• 22.06.2016

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    Schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern

     

    So schützen Sie Ihr Zuhause vor einem Einbruch

    In Deutschland nehmen die Einbruchzahlen alarmierend zu. 2015 erfasste die Kriminalstatistik mit 170.000 Wohnungseinbrüchen ein weiteres Rekordhoch – es waren nahezu 10 % mehr als noch im Vorjahr. Über einen soliden Einbruchschutz sollte man deshalb unbedingt nachdenken. 

    Die meisten Einbrüche geschehen inzwischen tagsüber, während die Bewohner außer Haus sind. Einbrecher versuchen dann, möglichst unbemerkt durch Türen und Fenster in Häuser oder Wohnungen einzudringen. Gelingt dies nicht, brechen die Eindringlinge oft ab. Möchte man einen Einbruch verhindern, ist es also ratsam, einem unerwünschten Besucher sein Vorhaben schwer wie möglich zu gestalten. 

    Der Markt an Maßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen ist riesig. In dieser Flut verliert man schnell den Überblick darüber, welche Lösungen wirklich nur sinnvoll oder sogar notwendig sind. Wir stellen Ihnen einige dieser Lösungen vor.

    Die Bestandsaufnahme einer Grundsicherung
    Experten sind sich einig: Einen Dieb an einem Einbruch hindern kann nur eine mechanische Sicherung Ihres Zuhauses. Wenn Sie sich nicht sicher fühlen und diese Sicherung verbessern möchten, sollten Sie sich vorher darüber informieren, wie Ihre Fenster und Türen ausgestattet sind. Denn diese sind die typischen Schwachstellen, um in Wohnräume zu gelangen. 

    Einbruchshemmende Maßnahmen an Fenstern und Türen
    Bei Beschlägen von Fenstern und Terrassentüren unterscheidet man unter anderem zwischen Roll- und Pilzzapfen. Rollzapfen bieten dabei den geringeren Schutz, da sie mit dem richtigen Werkzeug einfach und relativ schnell herausgehebelt werden können. Pilzzapfen lassen sich nicht ohne weiteres lösen und bieten dadurch einen deutlich höheren Widerstandswert. Achten Sie also bei der Umrüstung oder der Erstanschaffung auf die Beschaffenheit dieser Details.

    Auch Hauseingangstüren können mit Sicherheitstechniken nach unterschiedlichen Standards ausgestattet sein. Dazu gehören beispielsweise die Anzahl der Riegel, der Widerstandswert des Türschlosses oder das dabei verwendete Material. Man unterscheidet hier zwischen verschiedenen Widerstandsklassen (WK). Unser Tipp: Lassen Sie sich bei der Planung der Haussicherung von einem Fachmann unterstützen. Dieser übernimmt vor der Aufrüstung eine Bestandsaufnahme der mechanischen Sicherheitsausstattungen Ihres Zuhauses, entlarvt Sicherheitslücken und empfiehlt Ihnen effektive Schutzmaßnahmen.  Als Start empfehlen wir eine der vielen kriminalpolizeilichen Beratungsstellen im Bundesgebiet. Dort werden Sie kostenlos informiert und beraten, wie Sie Ihren Besitz optimal schützen. Die Webseite mit deren Hilfe Sie auch in Ihrer Nähe eine Beratungsstelle ausfindig machen, haben wir am Ende dieses Artikels verlinkt.

    Welcher Einbruchschutz lohnt sich wirklich?

    Diebe sind zwar fast ausnahmslos an Wertgegenständen interessiert, andererseits aber auch nicht für behutsames Vorgehen bekannt: Schränke werden durchwühlt, Schubladen herausgerissen und Vasen zu Boden geworfen. Bei ihrer Arbeit beschädigen und zerstören die Eindringlinge oft eine Vielzahl von Sachwerten. Das heißt: Auch wenn Sie nicht über hohe Sachwerte verfügen oder diese nicht in Ihren eigenen vier Wänden aufbewahren, kann der ausreichende Schutz Ihrer ideellen Werte sehr wichtig sein.

    Welchen „Wert“ hat Ihr Hausrat? Das entscheiden in erster Linie natürlich Sie selbst. Denn: Wie bereits erwähnt, stellt der Sachwert ihres Eigentums nicht den einzigen Wert dar. Der ideelle Wert kann für Sie ja ebenfalls sehr hoch ausfallen. Mit einer Hausratversicherung lassen sich Sachwerte versichern. Der Sachwert (Wiederbeschaffungswert*) Ihres Hausrats wird standardisiert von vielen Versicherungsgesellschaften  mit einer Euro-Pauschale je Quadratmeter berechnet. So wird einerseits verhindert, dass Sie eine zu geringe Wert-Annahme getroffen haben und andererseits dadurch sichergestellt, dass Sie nach einem Einbruch Ihren entwendeten, beschädigten oder zerstörten Hausrat ersetzt bekommen. Ideelle Werte von gestohlenen Erbstücken beispielsweise sind selbstverständlich nicht versicher- und ersetzbar. Aber wenn sich Ihre persönlichen Wertgegenstände in einem Tresor befinden, oder Sie diese anderweitig ausgelagert haben, sollten Sie abwägen, inwiefern sich teure Installationen für Sie wirklich lohnen.
    *Der Wiederbeschaffungswert bezeichnet die Anschaffungskosten eines Ersatz-Gegenstandes in gleicher Art und Güte in der Zukunft.

    Das Zuhause mechanisch aufrüsten

    Da Fenster beliebte Einbruchsstellen sind, raten Fachleute zu Scharniersicherungen und widerstandsfähigeren Beschlägen. Das gleiche gilt natürlich für Terrassentüren und Hauseingangstüren. Eventuell kommt bei letzterer eine Neuanschaffung mit einer höheren Widerstandsklasse (WK) in Frage. Aber auch nachträglich lassen sich Fenster und Türen durch Gitter, Panzerquerriegel, Türketten oder verschiedene Schlösser und Austauschbeschläge sicherer machen. Der Fachhandel bietet hier eine sehr große Auswahl an passenden Möglichkeiten für jedes Budget.

    Auch auf digitalem Weg können Sie Ihr Zuhause heutzutage schützen: Mithilfe des „Smart Homes“ – also dem intelligenten Zuhause und seinen Komponenten können Sie, während Sie unterwegs sind, Ihr Heim so wirken lassen, als seien sie anwesend. Rollladenbewegungen und Lichtveränderungen können viele Eindringlinge abschrecken. Videokameras überwachen Ihre Räume.

    „Smart Home“ – klingt spannend?! Hier erfahren Sie mehr.

    Wie sieht ein Rundum-Schutz aus? 

    Dazu haben wir ein paar Tipps für Sie.

    • Achten Sie auf Ihr Zuhause, wenn Sie es verlassen.
      Lassen Sie keine Fenster gekippt, damit haben Einbrecher leichtes Spiel. Verstecken Sie Schlüssel niemals unter einer Matte oder in einem Blumentopf. Diese Plätze kennen alle Einbrecher. Lassen Sie nichts Wertvolles im Garten stehen oder liegen (auch nicht nachts).  
    • Bauen Sie auf gute Nachbarschaft.
      Gute Nachbarn können der halbe Einbruchschutz sein. Ob Sie im Urlaub sind oder nur einen Nachmittag außer Haus verbringen: Ein verlässlicher Nachbar wirft ein Auge auf seine Umgebung und meldet sich, wenn etwas nicht mit rechten Dingen vor sich geht.
    • Exklusives Wohneigentum lockt Einbrecher an.
      Mauern, Umzäunungen, Kameras oder Alarmanlagen sind ab einer gewissen Haus- und Grundstücksgröße (und bei ausreichendem Budget) sehr sinnvoll. Zusätzlicher Schutz ist hier immer empfehlenswert.
    • Gadgets, wie ein elektronischer Wachhund oder ein Türkeil mit Alarmfunktion, können eher in einer Mietwohnung wirkungsvoll sein, da Sie mit Nachbarn Tür an Tür wohnen. 

    Weitere Tipps zur Sicherung Ihres Eigentums gegen Einbrecher finden Sie auch auf unserer Website auch unter:

    Sollten Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch Opfer eines Einbruchs werden, dann ist die Hausratversicherung der Grundeigentümer-Versicherung für Sie da. Der Einbruchdiebstahl ist sogar inklusive Vandalismus mitversichert. So kann Ihnen zumindest der finanzielle Wert des gestohlenen Eigentums nicht verloren gehen.