• 26.07.2017

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    Alexa, Siri & Co.: Fluch oder Segen?

     

    Die Zahl der digitalen Sprachassistenten in deutschen Haushalten steigt kontinuierlich. Ganz vorne in der Beliebtheit steht der Sprachassistent Amazon Echo, auch Alexa genannt. Apples Siri, Google Home oder Microsofts Cortana haben in Deutschland bisher nicht Fuß fassen können. Die Sprachassistenten bestehen aus einer Lautsprecherbox, inkl. Computer und Vernetzung ans hauseigene WLAN.

    Doch was macht den Reiz, dieser Assistenten aus?
    Nutzer schätzen die schnelle Hilfe zwischendurch. Man sitzt beispielsweise auf dem Sofa und möchte wissen, wie das Wetter morgen wird. Kein Problem, Alexa ( Sprachassistent von Amazon) gibt gern die Antwort. Allerdings nur, wenn die Frage mit "Alexa, ..." beginnt! Ansonsten reagiert der Assistent nicht oder fragt nach.

    Laut einer aktuellen Studie der eresult GmbH werden folgende Anwendungen der digitalen Sprachassistenten am häufigsten genutzt: Informationssuche (hierzu gehören Nachrichten und das Wetter), Organisation ( Timer-Funktionen, Einkaufs- und Todo-Listen oder der eigene Kalender), Musik uns Smart Home Steuerungen. Letzteres ist nur möglich, wenn entsprechende Komponenten vorhanden sind. Wenn z.B. vernetzte Glühbirnen im Haus vorhanden sind, können diese über den digitalen Sprachassistenten gesteuert/gedimmt werden. Dies sehen auch die Nutzer al großen Vorteil. Schließlich muss man nicht aufstehen, um das Licht an- oder auszuschalten oder zu dimmen.

    Die Kommunikation mit den Sprachassistenten wird meist als "nicht natürlich" beschrieben. Den Nutzern ist überwiegend klar, dass es sich um einen Computer handelt. Bei dem Sprachassistenten von Amazon müssen sich die Nutzer auch erst daran gewöhnen, dass die Frage oder Aufforderung mit dem Namen "Alexa" starten muss.

    Künstliche Intelligenz im Wohnzimmer?
    Wer jetzt denkt, dass mit Amazon Echo wirkliche künstliche Intelligenz einzieht, täuscht sich. Denn die Geräte müssen nach einem gleichen Kommunikationsmuster angesprochen werden, sonst reagieren sie nicht. Eine wirkliche Unterhaltung oder freies Sprechen ist mit Alexa, Siri Co. nicht möglich.

    Datenschutz nicht aus den Augen verlieren
    Wer sich einen digitalen Sprachassistenten ins Wohnzimmer stellt, dem sollte bewusst sein, dass seine persönlichen Fragen, Wünsche und Vorlieben gespeichert werden. Ebenfalls ist eine Zusammenführung mit Daten von anderen Online-Diensten möglich und Experten warnen auch davor, dass nicht sicher gestellt werden kann, ob nicht Abhör-Möglichkeiten bestehen.

    Fazit
    Wer sich für ein vernetztes Eigenheim ( Smart Home) interessiert und digitalen Neuerungen aufgeschlossen gegenüber steht, dem gefallen mit Sicherheit die digitalen Sprachassistenten. Wer kritisch gegenüber der Weitergabe seiner persönlichen Daten steht, der sollte sich keinen Sprachassistenten anschaffen. Schließlich geben Sie mit Ihrer Stimme ein biometrisches Merkmal preis.

    Übrigens: Wer sich über Smart Home-Lösungen informieren möchte, dem empfehlen wir gern unsere News zu diesem Thema

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