• 17.03.2017

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    Stromabwärts!

    Eine clevere Initiative zum Stromsparen

    Folgen nach dem Stromausfall

    Wer kennt die Situation am Jahresbeginn nicht? Der Stromlieferant schickt die Jahresabrechnung, und man darf eine nicht unerhebliche Summe nachzahlen. Spätestens dann sollte man sich seinen Stromverbrauch genauer anschauen und versuchen, Einsparpotenzial zu finden.

    Wie kann der Stromverbrauch reduziert werden?
    In vielen Fällen können bereits durch einfach zu befolgende Tipps bis zu 10 Prozent Strom eingespart werden:

    • Schalten Sie Ihre technischen Geräte nachts komplett aus, d. h. lassen Sie Ihre Geräte, beispielsweise das Fernsehgerät, nicht im Stand-by-Modus. Denn auch im Stand-By-Modus verbrauchen diese Strom.
    • Verwenden Sie Steckdosenleisen, die mit einem Ein-/Aus-Schalter ausgestattet sind, z. B. auch für Ihren Fernseher.
    • Ihren Haushalt sollten Sie auf LED-Leuchtmittel umrüsten. LED-Lampen sind in der Anschaffung zunächst zwar etwas teurer, rechnen sich aber wegen ihrer längeren Haltbarkeit und ihres bis zu ca. 80% geringeren Strombedarfs im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen recht schnell.
    • Wenn Sie sich neue technische Geräte anschaffen, achten Sie auf den Energieverbrauch. Eine Einstufung in die Energieeffiziensklasse A+ sollten die Geräte mindestens aufweisen.
    • Nutzen Sie bei Wasch- und Geschirrspülmaschinen die Spar- bzw. Eco-Programme.
    • Wenn Sie die Möglichkeit haben, im Frühling und Sommer Ihre Wäsche draußen zu trocknen, verzichten Sie auf den Einsatz eines Wäschetrockners. 
    • Kühlschränke sollten nicht neben warmlaufenden Geräten wie Herd, Backofen, Geschirrspüle oder Waschmaschine aufgestellt werden.
    • Stellen Sie die Warmwasserspeicher-Temperatur auf 60 Grad ein.
    • Messen Sie den Stromverbrauch Ihrer Geräte selbst. Gut ablesbare Strommesser gibt es bereits unter 20 Euro im Fachhandel.

    Wie behalte ich den Stromverbrauch im Blick?
    Hat man Stromeinsparpotenziale im Haushalt gefunden, stellt sich die Frage, wie kontrolliert werden kann, dass der Stromverbrauch auch sinkt? Wie wäre es mit einer Art Stromspar-Logbuch, das einen schnellen und einfachen Überblick liefert? 

    Die gemeinnützige Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein und die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein haben ein unabhängiges, kostenloses Online-Angebot ins Leben gerufen. „stromabwärts!“ heißt die Initiative.

    Wer sich auf der Plattform www.stromabwaerts.de anmeldet und seinen Zählerstand regelmäßig angibt, hat in seinem persönlichen Logbuch alle Verbrauchswerte im Blick. Diese werden in einer Grafik sehr anschaulich dargestellt, und das Portal gibt sogar eine Verbrauchsprognose für die Zukunft.

    Die angegebenen Daten werden archiviert und Stromspartipps informieren den Verbraucher, welche Maßnahmen er treffen kann, um die Werte weiter zu reduzieren.

    Laut Initiative sind bei einem 4-Personen-Haushalt (durchschnittlicher Stromverbrauch 4.150 kWh/Jahr) Einsparungen von 124 Euro und 235 CO2 /Kg möglich. Denn es gilt: Wer seinen Stromverbrauch im Blick hat, der spart leichter. Damit wird nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt geschont.

    Unser Tipp:
    Wussten Sie schon, dass nach einem Stromausfall entstandene Schäden am Gefriergut in unseren Tarifen zur Hausratversicherung mitversichert sind?