• 28.12.2016

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    Silvesterknaller: Unfallrisiko und Brandgefahr

    Tipps zum richtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern

    In der Silvesternacht kommen Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Krankenhäusern nicht zur Ruhe. Durch einen unsachgemäßen Umgang mit den Sprengstoffen verletzen sich viele Menschen schwer, oder es geraten Gebäude in Brand. In den letzten Jahren ist die Unfall- und Brandgefahr sogar angestiegen, da 2010 das Sprengstoffgesetz geändert und gleichzeitig gelockert wurde. Seit diesem Zeitpunkt kann eine einzelne Raketenbatterie bis zu 500 Gramm Sprengstoff (zuvor waren es 200 Gramm) enthalten. Damals waren Brandschutzexperten, Feuerwehren und Pyrotechniker von dieser Lockerung entsetzt.

    Augen auf beim Böllerkauf
    Polizei und Feuerwehren warnen jedes Jahr vor Raketen und Böllern aus unseriösen Händen. Achten Sie deshalb bitte darauf, dass das Feuerwerk eine Zulassungs-/Kennnummer der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) besitzt. Diese Nummern werden in zwei Kategorien klassifiziert (BAM-PI und BAM-PII). Feuerwerk mit diesen Kennziffern ist frei verkäuflich. Außerdem sollte die Feuerwerkskörper über ein CE-Prüfzeichen verfügen und die Bedienungsanleitung auf Deutsch vorliegen.
    Raketen und Böller dürfen vom Einzelhandel auch weiterhin nur vom 28.12. bis zum 31.12. verlauft werden. Experten warnen davor, Feuerwerkskörper im Online-Handel oder auf „Schnäppchenmarkten“ zu kaufen, da hier die Herkunft meist nicht geklärt ist.

    Wichtige Regeln im Umgang
    • Feuerwerkskörper immer sicher lagern, d. h. trocken und nicht dort, wo sie sich selbst entzünden können.
    • Lassen Sie Kinder niemals Raketen oder Böller zünden. Kinder können die Gefahr nicht einschätzen und verhalten sich schnell übermütig. Zeigen Sie Ihren Kindern, dass es wichtig ist, einen Sicherheitsabstand einzuhalten, wenn das Feuerwerk gezündet wird.
    • Unbedingt immer die Bedienungsanweisungen lesen und auch einhalten.
    • „Blindgänger“ also fehlgezündete Böller oder Raketen nicht noch einmal zünden und nicht aufheben.
    • Feuerwerkskörper nicht selbst herstellen.
    • Nicht auf Menschen oder Tiere zielen.
    • Fenster, Türen und Dachluken geschlossen halten, damit Raketen nicht im Wohnzimmer landen und dort einen Brand verursachen.

    Was Sie in der Silvesternacht beachten müssen
    Das Zünden von Feuerwerkskörpern ist nur im Zeitraum vom 31.12. ab 18 Uhr bis ca. 01.01. 1 Uhr gestattet. Grundsätzlich darf nicht in der Nähe von historischen Gebäuden (dazu zählen Fachwerkhäuser, Schlösser, Burgen, Reetdach-Häuser), Altenheimen, Krankenhäusern und Kirchen geknallt werden. Der Mindestabstand beträgt 100 Meter.
    In manchen Städten und Gemeinden gilt ein absolutes Feuerwerksverbot in den Innenstädten, da diese einen historischen Stadtkern haben. Wer sich hier nicht an das Verbot hält, riskiert eine hohe Geldstrafe. Zu den Verbotsstädten gehören beispielsweise Bamberg und Goslar u.v.m. Auf den Inseln Amrum und Sylt gilt ein absolutes Verbot jeglicher Feuerwerkskörper.

    Und wenn doch einmal etwas passiert?
    Sollte durch eine explodierende Rakete ein Briefkasten oder Teile des Dachs in Brand geraten, kommt in der Regel die Wohngebäudeversicherung für den Schaden auf. Landet eine Rakete eventuell sogar in Ihren Wohnräumen und geraten Teile des Inventars in Brand, wären wir als Ihr Hausratversicherer der richtige Ansprechpartner. Und wer selbst das neue Jahr mit einem bunten Feuerwerk aus Böllern und Raketen begrüßen will, für den ist eine Privathaftpflichtversicherung der richtige Schutz. 

    Genießen Sie die Silvesternacht und kommen Sie gut ins Jahr 2017.