 10 bis 14 Watt, eine Glühbirne mit vergleichbarer Leuchtkraft 60 Watt. Eine Energiesparlampe leuchtet auch deutlich länger. Brennt eine Energiesparlampe täglich drei Stunden, hält die Lampe neun Jahre. Eine 60 Watt Glühbirne hält nur 300 Tage durch.

    Allerdings haben Energiesparlampen drei entscheidende Nachteile.

    • Die Energiesparlampen brauchen eine gewisse Aufwärmphase, teilweise von ein paar Sekunden bis zu fünf Minuten. Deshalb sind diese Leuchtmittel für Haus- und Treppenhäuser ungeeignet.
    • Werden Energiesparlampen häufig ein und aus geschaltet, verkürzt dies ihre Lebensdauer.
    • Energiesparlampen sind Sondermüll. Si enthalten Quecksilber. Deshalb darf man sie auf keinen Fall über den normalen Hausmüll entsorgen.

    Vorteile der LED-Leuchtmittel
    Zu Beginn der Umstellung, war die geringere Lichtausbeute der LED-Leuchtmittel ein Problem. Dies hat sich mittlerweile aber grundlegend geändert.
    LED-Leuchtmittel sind in der Anschaffung teurer als Energiesparlampen, allerdings kann man mit ihnen noch mehr Energie sparen. Sie verbrauchen bis zu sechs Mal weniger Strom, als herkömmliche Glühbirnen. Was sich am Ende in niedrigeren Energiekosten auszahlt. Das wirkt sich natürlich positiv auf die Ökobilanz aus. Außerdem enthalten LED-Lampen, im Gegensatz zu Energiesparlampen, kein gesundheitsschädliches Quecksilber.

    Ein weiterer Vorteil ist unumstritten, dass sie nicht über eine Einschaltverzögerung (wie beispielsweise bei der Energiesparlampe) verfügen.
    Und sie haben eine extrem hohe Lebemsdauer - bis zu 50.000 Stunden.

    Mittlerweile gibt es die LED-Leuchtmittel in unterschiedlichen Helligkeiten bzw. Farbtemperaturen. Die Glühbirne hatte immer eine einheitliche Farbtemperatur. Bei einer 60 Watt Glühbirne las diese bei 2700 Kelvin (K). Bei LED-Leuchtmitteln kann der Verbraucher nun zwischen unterschiedlichen Farbtemperaturen wählen und je nach Einsatzort wechseln. Werden die Leuchtmittel im Haushalt umgerüstet und die neue LED-Lampe soll genauso leuchten wie seine Vorgängerin, dann empfiehlt sich eine warmweiße Farbtemperatur, die bei 2700 K liegt. Kälteres Licht wird mit LEDs von 4000 K erzeugt ( Tageslicht-Helligkeit).

    Und welches LED-Leuchtmittel ersetzt unsere alte 40 bzw. 60 Watt Glühbirne?
    Eine 40 Watt Glühbirne entspricht einem LED-Leuchtmittel von 6-8 Watt. Eine 60 Watt Glühbirne entspricht 9-12 Watt.

    Als Fazit kann festgehalten werden, dass trotz des höheren Anschaffungspreises, LED-Leuchtmittel sehr viel energiesparender sind. Ein geringerer Energieverbrauch sorgt dann für eine geringere Stromrechnung. Außerdem halten sie länger durch, als Energiesparlampen, können ein- und ausgeschaltet werden, ohne dass ihre Lebensdauer verkürzt wird. Und es gibt die LED-Leuchtmittel in allen gängigen Fassungen/Sockeln.

    Wer sich neue Lampen anschafft, sollte hier ebenfalls auf LED-Lampen umschwenken. Hier gibt es mittlerweile viele Modelle, die in unterschiedlichsten Stilrichtungen passen. Und dies nicht nur für den Innenbereich, sondern auch für den Außenbereich. LED-Stripes können als indirekte Lichtquelle unproblematisch eingebaut werden. Beispielsweise in Küchensockel und im Treppenbereich. Hier können Sie sich im Lampenfachgeschäft beraten lassen.
    Unser Tipp: Verwenden Sie für Ihre Außenbeleuchtung unbedingt LED-Leuchtmittel oder LED-Lampen. Da sie keine Einschaltverzögerung haben, ist der Außenbereich sofort ausgeleuchtet, selbst wenn ein Bewegungsmelder verwendet wird. Ausgeleuchtete Außenbereiche schrecken Einbrecher ab.

    Smart Home-Lösungen: Mit LED Vernetzungen unproblematisch möglich
    Ein weiterer - unschlagbarer Vorteil- LED-Lampen können in Smart Home-Lösungen eingebunden werden. So beispielsweise die Leuchtmittel von Phlilips, Hue oder Osram Lightify. Hiermit können sämtliche Lampen über eine App auch von unterwegs gesteuert werden und jedes Zimmer mit der gewünschten Farbtemperatur und Helligkeit eingestellt und gesteuert werden. Stellen Sie sich vor, sie fahren für zwei Wochen in den Urlaub. Mit vernetzten Systemen können Sie Ihre Anwesenheit vortäuschen und im Wohnbereich das Licht steuern. Dies schreckt Einbrecher ab. Allerdings kommt es auch auf den Hersteller an. Die Stiftung Warentest hat im Oktober 2016 einen umfangreichen LED-Leuchtmittel-Check durchgeführt. Dabei kam unter anderem heraus, dass die teuersten Leuchtmittel nicht unbedingt die Besten sind. Der Test kann für 2 EURO als PDF-Datei erworben werden.