• 24.05.2017

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    Zero-Waste-Bewegung

    Auf Müll verzichten und Geld sparen

    Weniger Müll in die Umwelt

    In unserer heutigen Konsumgesellschaft gibt es eins im Überfluss: Müll. Vor allem Plastikverpackungen belasten die Umwelt und unsere Geldbeutel. Kann man ohne Müll leben?
    Die klare Antwort: Ja! Es geht auch ohne Müll bzw. der Müll im Haushalt kann durch einfache Maßnahmen zumindest reduziert werden. Dies schont die Umwelt  und Hausbesitzer können dabei sogar Geld sparen. Wie das geht, möchten wir - von der Grundeigentümer-Versicherung - Ihnen gern zeigen und ganz nebenbei ein paar Tipps an die Hand geben, wie Sie ihren Müll reduzieren können.

    Durchschnittlich wirft jeder Deutsche zirka 450 kg Haushaltsmüll pro Jahr weg. Das sind mehr als 1 kg pro Tag. Vielerorts wird bereits Papier, Glas, Biomüll und Wertstoffe getrennt. Das ist gut, da viele Wertstoffe recycelt werden können. Allerdings bedarf das Recycling von Wertstoffen auch viel Energie. Cleverer ist es da bereits im Vorfeld weniger Hausmüll zu produzieren. Gerade der Bedarf an Plastikverpackungen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Schuld daran ist meist der Einzelhandel. Schließlich werden Lebensmittel mittlerweile ausschließlich in Plastik-Verpackungen angeboten. Sogar Salatgurken werden in Plastik eingeschweißt! Laut Bundesumweltamt dauert es sage und schreibe 10-20 Jahre, bis eine Plastiktüte "zerfällt", ein Styroporbecher in 50 Jahren und eine Plastikflasche ist erst in 450 Jahren.

    Zeit umzudenken! Zero-Waste-Bewegung
    Aufgrund wachsender Müllberge hat sich weltweit die Zero-Waste-Bewegung entwickelt. Dies sind Menschen, die versuchen weitestgehend auf Müll zu verzichten. Müll ganz zu vermeiden, ist fast unmöglich. Mann kann allerdings durch einfache Maßnahmen, den eigenen Konsum überdenken und vielerorts Müll einsparen.                                                                                                                                                                    Dies fängt zum Beispiel bei einem Coffee to go an. Viele Kaffeehäuser bieten bereits Mehrweglösungen an oder akzeptieren, wenn man seinen eigenen, wiederverwertbaren Becher mitbringt. Oder man lässt sich im Supermarkt keinen Einkaufsbon ausdrucken, der zu Hause sowieso gleich im Altpapiermüll landet. Laut Zero-Waste-Bewegung soll man versuchen, alles was nicht vermieden werden kann zu recyceln oder zu kompostieren. Dass das klappt, zeigen viele Blogger. Pionierin ist Bea Johnson, Französin, die mit ihrer Familie in Kalifornien, USA lebt. Sie zeigt in ihrem Blog zerowastehome, dass man durchaus Müll vermeiden kann. Sie hat auch ein interessantes Buch "Glücklich leben ohne Müll" zu diesem Thema herausgebracht, dass viele praktische Tipps liefert.

    5 Tipps zur Müllvermeidung - die jeder einhalten kann.

    Tipp 1: Tragen Sie Ihren Einkauf nicht in Plastiktüten nach Hause, sondern nutzen Sie Jute-Beutel. Packen Sie am besten in jede Tasche einen Jute-Beutel, dann vergessen Sie ihn beim nächsten Einkauf nicht.

    Tipp 2: Kaufen Sie lieber Mehrwegflaschen aus Glas und nicht aus PET oder Einwegflaschen. Kaufen Sie im Supermarkt Lebensmittel, die nicht in Plastik verpackt sind - am besten direkt auf dem Wochenmarkt Obst und Gemüse einkaufen. In den Großstädten gibt es mittlerweile Läden, die unverpackte Lebensmitteln verkaufen. Eine Liste mit Adressen finden Sie hier.

    Tipp 3: Viele Elektrogeräte können repariert werden, wenn Sie kaputt gehen sollten. In vielen Städten finden sich Rentner oder Bastler zu Reparatur-Treffs zusammen und bringen die Gegenstände gegen eine Spende wieder zum Laufen. Hier finden Sie eine Initiative in Ihrer Nähe.

    Tipp 4: Verzichten Sie auf Strohhalme in Ihren Getränken und auf Coffee to go- Becher. Außerdem können Sie beim Brötchenholen, einen Brotstoffbeutel von zu Hause mitbringen. Das Pausenbrot für die Kinder oder für die Mittagspause kann in Metalldosen verpackt werden. Getränke lieber in Mehrweg-Glasflaschen umfüllen.

    Tipp 5: Kompostieren Sie Ihren Biomüll. Vieles kann auch weiterverwendet werden. So dient dann der aufgebrühte Kaffeesatz beispielsweise als Dünger für Rosen, Rhododendron, Hortensien oder Blaubeeren genutzt werden. Getragene Kleidungsstücke können vielleicht ebenfalls wiederverwendet werden, so wird z.B. au einem alten T-Shirt vier Putzlappen, oder aus einem alten Oberhemd ein Kleid für die Tochter. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Raum.

    Und wie kann man jetzt Geld sparen?
    Wer es schafft weniger Verpackungen wegzuschmeißen, wird es am eigenen Leib erleben. Es wandert beispielsweise kaum noch Müll in die Restmülltonne, die Biotonne ist auch nur halb gefüllt und die "gelbe Tonne" hat auch am Abholtag kaum Inhalt. Dann können Sie beispielsweise die Größe der Mülltonnen reduzieren bzw. die Abholung durch Ihren Versorger ändern lassen. Die Müllgebühren können so reduziert werden.

    Allerdings sind die Anforderungen von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Informieren Sie sich über Ihren Entsorgungsanbieter.

    Wer in Mehrfamilienhäusern lebt, hat es natürlich deutlich schwerer, hier Kosten zu sparen, da diese über die Gemeinschaft abgerechnet werden. Vielleicht schaffen Sie es aber auch, Ihre Nachbarn für das Thema "Müllvermeidung" zu begeistern und es können langfristig die Abholtage reduziert werden.

    Das Bundesumweltamt hat eine interessante Broschüre zum Thema Abfall herausgebracht. Diese kann kostenlos hier heruntergeladen werden.