• 19.12.2013

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    Wildunfall

    Welche Versicherung zahlt?

    Trotz aller Vorsicht lassen sich Wildunfälle nicht immer verhindern. Weit über 200.000 Kollisionen zwischen Wildtieren und Fahrzeugen ereignen sich pro Jahr in Deutschland. Für Schäden am Auto aus Wildunfällen kommt ausschließlich die Kaskoversicherung auf. Sie unterscheidet zwischen dem Zusammenstoß mit und dem Ausweichen vor einem Tier. 

    Bei einer Kollision übernimmt in der Regel die Teilkasko-Versicherung den Schaden am Auto. Voraussetzung ist, dass es sich um sog. Haarwild handelt. Dazu zählen nach dem Bundesjagdgesetz u. a. Schwarz- und Rotwild, Elche, Hasen, Füchse, Wildschweine, Wisente, aber auch Fischotter und Wildkatzen. 

    Bei Ausweichmanövern springt dagegen die Teilkaskoversicherung nicht generell ein. Sie kommt dann für den Schaden auf, wenn der Fahrer nachweisen kann, dass er als Rettungsmaßnahme ausweichen musste bzw. um einen größeren Schaden zu verhindern. Dies ist in der Regel meist nur bei einem Zusammenprall mit einem größeren Tier der Fall, wie z. B. mit einem Wildschwein, Reh oder Hirsch. Doch wer kleineren Wald- und Feldbewohnern wie Hase oder Fuchs ausweicht und dabei sein Auto beschädigt, erhält keine Leistung aus der Teilkaskoversicherung. Grund ist hier, dass durch das Ausweichen oft schlimmere Unfälle als durch eine Kollision entstehen und dazu andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden können. 

    Übernommen werden diese Schäden jedoch in der Regel durch die Vollkasko-Versicherung. Sie leistet auch dann, wenn es nicht zu einem Zusammenstoß mit einem Tier kommt oder wenn man auch einem kleinen Tier ausweicht. In der Vollkaskoversicherung ist jeder Unfallschaden versichert, auf die Ursache kommt es nicht an. Schäden Dritter, zum Beispiel entgegenkommender Autos, die in den Unfall verwickelt werden, zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung.

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