• 06.01.2017

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    Was sich 2017 ändert

    Erster Teil unserer zweiteiligen Mini-Serie

    Was ändert sich für Sie als Immobilieneigentümer?

    Rauchmelderpflicht: In Nordrhein-Westfalen müssen ab diesem Jahr Bestands- und Neubauten mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Damit entfällt dort eine bisher geltende Übergangsregelung. Auch Berlin führte am 1. Januar 2017 die Rauchmelder-Pflicht ein. Hier gilt sie für Neu- und Umbauten. Berliner Bestandsbauten müssen bis zum 31.12.2020 nachgerüstet werden. Das Rauchmelder wahre Lebensretter sein können, zeigt
    unser Schadenverhütungsblatt (PDF) zu diesem Thema.

    Grunderwerbsteuer: Eine schlechte Nachricht gibt es für alle, die sich 2017 in Thüringen eine Immobilie kaufen möchten. Hier stieg zum Jahreswechsel die Grunderwerbsteuer auf 6,5 Prozent. Damit sind Bayern und Sachsen die letzten Bundesländer, in denen noch ein Grunderwerbsteuersatz von 3,5 Prozent gilt.

    Ökostrom-Förderung: Ab 2017 gibt es ebenfalls eine Neuerung im Bereich der Ökostrom-Förderung.
    Durch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten Betreiber von großen Windparks und Solaranlagen keine feste gesetzliche Vergütung für den eingespeisten Strom. Zukünftig wird es Ausschreibungs-Projekte geben. 

    Was ändert sich für Familien?

    Kindergeld, Kinderfreibetrag und Kinderzuschlag: Seit dem 1. Januar 2017 wurde der Kinderfreibetrag von 4.608 Euro auf 4.716 Euro erhöht. Außerdem erhalten Eltern seit dem Jahreswechsel monatlich zwei Euro mehr Kindergeld. Damit gibt es für die ersten beiden Kinder monatlich 192 Euro, für das Dritte 198 Euro und für jedes weitere Kind jeweils 223 Euro von der Familienkasse. Geringverdiener erhalten monatlich 10 Euro mehr Kinderzuschlag (je Monat 170 Euro).

    Was ändert sich allgemein – eine kleine Auswahl

    Steuerrechtliches: Für viele Bundesbürger besonders wichtig! 2017 hat sich die Abgabefrist für die Steuererklärung verlängert. Die private Steuererklärung 2016 muss erst am 31.07.2017 beim Finanzamt eingegangen sein. Wer einen Steuerberater beauftragt hat, muss die Unterlagen bis zum 28. Februar 2018 einreichen.

    Grundfreibetrag: Der Grundfreibetrag wird von 8.652 Euro auf 8.830 Euro erhöht, d. h. erst ab diesem Einkommensbetrag werden Steuern fällig. Bei Ehepartnern oder eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag auf 17.640 Euro. 

    Unterhaltskosten: Wer Unterhaltskosten für einen Dritten bezahlt, kann dies ab 2017 als „außergewöhnliche Belastung“ steuerlich geltend machen.

    Spenden: Grundsätzlich können Spenden als Sonderausgaben abgesetzt werden. Bisher verlangte das Finanzamt einen Spendennachweis bei Spenden über 200 Euro. Seit Januar 2017 wird es Spendern einfacher gemacht. Jetzt braucht man dem Finanzamt den Spendennachweis nur vorzulegen, wenn dieses ihn ausdrücklich verlangt. Belege müssen deshalb mindestens ein Jahr (ab Bekanntgabe des Steuerbescheids) aufbewahrt werden. 

    Umzugspauschale: Wer aus beruflichen Gründen umziehen muss oder möchte, profitiert ab Februar 2017 von höheren Pauschalbeträgen. Für verheiratete Paare steigt der Pauschalbetrag von 1.493 auf 1.528 Euro. Für Ledige gilt der halbe Betrag. Für jedes im Haushalt lebende Kind erhöht sich die Pauschale um 337 Euro. 

    Und das Beste zum Schluss: 2017 gibt es für alle einen gesetzlichen Feiertag mehr! Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der „Thesenanschlag“ von Martin Luther an der Schlosskirche zu Wittenberg. Im Rahmen des Reformationsjubiläums hat die Bundesregierung den 31.10.2017 zum einmaligen Feiertag erklärt.