• 20.07.2017

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    Zecken - Die Gefahr lauert draußen

     

    In freien Wiesen lauern Zecken

    Endlich Sommer. Die warmen Temperaturen locken einen nach Draußen. Egal ob im eigenen Garten oder in der Natur. Die Sommerfreuden nehmen ein jähes Ende, wenn man nach einem Spaziergang eine Zecke auf der Haut findet. Ein Zeckenbiss verursacht bei den Betroffenen häufig Panik und es schwirren viele Fragen im Kopf herum. Muss man den Blutsauger von einem Arzt entfernen lassen? Muss die betroffene Stelle behandelt werden? Und wie schütze ich mich vor weiteren Zeckenbissen?
    Wir möchten Ihnen Tipps an die Hand geben, die Ihnen weiterhelfen, mit einer solchen Situation umzugehen.

    Wie kommt man überhaupt an eine Zecke?
    Zecken befinden sich am häufigsten im hohen Gras, feuchten Laub oder Büschen. Geht ein Mensch oder Tier vorbei, klettern die Spinnentiere (sie sind keine Insekten) auf den Wirt und suchen sich eine geeignete Stelle, um mit ihrem Mundwerkzeug durch die Haut zu gelangen.
    Dass sie sich von Bäumen fallen lassen, ist ein Irrglaube. Vermeiden Sie es lieber über ungemähte Wiesen zu gehen. Die eigene Rasenfläche im Garten sollte in den Sommermonaten ebenfalls regelmäßig gemäht werden. Zecken gibt es überall. In der Stadt genauso wie auf dem Land.

    Beißen oder stechen Zecken?
    Wir sprechen bereits die ganze Zeit vom Zeckenbiss. Dabei geht die Meinung auseinander, ob Zecken beißen oder stechen. Wahrscheinlicher ist ein Beißen. Schließlich nutzen sie ihr Mundwerkzeug, um durch die Hautstellen zu kommen. Hierfür suchen sich Zecken dünne Hautpartien am Körper aus. Meist in der Kniekehle, Achselhöhle, am Hals oder Kopf (hinter den Ohren).

    To Do´s nach einem Aufenthalt in der Natur
    Wer von einem längeren Aufenthalt in der Natur nach Hause kommt, sollte die Kleidung komplett wechseln und den Körper nach möglichen Zeckenbissen oder noch krabbelnden Spinnentieren absuchen. Dies gilt besonders für Kinder. Eine präventive Maßnahme könnte sein, lange Kleidung zu tragen, die die Arme und Beine bedecken. Bei hochsommerlichen Temperaturen ist dieser Ratschlag wahrscheinlich schwer umzusetzen.

    Was ist zu tun, wenn eine Zecke zugebissen hat?
    Am besten ruhig bleiben, aber schnell handeln.  Dies ist wichtig, um sich vor einer Borreliose zu schützen. Die Erreger dieser Infektionskrankheit befinden sich nämlich im Magen-Darm-Trakt der Zecken und gelangen erst nach 12 bis 24 Stunden nach dem ersten Saugen in die Wunde.
    Zecken am besten mit einer Zeckenzange, -karte oder Pinzette entfernen. Dabei sollte das Spinnentier dicht an der Haut umfasst werden und dann vorsichtig gerade heraus gezogen werden. Wichtig: Der Kopf muss dabei mit entfernt werden. Die Wunde kann vorsichtshalber desinfiziert werden. Bleibt der Kopf beim Entfernen stecken, lieber einen Arzt aufsuchen, der den Kopf komplett entfernt.
    Zeckenzangen oder -karten gibt es in Drogeriemärkten oder in der Apotheke.

    Achtung!
    Auf keinen Fall auf die Zecke Öl, Klebstoff oder andere Mittel geben, um sie zu ersticken. Damit versetzt man die Zecke in einen Todeskampf, in dem sie zusätzlich Flüssigkeit absondert und unter Umständen Borreliose oder FSME-Erreger überträgt. Durch FSME-Erreger kann eine Hirnhautentzündung entstehen.
    Und: In manchen Regionen in Deutschland - in Bayern und Baden-Württemberg - wird empfohlen, sich gegen die Folgen von Zeckenbissen zu impfen. Dies kann auch für Urlauber ratsam sein. Lassen Sie sich rechtzeitig von Ihrem Hausarzt beraten, da es mehrere Monate dauert, bis die Immunisierung abgeschlossen ist.

    Weiter Informationen über Zecken finden Sie auf unserer Website in den folgenden Beiträgen:

    - Wenn die Zecke zubeißt

    - Kleiner Biss - große Wirkung

    - Jetzt stechen und beißen Sie wieder zu (PDf)

    Der richtige Versicherungsschutz
    Was ist, wenn durch einen Zeckenbiss beispielsweise Borreliose ausgelöst wird und man dauerhafte, körperliche Einschränkungen hinnehmen muss? Viele private Unfallversicherungen sehen mittlerweile auch Krankheitsverläufe wie Borreliose und  FSME als Unfallfolge an, so dass man im Fall der Fälle über die private Unfallversicherung Leistungen erhält.