• 19.08.2015

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    Spuk auf dem Dachboden

    Marder im Haus

    Wenn es kratzt und krabbelt auf dem Dachboden, dann ist es häufig ein Marder. Er hinterlässt nicht nur Dreck, sondern verursacht vor allem große Schäden am Gebäude und hohe Kosten.

    Unangenehmer Geruch und Lärm kennzeichnen die Anwesenheit des ungebetenen Gastes. Typische Anzeichen für Marder sind ihre Beutereste und Exkremente, die sie als reinliche Tiere immer an der gleichen Stelle hinterlassen. Bleiben sie längere Zeit unentdeckt, können sich die Spuren, der Geruch nach Fäkalien und Verwesung im ganzen Haus verbreiten. Zudem ziehen die Hinterlassenschaften Maden und Ungeziefer an.

    Weitere Anzeichen für einen Marder im Haus sind Kratzspuren an der Fassade, Tunnelgänge in der Dachisolierung sowie angebissene Kabel, Leitungen und Isolierungen – von Elektroanlagen über Strom- und Antennenkabel bis hin zu Schäden an Leitungen und Schläuchen von Solaranlagen auf dem Dach.

    Fallrohre oder Bäume bieten den Tieren gute Aufstiegsmöglichkeiten, um zu Dachrinne und Dach zu gelangen. Scheu und vorsichtig achten die nachtaktiven Raubtiere auf ausreichende Fluchtwege aus ihrem Versteck. Beliebt sind hierfür Belüftungsschlitze, lockere Dachziegel und Maueröffnungen. Schon handgroße Schlupflöcher genügen dem Marder.

    Marderbekämpfung

    Eines vorweg: Auch wenn ein Marder noch so wütet, man darf ihn nicht fangen oder gar töten.

    Zwar haben viele Hausmittel ihre Berechtigung, doch um Marder loszuwerden, sind Hundehaare oder Pfefferkörner nur sehr begrenzt wirksam. Da die scheuen Tiere licht- und lärmempfindlich sind, ist es legal und besser, sie nachhaltig zu stören und ihnen ihr Versteck so unangenehm wie möglich zu machen. Hier hilft beispielsweise an die Decke zu klopfen, wenn der Marder aktiv ist, oder ihm durch einen Besuch auf dem Dachboden zu zeigen, dass er nicht alleine ist. Ein regelmäßiger Besuch auf dem Dachboden ist ohnehin ratsam, um frühzeitig mögliche ungebetene Gäste zu entdecken.

    Marder unterliegen dem deutschen Jagdrecht, die Jagdsaison geht von Herbst bis Frühjahr. In der übrigen Zeit dürfen Marder nicht ausgesperrt werden und die Mutter von ihren Jungen getrennt werden. Häufig sucht allerdings die Mardermutter für sich und ihre Brut eine neue Unterkunft, wird sie durch Lärm oder Verteilen spezieller Mardermittel gestört.

    Am besten lässt man jedoch den Marder durch einen Fachmann oder Kammerjäger fangen und die Schlupflöcher, die oft schwer zu finden sind, aufspüren und schließen. Auch Marderfallen unterliegen dem Jagdrecht und dürfen nur von einem Profi aufgestellt werden.

    Absicherung von Marderschäden

    Ist der Marder endlich gefangen oder vertrieben, muss in vielen Fällen der Schaden beseitigt werden. Die meist nicht unerheblichen Kosten hierfür treffen den Hausbesitzer. Daher empfiehlt die Grundeigentümer-Versicherung darauf zu achten, dass auch Tierbissschäden über die Wohngebäudeversicherung mit abgesichert sind, so wie beispielsweise im Wohngebäudetarif Direkt Max der Grundeigentümer-Versicherung.

    Mehr Informationen hierzu finden Sie hier.