• 07.10.2015

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    Schadstoffen auf der Spur

    Baubiologen für ein gesundes Wohnklima

    Schimmelpilze, elektromagnetische Felder oder Formaldehyd: Es gibt zahlreiche Stoffe in Haus und Wohnung, die uns krank machen können. Die Ursachen für eine mögliche Gesundheitsbelastung zu finden und für entsprechende Abhilfe zu sorgen, das ist die Aufgabe von Baubiologen.

    Während Bausachverständige das Gebäude und die Gebäudesubstanz unter die Lupe nehmen, geht es dem Baubiologen vor allem um den Menschen, der darin lebt. Sie arbeiten mit moderner Technik, nach wissenschaftlichen Methoden und definierten Standards. Im Wesentlichen unterscheiden sie drei gesundheitsgefährdende Bereiche:

    • Chemische Faktoren wie Umweltgifte aller Art und mikrobiologische Schadstoffe, vor allem Schimmel, aber auch Schwämme oder Milben
    • Physikalische Faktoren wie Elektrosmog und Radioaktivität
    • hörbarer und unhörbarer Lärm

    Baubiologen werden sowohl von Unternehmen und Kommunen als auch von Privatpersonen beauftragt. Im privaten Bereich sind sie einerseits präventiv tätig, zum Beispiel beim Hauskauf oder wenn ein Kind erwartet wird. Andererseits sind Baubiologen gefragt, wenn ein oder mehrere Bewohner unter Allergien, erhöhter Infektanfälligkeit, Ausschlag, Dauerhusten bis hin zu Depressionen leiden und man vermutet, dass die Ursache im häuslichen Umfeld liegen könnte.

    Doch es ist nicht damit getan, nur den krank machenden Stoff herauszufinden. Vor allem müssen die Ursache bzw. Belastungen beseitigt werden. Welche Möglichkeiten es gibt und was geeignet ist, weiß ebenfalls der Baubiologe. So liegt Schimmelbildung häufig nicht alleine am falschen Lüften, meist führt auch ein Mangel am Gebäude – eben in Kombination mit einem bestimmten Nutzerverhalten – zu Schimmel. Hochfrequente elektromagnetische Wellen, die von Mobilfunk-Sendemasten ausgehen, können häufig durch einfache Abschirmungen behoben werden. Schwierig sind dagegen physikalische Störungen, wie Magnetfelder oder Radioaktivität.

    Die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen hat in der Regel der Hausbesitzer zu tragen, es sei denn, die Schimmelbildung ist die Folge eines Leitungswasserschadens. Dann hilft die Wohngebäudeversicherung. Mehr Informationen hierzu lesen Sie hier.

    Und wer mehr über die Arbeit der Baubiologen wissen möchte, klickt auf die folgenden Links: www.verband-baubiologie.de sowie www.baubiologie.net.