• 18.11.2015

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    Wichtige Orientierung im Notfall

    Gut sichtbare Hausnummern retten Leben

    Egal, ob Wohnungsbrand, Unfall oder Herzinfarkt, im Notfall zählt jede Sekunde. Über ihre Leitstellen erhalten Rettungswagen und Feuerwehr die Anschrift, wo dringend Hilfe gebraucht wird. Schnell sind sie vor Ort. Doch dann geht lebenswichtige Zeit verloren, weil sie die Adresse nicht finden. Oft fehlen die Hausnummern, sind verdeckt oder in der Dunkelheit nicht zu sehen. Deshalb rät die Grundeigentümer-Versicherung bei der Anbringung der Hausnummer und im Notfall auf Folgendes zu achten: 

    Sichtbar am Tag
    Die Hausnummer muss von der Straße aus gut sichtbar sein. Sie darf sich nicht hinter Büschen und Sträuchern verstecken. Zudem muss die Hausnummer ausreichend groß und gut lesbar– also beispielsweise nicht ausgeblichen – sein. Liegt der Eingang versteckt, zum Beispiel seitlich des Hauses, sollte zusätzlich die Hausnummer an der Mauer oder am Zaun, an Briefkasten oder Zeitungsröhre, Garage oder Carport sowie ein Hinweisschild angebracht werden. 

    Beleuchtet bei Nacht
    Darüber hinaus müssen die Hausnummern bei Nacht beleuchtet sein. In manchen Gemeinden ist das sogar Pflicht. Alternativ kann die Hausnummer auch durch Strahler oder im Rahmen der Eingangsbeleuchtung bei Dunkelheit sichtbar gemacht werden. Ein gut ausgeleuchteter Eingangsbereich schreckt zudem meist auch Einbrecher ab. Und um bei Nacht auf sich aufmerksam zu machen, sollten im Notfall drinnen wie draußen alle Lichter eingeschaltet werden.

    Rettungsdienst erwarten
    Wenn es möglich ist, gibt im Notfall ein Einweiser, der auf der Straße die Rettungskräfte erwartet, wertvolle Orientierungshilfe. Lebenswichtige Sekunden gehen so nicht bei der Hausnummern- und auch Klingelsuche verloren! Hilfreich ist auch, mit einem Handtuch oder Kleidungsstück zu winken, bei Dunkelheit mit einer Taschenlampe oder einem Handylicht zu leuchten. 

    Präzise Angaben
    Wer einen Notruf absetzt, sollte neben der genauen Anschrift möglichst Besonderheiten angeben, wo die Hilfe gebraucht wird, z. B. Stockwerk, Keller, Parkplatz, Hinterhof, Garten hinter dem Haus etc. Ist die Zufahrt zum Unglücksort schwierig, sollte auch hierauf eingegangen werden.

    Übrigens: Nach § 126 Abs. 3 Baugesetzbuch ist jeder Eigentümer verpflichtet, sein Grundstück mit der von der Gemeinde festgesetzten Nummer zu versehen. Darüber hinaus regeln in einigen Bundesländern die Gemeinden diese Vorschrift genauer.