• 26.08.2014

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    Ökologisch, gesund und vielfältig

     

    Lehm als Baustoff

    „Am Anfang war die Erde ...“: Lehm ist seit Jahrtausenden ein bewährter Baustoff. Vorübergehend in Vergessenheit geraten, erlebt er heute auf der Suche nach gesunden Baustoffen eine Renaissance. Dies zum einen durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, andererseits überzeugt Lehm durch
    seine hervorragenden baubiologischen und umweltschonenden Eigenschaften. Dazu schont Lehm die Ressourcen, braucht wenig Energie in der Herstellung, ist beliebig wiederverwertbar und enthält keine chemischen Hilfsmittel.

    Lehm ist eine natürliche Klimaanlage und sorgt für angenehmes Raumklima. Durch die Aufnahme

    und Abgabe von Wasserdampf reguliert er die Luftfeuchtigkeit im Haus – Sommer wie Winter. Aufgrund seiner großen Masse ist Lehm ein sehr guter Wärmspeicher, der langsam und gleichmäßig Wärme abgibt. Er wirkt schalldämmend und absorbiert Gerüche. Aufgrund der im Lehm enthaltenen
    Tonminerale werden Fremd- und Schadstoffe gebunden. Diese reinigende Wirkung wird auch in der Heilpraxis und bei der Abwasserreinigung genutzt.


    In der Verarbeitung setzt Lehm der Kreativität und Einsatzmöglichkeiten keine Grenzen. So kann Lehm zur individuellen Gestaltung von Wohnräumen werden, als Schüttung in Zwischenböden, als Mörtel oder Putzmischung verarbeitet oder zu Steinen oder Platten geformt werden. Verschiedene Zusätze wie Stroh- oder Holzhäcksel, Hanffasern oder Hobelspäne sorgen für unterschiedliche
    Festigkeiten, Elastizität oder wärmedämmende/wärmespeichernde Eigenschaften. Pigmente, Glaskies, Chromsplitter oder Glimmerscheiben können Lehm darüber hinaus zusätzliche Effekte geben.