• 14.12.2017

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    Worauf ist bei einer Heizöllieferung zu achten?

     

    Spätestens wenn die Tage und Nächte kälter werden, läuft die Heizungsanlage auf Hochtouren. Dabei sollten aber gerade Besitzer von Ölheizungen rechtzeitig den Ölstand überprüfen. Ansonsten kann es sein, dass der Öltank leer ist, bevor die erste Kälteperiode uns Heim sucht. Wir möchten Ihnen Tipps mitgeben, worauf Sie bei Ihrer nächsten Heizöllieferung achten sollen.

    Tipp 1: Wann sollte Heizöl bestellt werden?
    Bevor Sie die nächste Lieferung für Heizöl beauftragen, sollten Sie die Preise im Blick haben. Schließlich variieren die Ölpreise recht stark. Teilweise wird behauptet, dass das Heizöl im Sommer deutlich günstiger ist. Dies wird von der Statistik nicht bestätigt. Im Gegenteil, häufig sind die Ölpreise im Januar und Februar deutlich günstiger. Manchmal sogar im Dezember.
    Außerdem können Sie Geld sparen, wenn Sie beispielsweise mit Nachbarn eine Sammelbestellung aufgeben.
    Und: Bevor Sie bestellen, überprüfen Sie den Inhalt Ihres Öltanks. Wieviel Liter sind im Tankbehälter noch vorhanden? Wenn Sie keine Ölstandanzeige am Tank selbst haben, müssen Sie im Zweifel selbst nachmessen -  mit einem Zollstock.
    Einfacher geht es mit einer Tanksonde. Diese wird von Außen an der Öltankwand oder an einer Wand von einem Fachmann angebracht. Über eine Pegelsonde beziehungsweise Füllstandssonde wird der Heizölstand im Tank gemessen.
    Der Vorteil: Die Technik bietet eine hohe Genauigkeit. Ein leerer Öltank kann sogar per SMS auf Ihr Handy geschickt werden.

    Tipp 2: Was ist zu beachten, wenn das Öl geliefert wird?
    Wenn die Heizöllieferung kommt, müssen Sie Ihre Heizung vorher abstellen. So wird verhindert, dass Luft in den Tank gerät. Achten Sie darauf, dass der Tankwagenführer das Zählwerk am Tankwagen auf "Null" stellt, damit Sie die Tankmenge überprüfen können. Am besten ist es, wenn Sie den Fahrer vor der Betankung darüber informieren, dass Ihnen die Überprüfung wichtig ist. Achten Sie auch auf ein gültiges Eichsiegel.
    Machen Sie den Einfüllstutzen ihrer Tankanlage dem Fahrer frei zugänglich. Im Winter heißt dies auch, dass sie den Weg zur Tankanlage von Eis und Schnee befreien sollten, damit der Tankwagenfahrer nicht ausrutscht.
    Übrigens: Bei der Betankung sollte das Heizöl eine Temperatur von 15 Grad haben. Ansonsten kann sich das Volumen verändern (ausweiten oder zusammenziehen). In warmen Monaten weitet sich das Heizöl aus, so dass es mehr Volumen einnimmt. Die Folge: Sie zahlen mehr Liter als tatsächlich geliefert worden sind.
    Informieren Sie sich beim Tankwagenfahrer über die Temperatur des Heizöls.

    Tipp 3: Und nach der Öllieferung?
    Kontrollieren Sie nach der Betankung den Lieferschein. Stimmt die angegebene Ölmenge? Stimmen Preis und ggf. Sondervereinbarung überein? Wenn Sie den Lieferschein unterschreiben, wird eine spätere Reklamation schwierig.
    Und schalten Sie zwei bis drei Stunden nach der Öllieferung die Heizung erst wieder ein. So vermeiden Sie das Schwebstoffe, die sich im Öl befinden, in den Brenner geraten und diesen verdrecken.

    Welche Versicherung kommt für den Schaden auf, wenn ein Öltank ausläuft?
    Läuft ein Öltank aus, folgen häufig auch finanzielle Probleme. Denn wenn der Inhalt ins Erdreich sickert, werden der Boden und das Grundwasser kontaminiert. Der verseuchte Boden muss ausgebaggert und als Sondermüll entsorgt werden. Ohne eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung bedeutet das für Grundstückseigentümer hohe finanzielle Folgen.
    Übrigens: In unseren Tarifen Direkt Plus und Direkt Max der Privathaftpflichtversicherung ist das Gewässerschadenrisiko für Keller-Öltanks bis zu einem Fassungsvermögen von 5.000 bzw. 10.000 Litern beitragsfrei mitversichert, vorausgesetzt, der Versicherungsnehmer wohnt ständig in dem Haus.