• 05.05.2015

    Zur Übersicht

    Regeln schaffen Klarheit

    Rückzahlung der Mietkaution

    Ist ein Mietverhältnis beendet, muss der Vermieter die geleistete Mietkaution zurückzahlen. Während es dem Mieter am liebsten wäre, wenn er die Kaution sofort bei der Wohnungsübergabe zurückbekäme, hat der Vermieter das Recht zu prüfen, ob auch tatsächlich seine Ansprüche aus dem Mietverhältnis vollständig erfüllt sind.

    So ist der Vermieter erst dann zur Rückzahlung der Kaution verpflichtet, wenn die gemieteten Räume ordnungsgemäß und ohne Mängel übergeben wurden und die Nebenkosten abgerechnet sind. Kann der Vermieter jedoch belegen, dass er eine offene Forderung gegenüber dem Mieter hat, darf er hierfür auf die Mietkaution zurückgreifen. Das können zum Beispiel Mietrückstände, offene Nebenkosten, Beschädigungen der Mietsache, unterlassene Renovierungsarbeiten oder Spuren des Auszugs sein.

    Um dies zu prüfen, steht dem Vermieter eine Frist von üblicherweise drei bis sechs Monaten zu. Macht der Vermieter berechtigte Ansprüche wegen Schönheitsreparaturen oder Beschädigungen geltend, kann der Mieter eine genaue Abrechnung verlangen. Steht nur noch eine eventuelle Nebenkostennachzahlung aus, so hat der Mieter Anspruch auf einen Teil der Mietkaution. Der Vermieter darf dann einen Betrag in der Höhe der voraussichtlichen Nachzahlung einbehalten.

    Wurde die Mietsache einwandfrei und ohne Mängel übergeben, bestehen keine weiteren Forderungen und sind die Nebenkosten abgerechnet, wird die restliche Mietkaution zur Rückzahlung fällig. Die Rückzahlung der Mietkaution erfolgt, je nachdem wie sie entrichtet wurde, durch Rückgabe der Bürgschaftsurkunde, des Kautionssparbuchs oder durch Auszahlung des verzinsten Kautionsbetrages.