• 09.11.2017

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    Achtung: Wildwechsel sorgt für Unfallgefahr

     

    Nebel, Regen und die früher einsetzende Dämmerung sorgen wie jedes Jahr für eingeschränkte Sichtverhältnisse für Autofahrer. Zu allem Überfluss kommt es zu dieser Zeit wieder verstärkt zu Wildwechsel auf unseren Landstraßen. Besonders gefährliche Stellen, werden von den Behörden mit entsprechenden Warnschildern ausgewiesen. Allerdings sollten Autofahrer insbesondere am Morgen und in der Nacht mit Wildwechsel rechnen und den Fahrstil entsprechend anpassen. Wir haben einige Tipps zusammengestellt.

    Besondere Vorsicht sollte auf Straßenabschnitten walten, die von Eichen gesäumt werden. Hungrige Rehe machen sich gern über herunterfallende Eicheln her.
    Fahren Sie lieber langsam. Rehe nehmen schnellfahrende Autos nicht wahr. Wer Wild am Straßenrand entdeckt, sollte sein Fernlicht aus Abblendlicht schalten, abbremsen und hupen. Damit verscheucht man das Tier. Vermeiden Sie das Wild durch Fernlicht zu blenden, da es ansonsten die Orientierung verlieren kann und eher auf das Licht zu rennt.

    Und: Wer ein Reh/Wild entdeckt, muss mit mehreren Tieren rechnen, die die Straße überqueren wollen. Schließlich sind es Rudeltiere.

    Ist ein Zusammenstoß für den Autofahrer unvermeidbar, empfiehlt der ADAC beispielsweise, das Lenkrad festzuhalten und kontrolliert abzubremsen. Mit einem Ausweichmanöver bringt man unter Umständen sich und andere Verkehrsteilnehmer mehr in Gefahr. Der ADAC hat sogar Crash-Tests mit einem Wild-Dummy durchgeführt.

    Und was ist zu tun, wenn ein Wildunfall passiert ist?
    Ist es zu einem Unfall gekommen, sollten Sie zu aller erst Ruhe bewahren und die Unfallstelle absichern - Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Warndreieck aufstellen. Danach ist die Polizei (Notruf 110) über den Unfall zu informieren. Bleiben Sie beim verletzten Tier bis Hilfe eintrifft. Wer die Unfallstelle verlässt begeht Fahrerflucht. Ein verletztes Tier sollte allerdings nicht angefasst werden, da es in seiner Panik beißen könnte. Die Polizei wird das zuständige Jagdrevier informieren, dass einen Jäger vorbei schickt.

    Übrigens: Wer ein totes oder verletztes Tier mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.

    Und: Informieren Sie Ihre Kfz-Versicherung. Und machen Sie vom Unfallschafen und Tier Fotos. Gegebenenfalls sollten die Kontaktdaten von Zeugen aufgenommen werden. Vielleicht bestätigt Ihnen die Polizei auch den Wildschaden bereits vor Ort.

    Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?
    Kommt es zu einem Wildunfall kommt die Teilkaskoversicherung für Schäden am eigenen Fahrzeug auf. Allerdings muss der Wildunfall nachgewiesen werden. Sind Schäden an anderen Fahrzeugen, Verkehrsschildern oder einer Leitplanke entstanden, zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung.

    Das Bundesjagdgesetz regelt dabei, welche Tiere als Wildtiere anzusehen sind, beispielsweise Luchse, Füchse, Reh-, Dam- und Schwarzwild, Hasen und Wildkaninchen. In Ihren Versicherungsbedingungen sind die Tiere sicherlich auch aufgeführt.