• 24.01.2013

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    Wenn die weiße Pracht zur Last wird

    Schnee auf dem Flachdach

    Je feuchter und schwerer der Schnee, umso besser für den Schneemann, aber umso gefährlicher für Dächer, insbesondere Flachdächer. Vor allem bei ständigem Wechsel von Frost-und Tau-Wetter können sich Eisschichten auf flach geneigten oder Flachdächern bilden. Dabei bringt eine Eisschicht das 9-fache Gewicht einer gleich dicken Schicht aus Pulverschnee auf die Waage. Ob Einsturzgefahr droht, hängt also nicht allein von der Schneehöhe ab, sondern davon, aus was sie besteht bzw. sich unter ihr verbirgt.

    Damit das Tauwasser abfließen kann und sich möglichst kein Eis auf dem Dach bildet, müssen Dachrinnen und Abflussrohre frei sein. Wichtig sind laut TÜV Rheinland aber auch intakte Dachkonstruktionen und Schneefanggitter. Wer unsicher ist, ab wann er sein Dach vom Schnee befreien muss, kann, so Empfehlung des TÜV Rheinlands, bei der Bauaufsichtsbehörde (in der Regel beim Landrats- oder Bürgeramt), der Gemeinde oder auch bei der Feuerwehr nachfragen. Spätestens, wenn die Stadt oder Gemeinde die Dächer öffentlicher Gebäude wie Schulen oder Sporthallen vom Schnee befreit, sollte auch der private Hauseigentümer prüfen, ob sein Dach der Schneelast standhält.

    Muss das Dach geräumt werden, hat Sicherheit oberste Priorität. Kann man bei einer Garage noch unter Umständen das Dach in Eigenregie von der weißen Pracht befreien, sollte man sich für die Räumung eines Wohngebäudedaches an einen Fachmann, z. B. einen Dachdecker wenden. Er verfügt über die notwendige Schutzausrüstung und weiß, wie man sich absichert.
    Quelle: TÜV Rheinland