• 08.01.2013

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    Neue deutsche Gebührenwelle

    Die Reform der GEZ

    Es raschelt in der öffentlich-rechtlichen Rundfunkwelt. Finanziert wird sie überwiegend aus den Milliardenbeiträgen privater Rundfunkteilnehmer. Das System ist jedoch brüchig geworden. Deshalb haben die Bundesländer bereits im Dezember 2010 eine Finanzierungsreform beschlossen, die jetzt zum 1. Januar 2013 eingeführt wurde. So heißt die bisherige Rundfunkgebühr jetzt Rundfunkbeitrag und aus der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) wird der ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice. Das Entscheidende ist aber, dass die Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender nicht mehr je Gerät erhoben, sondern durch eine Haushalts- bzw. Firmenabgabe ersetzt wurden. Bildete bisher die Anzahl der in einer Wohnung vorhandenen Rundfunkgeräte die Basis für die Gebührenberechnung, gilt jetzt: Eine Wohnung – ein Rundfunkbeitrag, unabhängig davon, wie viele Personen dort leben und wie viele Rundfunkgeräte vorhanden sind. Auch Radios in den privaten Autos der Bewohner sind in dem Beitrag eingeschlossen. Für eine Zweit- oder Ferienwohnung ist allerdings ab 1. Januar 2013 der Rundfunkbeitrag extra zu zahlen. Die gute Nachricht: Der Rundfunkbeitrag bleibt bis einschließlich 2014 mit 17,98 Euro pro Monat stabil.

    Mit der Reform der GEZ ergeben sich auch neue Pflichten für Hausverwalter und Immobilienbesitzer. Zur Erfassung von Haushalten wird der ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice nicht auf öffentliche Register zugreifen. Stattdessen werden Hausbesitzer und Verwalter zur kostenlosen Auskunft verpflichtet. Sollten sie sich weigern eine Auskunft zu geben, sind Zwangs- und Bußgelder vorgesehen.

    Quelle: www.rundfunkbeitrag.de