• 27.07.2016

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    Und der Sommer kommt doch: Tipps zum Thema Sonnenschutz und Erste Hilfe bei Sonnenbrand

     

    Sonnenschutz und Erste-Hilfe-Tipps bei Sonnenbränden

    Gerne genießt man die intensiven Sonnenstrahlen in dieser Jahreszeit auf der Haut. In vielen Teilen Deutschlands hatte man bisher dazu schließlich selten genug Gelegenheit. Doch oft genug enden solche Sonnenbäder wenigstens mit Rötungen und unangenehmem Juckreiz aber auch mit schmerzhaftem Brennen oder sogar Blasen auf der Haut. Solche Symptome deuten in der Regel auf einen Sonnenbrand hin – für viele Menschen eine alljährliche Erfahrung mit dem Risiko von gefährlichen Spätfolgen.
    Die gute Nachricht: Mit den richtigen Sonnenschutzmaßnahmen kann man den Folgen von zu viel Sonne sehr gut vorbeugen und trotzdem die Wärme des Sommers ungetrübt genießen. Und falls es "bereits zu spät" sein sollte, erhalten Sie hier von uns wertvolle Tipps zur Soforthilfe bei einem akuten Sonnenbrand.

    Was passiert bei einem Sonnenbrand?

    Sonnenlicht enthält neben seiner angenehmen Wärme unsichtbare UV-B-Strahlen, die bei einem ungeschützten Sonnenbad bis in tiefere Schichten der Haut eindringen können.  Durch die energiereichen Strahlen werden die Zellen dieser tieferen Hautschichten beschädigt. In Folge kommt es nach einiger Zeit zu Entzündungsreaktionen wie Hautrötungen, Brennen und Juckreiz. In extremen Fällen entstehen sogar Brandblasen. Nach einigen Tagen pellt sich die verbrannte Haut dann vom Körper ab. 

    Mythen zum Sonnenbaden

    Einige Mythen zum Thema Sonnenschutz halten sich hartnäckig. Dazu zählt zum Beispiel der Irrglaube, man bekäme im Schatten keinen Sonnenbrand. Doch die UV-Strahlung der Sonne erreicht Sie auch dort. Heller Sand und die Nähe zum Wasser verstärken die Strahlung, sodass das Risiko eines Sonnenbrandes in Strandnähe im Schatten sogar ansteigt. Auch die Annahme, dass man im Wasser beim Schwimmen keinen Sonnenbrand bekommt, ist leider falsch. Das Gegenteil ist richtig: Die Wasseroberfläche verstärkt die Strahlen sogar. Die Sonne wirkt hier viel stärker. Sie erreicht die Haut bis zu einem halben Meter unter der Wasseroberfläche. Und besonders tückisch: Da die Haut im Wasser gekühlt wird, bemerkt man die Sonne oft erst dann, wenn der Rücken bereits stark gerötet ist.

    Ebenfalls falsch ist die pauschale Behauptung, Kleidung schütze vor Sonnenbrand. Je nach Transparenz und Dicke hat jedes Kleidungsstück einen unterschiedlich starken UV-Schutz. Nasse Kleidung verliert sogar den größten Teil Ihres Schutzes. Sich mit Kleidung als einzigem Schutz für längere Zeit intensiver Sonnenstrahlung auszusetzen, ist also keine gute Idee. 

    Auch soll es Maßnahmen geben, mit denen man sich gegen einen Sonnenbrand vorbereitend schützen kann. Darunter fällt die Auffassung, dass das Verzehren von Tomatensaft oder Karotten die Haut schützen kann. Gemüsesorten wie beispielsweise Tomaten, Karotten und rote Paprika enthalten Pflanzenstoffe wie "Beta-Carotin" und "Lycopin". Sie wirken dadurch nachweislich „antioxidativ“ und schützen die Haut dadurch tatsächlich in geringem Maße vor den schädlichen Folgen der UV-Strahlung. Bedenken Sie bitte, dass Ihre Haut dadurch aber keineswegs ungefährdet ist. 

    Andere wiederum schwören vor einem Sommerurlaub auf Selbstbräuner und Solarium zur "Eingewöhnung" der Haut. Doch diese Lösungen haben nur einen kosmetischen Effekt. Es kommt lediglich zu einem Einfärben der Hautoberfläche  – an der Fähigkeit der Haut, sich vor der Sonne zu schützen, ändert das nichts.

    Tipps zur Ersten Hilfe beim Sonnenbrand

    Wer sich auf manche dieser „Geheimtipps“ verlässt, könnte unangenehme Verbrennungen davontragen. Sobald Sie Symptome wie Rötungen, Reizungen oder Brennen an Ihrer Haut bemerken, gilt: Raus aus der Sonne, um schlimmere Folgen der UV-Strahlung zu vermeiden!

    Um das Brennen zu lindern, raten Ärzte dazu, die Haut mit kühlem Wasser und feuchten Tüchern zu beruhigen. Doch bei zu kaltem Wasser ist auch Vorsicht geboten: Treten in Folge des Sonnenbades bei Ihnen auch Kreislaufprobleme auf, nehmen Sie lieber lauwarmes Wasser, bis sich Ihr Kreislauf stabilisiert hat. In ein Tuch eingewickelte Coolpacks, sind ebenfalls eine wirksame Alternative. Und vergessen Sie auch nicht, viel zu trinken, denn durch die Flüssigkeit reguliert sich die Körpertemperatur schneller auf den Normalwert und die Regeneration der geschädigten Hautzellen wird angekurbelt.  

    Zur Nachbehandlung von verbrannten Körperteilen erhalten Sie in der Apotheke entsprechende Lotionen. Tipp: Um schmerzhafte Entzündungen zu vermeiden, dürfen entstandene Brandblasen nicht aufgestochen werden.

    Ihre natürlichen Helfer

    So manch einer möchte aus verschiedenen Gründen nicht zu chemischen Maßnahmen greifen. Es gibt einige natürliche Hausmittel, die bei einem Sonnenbrand Linderung schaffen. 

    Der Klassiker ist die Quark-Joghurt-Maske. Sie kühlt nicht nur, sondern wirkt auch einer Entzündung entgegen. Passend zur Maske können Sie zu Gurkenscheiben greifen. Sie wirken kühlend und beruhigend. Eine ähnliche Wirkung erzielen Sie mit Aloe Vera. Beträufeln Sie die verbrannten Stellen mit deren Saft und Sie merken schnell, wie wohltuend das Extrakt wirkt. Besonders wohltuend für die Haut sind auch Kamillentee und schwarzer Tee. Entweder Sie legen einen bereits aufgebrühten, gekühlten Beutel auf die verbrannte Stelle oder tränken ein Tuch mit der Flüssigkeit und legen dieses auf. Auch Natron soll sich beruhigend auswirken. Dazu stellen Sie eine Natronlösung mit einem Teelöffel Natron auf einem Liter Wasser her. Diese Lösung können Sie entweder aufsprühen oder ein getränktes Tuch auf die Haut legen. Ebenfalls Hilfe verspricht eine Obst-Essig Lösung im Verhältnis 2:1, mit der Sie dann einen Lappen tränken und auflegen oder die Haut leicht abtupfen. So baut sich der Säureschutzmantel der Haut wieder auf und Ihre Haut erholt sich. 

    Tipps für ein unbeschadetes Sonnenbad

    Zum Schluss möchten wir Ihnen eine Handvoll Tipps geben, wie Sie Ihr Sonnenbad unbeschadet überstehen:

    • Cremen Sie sich gründlich ein, auch Lippen und Gesicht gehören dazu. Ebenfalls Stellen wie die Fußsohlen oder Kniekehlen. Sie werden oft vergessen.
    • Schützen Sie Ihren Kopf mit einem Hut oder einer anderen Abdeckung.
    • Tragen Sie eine Sonnenbrille mit UV-Filter zum Schutz Ihrer Augen.  
    • Nehmen Sie Ihr Sonnenbad nicht in der prallen Mittagssonne, hier sind die UV-Strahlung und dadurch die Gefahr für einen Sonnenbrand am höchsten.
    • Trinken Sie ausreichend. Nicht zuletzt um einem Sonnenstich vorzubeugen. Achten Sie auf Ihren Kreislauf.
    • Irgendwann muss auch das schönste Sonnenbad enden: Gönnen Sie Ihrer Haut nach einigen Stunden eine Pause. Auch mit Sonnencreme können Sie den Schutz nicht ewig aufrecht erhalten.