• 09.06.2015

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    Vorsicht Schimmel!

    Warme Sommerluft macht den Keller muffig und feucht

    Ein Keller ist nicht unbedingt der Ort, an dem man sich besonders wohlfühlt. Gerade in den warmen Sommermonaten ist es hier oft muffig und feucht, es riecht unangenehm, und häufig bildet sich an einigen Stellen sogar Schimmel. Wer denkt da nicht: "Ordentlich durchlüften!" und reißt die Fenster auf. Doch genau das macht das Problem noch schlimmer. Warum?

    Warme Luft kondensiert an kühlen Körpern. Das haben Sie bestimmt auch schon erlebt: Wenn Sie beispielsweise eine Flasche Mineralwasser aus dem Kühlschrank holen, wird die Flasche mit der Zeit außen feucht. Die warme Luft schwitzt sich an der kalten Flasche ab, das heißt, sie kondensiert.

    Grund hierfür ist, dass warme Luft weit mehr Wasser enthält als kalte: An einem richtigen Sommertag beträgt die Außentemperatur z. B. 25°C, die Luftfeuchtigkeit 80 %. In einem einzigen Kubikmeter Luft stecken dann über 18 Gramm Wasser. Im Keller ist es jedoch kühl. Und die kalte Luft kann weit weniger Wasser, maximal 14 Gramm, aufnehmen. 

    Gelangt die warme Außenluft durch das geöffnete Fenster in den Keller, kühlt sie sich ab und kann nicht mehr so viel Wasser tragen. Sie muss Feuchtigkeit abgeben, das Wasser kondensiert an den kühlen Wänden. Die Fachleute nennen dies Sommerkondensation.

    Stehen die Kellerfenster womöglich den ganzen Tag auf, wird die Luft nicht nur einmal, sondern sogar mehrmals ausgetauscht. Die Wände nehmen das Wasser auf, wodurch sich zusätzlich die Wärmedämmung verschlechtert. Denn bei der Verdunstung des Wassers entsteht Verdunstungskälte, die zu einer Abkühlung im Raum führt. Statt angenehmer frischer Sommerluft herrscht dann im Keller feuchte Kälte – und mit der Zeit bildet sich unweigerlich Schimmel!

    Deshalb: Im Sommer die Kellerfenster schließen und nur dann lüften, wenn es außen kälter ist als innen!