• 09.08.2017

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    Unwetter: Schäden vorbeugen

    Unser zweiter Teil zum Thema Sommergewitter

    Durch die immer häufiger auftretenden Sommerunwetter mit Blitzeinschlägen, Sturmböen und Starkregen, raten wir Ihnen rechtzeitig Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen. So können Sie Schäden verhindern.

    Unwetterwarnungen ernst nehmen
    Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt über seine Website rechtzeitig raus. Diese werden auch im Radio und in den regionalen Fernsehprogrammen aufgenommen. Damit kommen die meisten Unwetter nicht unvorbereitet auf uns zu.

    Wenn ein Gewitter ansteht
    Wenn ein Gewitter aufkommt, sind Blitzeeinschläge keine Seltenheit. Damit es nicht zu Überspannungsschäden an technischen Geräten im Haushalt kommt, empfehlen wir Ihnen rechtzeitig die Stecker von Fernseher, Computer und dem Internet-Router zu ziehen. Alternativ können Mehrfachsteckdosen mit einem Überspannungsschutz verwendet werden. Diese sind im Elektrofachhandel oder über die gängigen Online-Shops erhältlich. Aber Achtung: Einfache Mehrfachsteckdosen mit einem Kippschalter, reichen als Überspannungsschutz nicht aus.

    Wenn Starkregenfälle drohen
    Von Starkregen spricht man, wenn in kürzester Zeit große Niederschlagsmengen pro Zentimeter fallen. Wasserstände steigen schnell an, die zu Überschwemmungen führen. Mit diesem Wetterphänomen müssen Hauseigentümer immer rechnen. Das größte Problem sind die Wassermassen, die die Kanalisation nicht mehr aufnehmen kann. Das Wasser drückt dann durch die Abflüsse in die Kellerräume oder durch die sanitären Anlagen ins Haus. Deshalb ist es wichtig, dass die sogenannte Rückstauklappen funktionieren. Sie verriegeln bei Wasserdruck die Rohre von unten. Die Rückstauklappen sind regelmäßig zu warten. Dies ist auch im Schadenfall für den Versicherungsschutz wichtig.

    Steht der Keller unter Wasser, kann es zu einem Kurzschluss kommen, der auch zur tödlichen Gefahr werden kann. Deshalb rät beispielsweise das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vorsorglich den Strom abzustellen. Außerdem sollen Chemikalien, die unter Umständen im Keller lagern, in Sicherheit gebracht werden, damit diese nicht das Wasser kontaminieren.

    Kontrollieren Sie zusätzlich, ob alle Fenster - insbesondere Dach- und Kellerfenster - verschlossen sind. Wenn Sie Rollläden an den Fenstern haben, sollten diese geschlossen werden.

    Wenn ein Sturm ansteht
    Melden die Wetterdienste Sturm - oder Orkanböen sollten alle beweglichen Gegenstände von der Terrasse, dem Balkon oder Garten entfernt werden, mindestens aber gesichert werden. Hierzu können Gartenmöbel, Blumentöpfe und insbesondere Trampoline gehören.

    Wer einen Garten hat, sollte auch regelmäßig seine Bäume begutachten. Abgestorbene Äste brechen bei einem Sturm leicht ab und können Schäden verursachen. Besser diese bereits vor einem Unwetter entfernen.

    Und im Schadenfall?
    Im Schadenfall sollte Ihr Versicherer schnellstmöglich über die entstandenen Schäden informiert werden.

    Außerdem ist der Versicherungsnehmer dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass der Schaden nicht noch größer wird. Kaputte Fenster oder Dächer müssen abgedeckt, Keller mit Sandsäcken gesichert oder ausgepumpt werden. Bringen Sie sich oder andere durch die Absicherung aber nicht in Gefahr.

    Dokumentieren Sie entstandene Schäden per Fotoaufnahmen.

    Sind größere Schäden entstanden, wird der Versicherer einen Sachverständigen schicken. Bevor Handwerker für Reparaturen beauftragt werden, müssen Kostenvoranschläge eingeholt werden.