• 25.05.2016

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    Unfallschutz: womit Sie Ihre Kinder im Haushalt schützen

     

    Kinder im Haushalt vor Unfällen schützen

    Es gibt nichts Schöneres, als ein Kind Zuhause spielend und lachend aufwachsen zu sehen. Leider ist genau dort das Unfallrisiko besonders groß. Statistiken zeigen, dass circa die Hälfte aller Unfälle, in die Kinder verwickelt sind, im häuslichen Umfeld passieren. In den heimischen Vierwänden wimmelt es von potenziellen Unfall- und Gefahrenquellen für Kinder, die den meisten Eltern nicht bewusst sind. Mit geringem Aufwand könnten viele dieser Gefahren beseitigt bzw. vermieden werden. Damit das Spiel Ihrer Kinder also nicht mit blauen Flecken, Beulen oder gar einem größeren Unglück endet, haben wir ein paar Tipps zum Thema Unfallschutz für Sie zusammengestellt.

    Machen Sie Ihre Wohnung unfallsicher

    Besonders Eltern von Krabbelkindern dürfte es bekannt vorkommen: Bevor es mit dem Laufen richtig losgeht, dienen Möbelstücke den Kleinen gerne als Aufstehhilfe. Doch das kann richtig gefährlich werden. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Regale und Kommoden fest an der Wand verschraubt und Schubladen nicht rausziehbar sind. Das verhindert, dass Möbel und deren Inhalt auf die Kleinen hinunterfallen und sie verletzen. Auch für fiese Kanten, die beim unbedachten Herumtollen eine Gefahr darstellen, gibt es eine Lösung: Um Beulen und Platzwunden zu vermeiden, können Sie einen speziellen Kantenschutz (meist aus Silikon) anbringen. Mit Gittern können Sie zudem Ihre neugierigen Sprösslinge vor Treppenstürzen schützen.

    Mama und Papa sind für die Kleinen das größte Vorbild. Mama kocht gerne? Prima, dann möchten die Kleinen das auch! Um unbeaufsichtigte und damit brandgefährliche Spielereien am Herd zu verhindern, gibt es Herdschutzgitter. Nicht nur der Küchenherd kann Brandwunden verursachen, auch ein Kamin kann zur Gefahrenquelle werden. Daher ist es sinnvoll, dort ebenfalls ein Schutzgitter anzubringen, welches das offene Feuer unzugänglich macht. 

    Ihre Steckdosen sollten Sie mit einem Kinderschutz sichern. Dieser Schutz lässt sich zumeist sehr einfach in die Dose hineindrehen.

    Ein weiteres Risiko, was häufig unterschätzt wird: Das Fenster. Viele Fenster sind bereits ab Werk abschließbar. Ansonsten gibt es sogenannte Fenstersperren, die mit wenigen Handgriffen montiert werden können und so Ihr Kind vor einem Sturz bewahren.

    Aufbewahrung – Kinder durch Ordnung schützen

    Natürlich geht es beim Spielen manchmal drunter und drüber. So können herumliegende Gegenstände schnell zu Stolperfallen und spitze Gegenstände zu Unfallquellen werden. Zur Sicherheit Ihrer Kinder ist es also umso wichtiger, Ordnung zu halten um Gefahrenquellen zu vermeiden.

    Durch ein paar Tipps, können Sie Ihren Haushalt gleich viel kinderfreundlicher gestalten:

    • Lassen Sie keine scharfen und spitzen Gegenstände, wie Messer oder Scheren, herumliegen.
    • Legen Sie Spielzeug in kinderfreundlicher Höhe bereit, um gefährliche Klettermanöver auszuschließen.
    • Ein Tritt im Bad hilft Ihrem Kind das Waschbecken ohne Springen und Klettern problemlos zu erreichen.
    • Kaufen Sie Reinigungsmittel mit kindersicherem Verschluss, und bewahren Sie Medikamente für den Nachwuchs unzugänglich auf, um eine Vergiftung zu verhindern.
    • Für ungefährliches Flitzen durch die Wohnung, statten Sie Ihre Sprösslinge mit Anti-Rutsch-Socken aus. 

    Draußen und im Garten

    Auch im Garten lauern Unfallgefahren. Kinder sind neugierig und erkunden liebend gerne die Umgebung. Mit einem Gartenzaun samt Tor verhindern Sie ungewollte Ausflüge. Bewahren Sie Ihre Geräte zur Gartenarbeit und auch den Rasenmäher so auf, dass Ihre Kinder sich nicht an scharfen Messern, Harken und Kanten verletzen können. 

    Lassen Sie Kleinkinder niemals alleine in die Nähe von Swimming-Pools oder Planschbecken, und decken Sie diese zur Sicherheit immer ab. 

    Bei Spielgeräten empfehlen wir, unbedingt darauf zu achten, dass keine Schrauben oder Holzsplitter abstehen. Prüfen Sie, ob die Spielgeräte robust und fest montiert sind. Setzen Sie bei Spielzeug für den Garten immer auf Kunststoff. Es mag nicht so langlebig sein, aber beim Toben im Sandkasten kommt es dafür seltener zu Verletzungen. 

    Mit entsprechender Schutzkleidung für Fahrrad- oder Inliner-Touren, beugen Sie unangenehmen Schürfwunden vor. In Deutschland gibt es zwar keine Helmpflicht, dennoch sollten Sie darauf bestehen, dass Ihre Kinder Helme tragen. Kinder sind noch unerprobt im Fahrradfahren und insbesondere im Straßenverkehr; Stürze geschehen häufig. Ein Helm kann bei einem Unfall ein lebensrettender Schutz sein. 

    Sonstige Tipps zum Unfallschutz

    Zuhause haben Sie die Gefahren im Auge. Doch manchmal müssen Sie Ihren Nachwuchs in Obhut geben und haben die Umstände nicht so im Blick wie in den heimischen Vierwänden. Deshalb ist es wichtig, Ihre Kinder für Gefahren zu sensibilisieren. Sprechen Sie mit ihnen, und klären Sie sie über Unfallgefahren auf und wie wichtig es ist vorsichtig zu sein.

    Außerdem sollte Ihr Kind lernen, mit alltäglichen Gegenständen umzugehen. Fördern Sie die Geschicklichkeit Ihres Kindes, denn nicht selten mündet ein Ungeschick in ein Unglück. Lassen Sie den Nachwuchs in Ihrem Beisein mit Bastelscheren oder Prickelnadeln arbeiten. Übung macht bekanntlich den Meister.  

    Und falls doch ein Unglück geschieht: Mit der Unfallversicherung der Grundeigentümer-Versicherung profitieren Sie und Ihre Kinder von erstklassigen Leistungen bei entstandenen Unfallschäden.