• Baufinanz-Lexikon


    Unser kleines Baufinanz-Lexikon erläutert wichtige und häufig gesuchte Stichwörter zu Ihrer Baufinanzierung.

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    Abgeschlossenheitsbescheinigung

    Die Abgeschlossenheitsbescheinigung für den Immobilieneigentümer von der jeweiligen Baubehörde auf Antrag ausgestellt. Sie bescheinigt, dass sämtliche Nummerierten Wohnungen baulich wirklich so getrennt worden sind, dass es sich hier tatsächlich um eigenständige und in sich abgeschlossene Wohneinheiten handelt. Diese Bescheinigung benötigen Eigentümer von Immobilien für den Verkauf Ihrer Immobilie.

    Ablösetermin

    Der Ablösetermin bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem ein bestehender Darlehens- oder Kreditvertrag ausläuft und durch ein anderes  Kreditinstitut abgelöst werden  kann.

    Abschlussphase

    Die Abschlussphase ist der Beginn eines jeden Bausparvertrages. Bei Vertragsabschluss müssen die Bausparsumme und die gewünschte Sparrate an den Bausparer angepasst werden. Die Bausparsumme setzt sich aus dem Bausparguthaben und dem vom Sparer benötigten Bauspardarlehen zusammen.

    Abschreibung (degressive)

    Die degressive Abschreibung ist eine Abschreibungsform bei der sich die Beträge der Absetzung für Abnutzung (AfA) aus einem Absetzungssatz (prozentual) berechnen. Dies hat zur Folge, dass die AfA nicht in gleichbleibenden Abschreibungsbeträgen erfolgt, sondern das Gebäude in langsam kleiner werdenden Abschreibungsbeträgen von der Steuer abgesetzt wird.

    Absetzung für Abnutzung

    Hiermit bezeichnet die für die Steuer relevante Wertminderung aller Wirtschaftsgüter während ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bei Anschaffungs- und Herstellungskosten von Immobilien können diese auf die gesamte wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Gebäudes verteilt und steuerlich abgesetzt werden. Übrigens sind Grundstücke generell von der AfA ausgeschlossen.

    Abtretung

    Rechte und Ansprüche aus Bausparverträgen oder Finanzierungsverträgen können an Dritte abgetreten werden. Üblich ist es zum Beispiel, dass ein bestehender Bausparvertrag als Sicherheit für ein Darlehen an eine Bank abgetreten wird. Man spricht dann auch von einer Sicherungsabtretung.

    Allgemeine Bedingungen für Bausparverträge (ABB)

    Hierbei handelt es sich um die vertragliche Grundlage für den Abschluss eines Bausparvertrages und müssen dem Bausparer bei Vertragsabschluss zur Verfügung gestellt werden.

    Annuitätendarlehen

    Ein Annuitätendarlehen bedeutet "Schulden tilgen" von der ersten Monatsrate an. Immobilienkäufer oder Bauherren profitieren von besonders günstigen Zinskonditionen und niedrigen monatlichen Raten. Dabei setzt sich die monatliche Rate aus zwei Bestandteilen zusammen: dem Zins- und dem Tilgungsanteil. Da die Restschuld kontinuierlich mit jeder Rate schrumpft, verringert sich auch der Anteil an den Zinsen und der Tilgungsanteil steigt.

    Anschlussfinanzierung

    Die Anschlussfinanzierung bezeichnet den Vorgang nach Ablauf der Zinsbindungsfrist wenn noch ein Restdarlehensbetrag vorhanden ist und der Darlehensnehmer diese neu bei einem Finanzpartner neu festlegen muss. Dieses kann, muss nicht aber bei der alten Bank sein. Siehe dazu: Prolongation als Anschlussfinanzierung

    Der Darlehensnehmer kann aber auch die neue Zinsfestschreibung bei unterschiedlichen Banken anfragen und sich für den Anbieter mit den für ihn besten Konditionen entscheiden. Mehr Informationen zur Anschlussfinanzierung

    Auflassung

    Ist die Einigung zwischen Käufer und Verkäufer über den Übergang des Eigentums von dem Verkäufer an den Käufer. Endgültig wirksam wird diese jedoch erst, wenn der Käufer als neuer Eigentümer in das Grundbuch eingetragen ist.

    Auflassungsvormerkung

    Die Auflassungsvormerkung ist im Paragraphen 883 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) durch den schuldrechtlichen Anspruch auf die Übertragung des Eigentums an einer Immobilie geregelt. Ist die Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen, kann das Grundstück nicht an einen zweiten Interessenten vermittelt werden. Das bedeutet, dass die Auflassungsvormerkung die Ansprüche des Käufers der Immobilie solange schützt, bis dieser Endgültig als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen ist.

    Baudarlehen & Baugeld

    Ein Baudarlehen ist nicht mit einem allgemeinen Privatkredit zu vergleichen, es handelt sich um ein Darlehen, das lediglich für die Finanzierung eines Immobilienerwerbes oder einer baulichen Maßnahme an einer Immobilie verwendet werden darf. Der Höhe von Baugeld oder Baudarlehen ist keine Grenzen gesetzt, sie wird je nach Finanzierbarkeit individuell vereinbart.

    Baufertigstellungsversicherung

    Die Baufertigstellungsversicherung ist eine Versicherung zur Sicherstellung eines Bauvorhabens. Sie sorgt dafür, dass ein möglicher finanzieller Mehraufwand, der zum Beispiel durch einen Baustopp oder die Insolvenz des Bauunternehmers während der Bauphase entstehen könnte, den Bauherren nicht in den Ruin treibt. Die Baufertigstellungsversicherung wird vom Bauunternehmer abgeschlossen und muss den Bauherren auf Wunsch vorgelegt werden.

    Baufinanzierung

    Vor einem Neubau oder dem Kauf einer bestehenden Immobilie muss im ersten Schritt die Kapitalbeschaffung zur Finanzierung des Projekts geklärt werden. Die Möglichkeiten einer solchen Baufinanzierung sind facettenreich und können zusammen mit einem Finanzexperten optimal ausgeschöpft werden.

     

    Lesen Sie hier weiterführende Informationen für eine erfolgreiche Baufinanzierung.

    Bauhelferversicherung

    Hierbei handelt es sich um eine Versicherung für die privaten Helfer auf der Baustelle. Sie wird jedoch nur benötigt, wenn der Bauherr in Verbindung mit Dritten auf der Baustelle Eigenleistung beim Hausbau erbringen will.

    Baukreditrechner

    Ein Baukreditrechner hilft bei der Errechnung des eigenen Finanzierungsbedarfs. Mit einem Baukreditrechner kann man sicher die Kaufnebenkosten kalkulieren, er liefert einen monatlichen Zins- und Tilgungsplan für ein bestimmtes Immobiliendarlehen. Zudem kann man unterschiedliche Finanzierungsvarianten durchspielen.

    Bauleistungen

    Als Bauleistungen bezeichnet man jegliche Arbeiten, durch die das Bauwerk hergestellt, Instand gesetzt oder verändert wird. Ein Beispiel hierzu wäre das Verlegen von Bodenbelegen. Die Bauleistungen müssen jedoch nicht von einer Fachfirma, sondern können auch von einer Privatperson durchgeführt werden.

    Bauleistungsversicherung

    Die Bauleistungsversicherung (auch als Bauversicherung, Bauwesenversicherung bezeichnet) deckt unvorhersehbare Schäden auf Ihrem Bau ab. Abgesichert sind die in dem Versicherungsvertrag bezeichneten Baustoffe, Bauteile und Bauleistungen. Weitere Informationen zu der Bauleistungsversicherung lesen sie hier.

    Bauspardarlehen

    Ein Bauspardarlehen ist von der Art her dem Annuitätsdarlehen gleich und ist ausschließlich für wohnwirtschaftliche Zwecke zu verwenden. Wie beim Anniuitätsdarlehen sind hier die Rückzahlungsbeiträge gleichbleibend hoch. Jeder Bausparer hat nach Beendigung der Ansparphase Anspruch auf die vertraglich vereinbarte Darlehenshöhe. Der Vorteil eines Bauspardarlehens ist die besonders hohe Flexibilität, es besteht ein generelles kostenloses Sondertilgungsrecht. Im Schnitt wird ein Bauspardarlehen in 12 Jahren zurückgezahlt. Dadurch ist die monatliche Belastung höher als bei anderen Darlehensformen. Hier finden Sie weitere Informationen zur Baufinanzierung.

    Bausparen – die 3 Phasen kurz zusammengefasst

    Das Bausparen erfolgt in drei Abschnitten:

    1. Das Ansparen: In der ersten Phase des Bausparens muss der Bausparer zunächst ein Mindestguthaben ansammeln, um ein Bauspardarlehen erhalten zu können.
    2. Die Zuteilung und Auszahlung: Der Bausparer muss, nachdem er das Mindestguthaben angesammelt hat, auf die Zuteilung warten. Der Grund hierfür ist, dass nicht mehr Darlehen ausgezahlt werden, als Guthaben im „Topf“ ist.
    3. Darlehenstilgung: Das Bauspardarlehen wird wie ein normales Hypothekendarlehen bei einer Bank getilgt. Die monatliche Tilgungsrate setzt sich aus dem vereinbarten Zinssatz bei Vertragsabschluss und der festgelegten Tilgung zusammen und errechnet sich nicht aus der Darlehenshöhe wie bei einem normalen Darlehen, sondern aus der Bausparsumme.
    Bausparer

    Beim Bausparer handelt es sich im Allgemeinen um eine Privatperson. Diese hat mit der Bausparkasse direkt einen Bausparvertrag abgeschlossen. Es wird ein Vertrag nachdem § 1 Absatz 2 des Bausparkassengesetz (BauSparkG) abgeschlossen.

    Bausparguthaben

    Hierbei handelt es sich um die vom Bausparer geleisteten Beiträge auf seinen Bausparvertrag zuzüglich gutgeschriebener Zinsen. Dazu gerechnet wird auch die staatliche Förderung aus der Wohnungsbauprämie und der eventuellen vermögenswirksamen Leistungen.

    Bausparkasse

    Hierbei handelt es sich um Kreditinstitute deren Geschäftsgebiet sich auf Einlage von Bausparern aufzunehmen und in Baudarlehen für wohnungswirtschaftliche Zwecke umzuwandeln. Lediglich Bausparkassen sind von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht befugt, diese Art von Geschäften durchzuführen.

    Bausparkassengesetz (BSkG)

    Das Bausparkassengesetz ist die rechtliche Grundlage für die Geschäftstätigkeit von Bausparkassen. Hierauf bezieht sich auch die Grundlage für alle Verträge.

    Bausparsofortdarlehen

    Das Bausparsofortdarlehen überbrückt den Zeitraum,  in dem der Bausparer sein Darlehen benötigt und den Zeitpunkt der Zustellungsreife seines neuen oder bestehenden Bausparvertrages. Es handelt sich somit um eine Vorfinanzierung oder auch als Lösung zur Zwischenfinanzierung für den Bausparer.

    Bausparsumme

    Die Bausparsumme ist die im Bausparvertrag vereinbarte Summe. Die Bausparsumme richtet sich hierbei meistens an den jeweiligen individuellen Finanzierungsbedarf. Die vereinbarte Bausparsumme bleibt während der gesamten Vertragslaufzeit konstant.

    Bauspartarif

    Im Bauspartarif sind alle Konditionen und Rahmenbedingungen des Bausparvertrages genau hinterlegt. Die Höhe der Mindestansparsumme und die Mindestwartezeit, Spar- und Tilgungsbeiträge, sowie Höhe des Guthabens- und Darlehenszinsen sind hier genau nachzulesen.

    Bausparvertrag

    Sparvertrag, der mit dem Ziel einer Baufinanzierung abgeschlossen wird. Der Vertrag enthält die tariflichen Vereinbarungen mit der Bausparkasse, wie zum Beispiel: Vertragsdauer, Sparzins, Darlehenszins, Anspar- und Tilgungszeitraum etc. Bausparverträge werden - im Rahmen der vermögenswirksame Leistungen - steuerlich gefördert.

    Bereitstellungszinsen

    Wenn zwischen der vertraglich vorgesehenen Auszahlungsreife und dem tatsächlichen Abruf von Kreditmitteln ein größerer Zeitraum liegt, berechnet das Kreditinstitut sogenannte Bereitstellungszinsen oder Bereithaltungszinsen. In der Praxis wird der Zins entweder auf Grundlage sogenannter anrechenbarer und nicht anrechenbarer Bereitstellungszinsen berechnet. Anrechenbare Bereitstellungszinsen gehen vom nicht in Anspruch genommenen Darlehensanteil aus. Nicht anrechenbare  Bereitstellungszinsen beziehen sich auf den gesamten Kreditbetrag.

    Cap-Darlehen

    Ein Cap-Darlehen ist ein Kredit variablen Zinsen, die sich nach einem Referenzzinssatz richten. Gegen eine Gebühr kann das Zinsänderungsrisiko minimiert werden, indem eine Zinsobergrenze festgelegt wird. Die Vorteile für Bauherren ergeben sich aus der Möglichkeit, Verträge kurzfristiger zu kündigen, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird.

    Damnum oder Disagio

    Ein Damnum oder auch Disagio bezeichnet einen Abschlag auf den Auszahlungsbetrag eines Darlehens. Gemeint ist hier die Differenz zwischen einem aufgenommenen Darlehen und dem tatsächlichen Auszahlungsbetrag nach Abzug der Gebühren. Durch die Vereinbarung eines Disagios kann der nominale Darlehenszins für die gesamte Darlehenslaufzeit reduziert werden.

    Darlehensanspruch

    Ein Bausparer kann durch Abschluss eines Bausparvertrages und den damit verbundenen regelmäßigen Sparleistungen einen Rechtsanspruch auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen mit festem Darlehenszins während der gesamten Laufzeit erwerben.

    Darlehensvertrag

    Ein Darlehensvertrag bezeichnet einen schuldrechtlichen Vertrag, indem sich ein Kreditinstitut gegenüber einem Kreditnehmer zur Gewährung eines Darlehens zu vereinbarten, festgeschriebene Konditionen verpflichtet.

    Effektivzins

    Der effektive Jahreszins heißt auch Effektivzins, dieser stellt die als "jährlicher Prozentsatz" bezifferten Gesamtkosten eines Kredits dar. Im Gegensatz zum Sollzins berücksichtigt der Effektivzins auch Kosten wie beispielsweise Bearbeitungsgebühren, die ein Darlehen verteuern. Berücksichtigt werden hierbei insbesondere Kostenbestandteile wie Nominalzins, Agio, Disagio,  Bearbeitungsgebühren, Prämien für Restschuldversicherungen und  Kreditvermittlungskosten.

    Eigenheimzulage

    Die Eigenheimzulage war eine Fördermaßnahme, die am 1. Januar 2006 gestrichen wurde. Die Eigenheimzulage wird nur noch für den vollen Förderzeitraum gewährt, wenn vor dem 1. Januar 2006 der notarielle Kaufvertrag beurkundet oder der Bauantrag für eine neu zu errichtende Wohnung gestellt wurde.

    Eigenkapital

    Das Eigenkapital bezeichnet die Mittel, die dem Eigentümer selbst zur Verfügung stehen. Dazu gehören Bargeld, Festgeld, Wertpapiere, Bausparguthaben, Grundstücke, Eigenleistungen.

    Eigenleistungen

    Um die Kosten eines Bauvorhabens zu senken, kann der  Kreditnehmer  persönliche Leistung, die zur Einsparung von Lohnkosten und Material erbracht werden, mit in die Finanzierung einbringen. Auch die Arbeit von Verwandten und Freunden wird berücksichtigt. Damit Banken Eigenleistungen eines Bauherrn als Eigenkapitalersatz anerkennen, muss der Bauherr  qualifiziert genug sein. Der Wert der Eigenleistung wird in der Regel dadurch nachgewiesen, indem die Kosten, die bei einer Beauftragung eines Handwerkers anfallen, den Kosten gegenübergestellt werden, die anfallen, wenn der Bauherr selbst Hand anlegt.

    Finanzierungsplan

    Auf der Basis des Finanzierungsplans wird der Kapitalbedarf ermittelt. Berücksichtigt werden hierbei die gesamten Kosten, die auf den Bauherren zukommen, wie das benötigte Fremdkapital, vorhandenes Eigenkapital sowie Fördermittel, die in Anspruch genommen werden können.Sämtliche Einnahmen und Ausgaben werden gegenübergestellt. Das Ergebnis sollte so aussehen, dass die monatlichen Raten nur so hoch sind, dass noch genügend Platz für eine gewisse Lebensqualität und für die Bildung von Reserven bleibt.

    Fremdkapital

    Unter Fremdkapital versteht man Hypothekendarlehen der Banken, Bauspardarlehen, zinsvergünstigte Förderdarlehen von Bund und Ländern oder Arbeitgeberdarlehen. Also alle Gelder, die der Bauherr oder Immobilienkäufer nicht aus eigenen Mitteln aufbringen kann.

    Grundbuch

    Jedes Grundstück unterliegt in Deutschland der Grundbuchpflicht. Das Grundbuch ist ein vom zuständigen  Amtsgericht geführtes öffentliches Verzeichnis, welches Auskunft über die Rechtsverhältnisse eines Grundstücks gibt. Hier sind u. a. folgende  Informationen vermerkt: Lage, Größe und Nutzungsart des Grundstücks, die genaueren Eigentumsverhältnisse sowie gegebenenfalls, ob Lasten oder Beschränkungen auf dem Grundstück liegen.  Das Recht zur Einsichtnahme des Grundbuchs hat nur derjenige, der berechtigtes Interesse nachweisen kann.  Er kann einen Auszug vom Grundbuch beantragen.

    Grundbuchamt

    Jeder Bezirk hat sein eigenes Grundbuchamt, was in der Regel das zuständige Amtsgericht ist, wo das Grundbuch geführt wird. 

    Grunderwerbsteuer

    Die Grunderwerbssteuer ist eine in Deutschland erhobene Steuer, die beim Erwerb eines Grundstücks oder eine Grundstücksteils anfällt. Da diese Steuer eine sogenannte Ländersteuer ist, variiert der Steuersatz je nach Bundesland zwischen 3,5 Prozent (in Sachsen und Bayern) und 6,5 Prozent (in Schleswig-Holstein) der Bemessungsgrundlage. In Hamburg liegt die Grunderwerbssteuer bei 4,5 Prozent für alle Erwerbsvorgänge, die nach dem 31.12.2008 verwirklicht wurden.

    Grundschuldbestellung

    Zusätzlich zum Darlehensvertrag kommt es meist zur Grundschuldbestellung. Mit dieser Grundschuldbestellung zur Eintragung einer Grundschuld sichert sich die Bank gegen mögliche Zahlungsausfälle durch den Darlehensnehmer ab. Erst danach folgt die Eintragung ins Grundbuch.  Sollte der Darlehensnehmer nicht in der Lage sein, seine Verbindlichkeiten zu begleichen, hat die Bank somit ein sogenanntes Pfandrecht am Grundstück, Haus oder Eigentumswohnung. In Abgrenzung zur Hypothek bezieht sich die Grundschuldbestellung nicht auf den vorher festgelegten Darlehensbetrag, sondern kann auch für weitere Kredite als Sicherheit eingesetzt werden.

    Hypothek

    Viele Baufinanzierung werden auf Grundlage einer Hypothek oder auch eines Hypothekendarlehens vergeben. Hiermit räumt der Darlehensnehmer seiner Bank das Recht ein, im Grundbuch ein Grundpfandrecht einzutragen. Das bedeutet: Kommt der Darlehensnehmer in Zahlungsschwierigkeiten, kann die Bank das Grundstück oder Immobilie zwangsversteigern.  Mit jeder Tilgung des Darlehens verringert sich auch die Hypothek. Ist das Darlehen komplett abbezahlt, dann erlischt auch das Pfandrecht der Bank. Es ist durchaus möglich, dass ein Grundstück mit mehreren Hypotheken belastet ist. Jede dieser Hypotheken bekommt einen Rang zugewiesen. Sollte es zu einer Verwertung kommen, wird jede Hypothek entsprechend ihres Ranges bedient.

    Hypothekenbank

    Eine Hypothekenbank oder auch Realkreditinstitut ist ein privatrechtliches Kreditinstitut, dessen Geschäftsbetrieb darauf gerichtet war, inländische Grundstücke zu beleihen. Sie entstanden im 19. Jahrhundert und haben mit Außerkrafttreten des Hypothekenbankgesetzes vom 19. Juli 2005 ihre rechtliche Bedeutung als Spezialbank verloren. Ihre Erlaubnis weiterhin Bankgeschäfte allgemeiner Art zu betreiben, gilt für Hypothekenbanken aufgrund  des Pfandbriefgesetzes vom 19. Juli 2005 fort.

    Hypothekendarlehen

    Als Hypothekendarlehen bezeichnet man ein Darlehen, das durch Grundpfandrechte gesichert ist. Durch die die Verpfändung der Immobilie verfügt das Bankinstitut über eine hohe Sicherheit, weshalb  Hypothekendarlehen auch eine der günstigsten Form der Darlehensaufnahme darstellen.

    Immobilienfonds

    Immobilienfonds bezeichnen verschiedene Gesellschaftsformen, die Kapital von mehreren Anlegern bündeln, um dieses in Immobilien zu investieren. Sie unterscheiden sich in einer Reihe von rechtlichen und wirtschaftlichen Konstruktionen. Im Wesentlichen unterscheidet man aber zwischen sogenannten "offenen" und "geschlossenen" Immobilienfonds:
    „Offene Immobilienfonds“ sind rechtlich identifizierbare Sondervermögen, die ausschließlich oder vorwiegend aus Immobilien bestehen. Der Immobilienfond ist offen, wenn es jederzeit möglich ist, Kapital einzuzahlen und zu entnehmen. Hier wird in der Regel von mehreren Anteilseignern in eine Vielzahl von Objekten investiert.
    „Geschlossene Immobilienfonds“ haben in der Regel den Zweck, nur ein Projekt zu finanzieren.  Deshalb wird der Fond, sobald das benötigte Kapital eingezahlt wurde, geschlossen. Aus- und Einzahlungen sind dann (ohne Sonderregelung) nicht mehr möglich. Juristisch gesehen, ist ein geschlossener Fonds als eine Personengesellschaft organisiert, wobei jeder Kapitalanleger  als Gesellschafter fungiert. Die Anzahl der Gesellschafter ist  beschränkt.

    Instandhaltungsrücklage

    Bei der Instandhaltungsrücklage handelt es sich um einen Pauschalbetrag, der vom Wohnungseigentümer regelmäßig für Reparaturen am Gemeinschaftseigentum zu zahlen ist. Das angesparte Vermögen gehört als Rücklage zum Gemeinschaftseigentum.

    Katasteramt

    Das Katasteramt oder auch "Liegenschaftsamt" führt die Liegenschaftsbücher. Hier werden Informationen und Daten über die Grundstücke einer Gemeinde gesammelt. Verzeichnet werden hier neben der geographischen Lage und Größe der Grundstücke, auch die Form und Abgrenzung der Flurstücke, die Flurstücknummern, Gemarkungsgrenzen und Straßennamen. Auch die Art der Nutzung wird hier näher beschrieben. (Vergleiche  hierzu auch „Grundbuch“)

    Kaufnebenkosten

    Zu den Kaufnebenkosten zählen alle Kosten, die über den eigentlichen Kaufpreis hinausgehen. Dazu gehören die Grunderwerbssteuer, Kosten für den Notar, Kosten für die Grundbucheintragung, Bankzusatzkosten als auch die etwaige Maklercourtage und Bereitstellungszinsen.

    KfW-Darlehen

    Die KfW ist die Förderbank der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Mittels  unterschiedlicher Programme werden Zuschüsse und zinsvergünstigte Kredite zur Förderung des Wohneigentums gewährt. Gefördert werden u.a. Wohnraummodernisierungen, energieeffizientes Bauen oder Sanieren, ökologisches Bauen oder der altersgerechte Umbau von vorhandenem Grundbesitz. Jede Privatperson und mittelständische Betriebe können unter bestimmten Voraussetzungen die Förderprogramme in Anspruch nehmen.

    Kreditkonsolidierung

    Bei einer Kreditkonsolidierung werden mehrere bestehende Kreditverbindlichkeiten zusammengefasst. Man spricht hier auch von Umschuldung. Ziel ist es die Summe der monatlichen Zinszahlungen zu senken und/oder die finanzielle Situation übersichtlicher zu gestalten. Es werden also viele kleinere Kreditverträge zu Gunsten eines höheren Darlehens mit besseren Konditionen umgeschuldet. Das macht natürlich nur Sinn, wenn die zukünftigen Zinsaufwendungen insgesamt geringer ausfallen als die Bedinungen der einzelnen Kredite.

    Maklercourtage

    Eine Maklercourtage oder auch  Maklerprovision wird fällig, wenn zum Beispiel  ein Grundstück oder eine Immobile durch einen Makler vermittelt wird. Die Höhe der Provision wird zwar frei vereinbart, üblicherweise liegen die Provisionssätze bei Vermittlung von Grundstücken sowie Ein- und Mehrfamilienhäusern aber zwischen 3 bis 6 % des Kaufpreises.
    Der Rechtsanspruch der Maklerprovision wird durch das BGB § 652 ff. begründet und geregelt.

     

    Miteigentumsanteil

    Der Miteigentumsanteil ist nach deutschem Wohnungseigentumsrecht das rechnerische Teilstück des gemeinschaftlichen Eigentums einer Wohnungseigentümergemeinschaft, das auf einen Eigentümer entfällt.  Zum Gemeinschaftseigentum zählen alle Bestandteile des Gebäudes sowie Außenanlagen, die nicht zum Sondereigentum eines einzelnen Eigentümers gehören. Die Miteigentumsanteile sind die Grundlage für die Verteilung der Kosten des Gemeinschaftseigentums, die nicht vom Sondereigentümer selbst getragen werden. Je mehr Miteigentumsanteile ein Eigentümer hat desto größer ist auch sein Anteil an den Kosten. Viele  Eigentümerversammlungen regeln zudem ihre Beschlussfähigkeit und Stimmrechte über die vertretenen Miteigentumsanteile.

    Nettodarlehensbetrag

    Der Nettodarlehensbetrag bezeichnet den Kreditbetrag, auf den der Darlehensnehmer aufgrund eines Darlehensvertrages einen Anspruch hat. Das ist die Summe, die dem Schuldner tatsächlich ausgezahlt wird - exklusive Zinsen und anderer Nebenkosten. Man spricht auch von Nettosumme oder Auszahlungsbetrag.

    Notargebühren

    Lediglich Grundstückskaufverträge, die von einem Notar beurkundet wurden, sind rechtskräftig. Die Notargebühren richten sich nach der Gebührenordnung der Notare und nach dem für die Kaufabwicklung notwendigen Aufwand. In erster Linie hängt die Höhe der Notarrechnung vom Kaufpreis des Grundstücks oder Objektes ab. Zusätzlich  schlagen beispielsweise Gerichtskosten des Grundbuchamtes, Löschungen von Belastungen oder Eintragungen von Wege- oder Wohnrechten zu Buche. Als Richtwert sollte man ca. 1,5 Prozent des Kaufpreises als notarielle Nebenkosten einkalkulieren.

    Prolongation

    Von Prolongation spricht man im Finanz- und Bankwesen, wenn die Laufzeit von Krediten, Geldanlagen und Wechseln verlängert wird. Bei den meisten Immobilienfinanzierungen besteht nach Ablauf der Zinsfestschreibung noch der Großteil des Darlehens. Zur Verlängerung des Darlehens unterbreitet der Gläubiger dem Darlehensnehmer ein Prolongationsangebot, wobei als Berechnungsgrundlage  die gleichen Bedingungen des schon bestehenden Bankvertrages in Bezug auf die Zinsbindung, die Monatsrate und eventuelle Sondertilgungsmöglichkeiten gelten. Lediglich der Zinssatz wird an den aktuellen Marktzins angepasst. Wenn der Schuldner mit den Konditionen des Prolongationsangebots der bisherigen Bank nicht einverstanden ist, hat er die Möglichkeit eine Umschuldung in die Wege leiten. Weitere Informationen zu Prolongation

    Restschuldversicherung

    Da während der langen Laufzeit von Immobilienfinanzierungen viele unvorhersehbare Ereignisse wie Krankheit, Todesfall oder Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers eintreten können, verlangen viele Gläubiger den Abschluss einer Restschuldversicherung. So zahlt diese Versicherung im Todesfall die ausstehende Restschuld des aufgenommenen Darlehens bzw. bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit die fälligen Raten. Die Restschuldversicherung stellt also  eine Darlehensabsicherung sowohl für den Schuldner als auch für den Gläubiger dar. Der Vorteil gegenüber einer Risikolebensversicherung, bei der eine feste Summe als Leistung vereinbart wird, ist, dass die Restschuldversicherung kontinuierlich an das zu bewältigende Risiko angepasst wird.

    Sondereigentumsanteil

    Ein Käufer kann innerhalb einer gemeinschaftlichen Anlage mit Eigentumswohnungen Sondereigentum für seine Wohnräume erwerben. Er erwirbt damit zusätzlich zu seinen Wohnräumen alleiniges Eigentum an weiteren Teilen der Wohnanlage. Dabei handelt es sich beispielsweise um Kellerräume oder Garagen. Aber auch innerhalb seiner Wohnräume besitzt der Eigentümer in der Regel einen Sondereigentumsanteil in Form von Bodenbelägen, Sanitärobjekten, Zimmertüren, Tapeten, Stuck und Putz sowie den nichttragenden Wänden. Tragende Wände, Dächer, Fenster, Treppenhäuser, Haus- und Wohnungstüren stellen dagegen keine Sondereigentumsanteile dar. In Abgrenzung zu Sondernutzungsrechten ist für die Instandhaltung nicht die Eigentümergemeinschaft zuständig, sondern der Sonderanteilinhaber ganz allein.

    Sondertilgung

    Sondertilgungen gehen über die in einem Kreditvertrag festgelegten Rückzahlungsvereinbarungen hinaus. Schon beim Abschluss des Darlehens können vom Kreditinstitut Sondertilgungen in einer bestimmten Höhe und Häufigkeit gewährt werden. Gegebenenfalls kommt aber bei einer außerplanmäßigen Rückzahlung auf den Kreditnehmer eine Vorfälligkeitsentschädigung zu.

    Tilgung

    Die Raten einer Baufinanzierung setzen sich im Wesentlichen  aus zwei Bestandteilen zusammen: dem Zins- und dem Tilgungsanteil. Unter der Tilgung versteht man die regelmäßige Abzahlung einer Schuldenlast in Form von Teilbeträgen. Die Höhe und Fälligkeit der Tilgungsraten werden durch Aufstellung  eines  Tilgungsplanes bei Vertragsabschluss einvernehmlich geregelt und sind bindend. Man unterscheidet hier zwischen planmäßigen und außerplanmäßigen Tilgungen, Ratentilgung und Einmaltilgung. Bei diesen Tilgungsarten werden die zusätzlich fällig werdenden Zinszahlungen nicht berücksichtigt.

    Bei der Annuitätentilgung hingegen stehen die Zinsen in einem mathematischen Verhältnis zur Tilgung. Da bei der Annuitätentilgung der sich aus Zins- und Tilgungsanteil zusammensetzende Annuitätenbetrag immer gleich bleibt,  erhöht sich der Tilgungsanteil in dem Maße wie sich der Zinsanteil verringert.

    Umschuldung

    Unter einer Umschuldung ist die Ablösung eines bestehenden Kredites durch ein neues Darlehen bei einem anderen Darlehensgeber zu verstehen. Siehe auch Prolongation:  Anschlussfinanzierung durch dasselbe Kreditinstitut.

    Neben dem organisatorischen Aufwand verursacht der Wechsel zu einer anderen Bank auch finanzielle Kosten, weil die Eintragung im Grundbuch geändert und  ein neues Wertgutachten erstellt werden muss. Als Richtwert muss der Darlehensnehmer ca. 0,2 Prozent der noch bestehenden Grundschuld für Gebühren kalkulieren. Grundsätzlich besteht laut BGB für jeden Darlehensnehmer das Recht, nach zehn Jahren den Darlehensvertrag zu kündigen. Bei Einhaltung dieser Frist muss keine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden. Die Kündigungsfrist von sechs Monaten vor Ablauf der Zinsbindung ist dabei allerdings zu beachten.

    Vollfinanzierung

    Eine Vollfinanzierung ist eine Immobilien- oder Baufinanzierung, bei der kein Eigenkapital vorhanden ist, welches in das Finanzierungskonzept eingebracht werden kann. Das heißt, die Immobilie wird komplett durch einen Kredit finanziert. Man spricht hier auch von einer 110-Prozent-Finanzierung (Eine 100%-Finanzierung bezieht sich hingegen auf den reinen Kaufpreis der Immobilie ohne Erwerbsnebenkosten) Da Banken bei einer 100-110%-Prozent-Finanzierung ein größeres Risiko eingehen, sind auch die Zinssätze und Belastungen in der Abzahlphase erheblich höher.

    Vorfälligkeitsentschädigung VFE

    Unter einer Vorfälligkeitsentschädigung (kurz VFE) versteht man im Bank- und Kreditwesen den finanziellen Ausgleich für die außerplanmäßige bzw. vorzeitige Tilgung eines Darlehens mit einer Zinsfestschreibungszeit.

    Wohnungsbauprämie

    Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Subvention in Deutschland - mit dem Ziel, Menschen zu fördern, die sich eine Immobilie bauen oder kaufen möchten. Anspruch auf Wohnungsbauprämie haben gemäß Wohnungsbauprämiengesetz alle in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtigen Personen ab 16 Jahren oder Vollwaisen unabhängig vom Alter, wenn sie prämienbegünstigte Aufwendungen leisten und die Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Nach dem Wohnungsbauprämiengesetz werden 8,8 Prozent der einem Bausparkonto gutgeschriebenen Beträge als Wohnungsbauprämie gewährt. Allerdings nur bis zu den Höchstbeiträgen für Alleinstehende bis 512 Euro und für Verheiratete bis 1.024 Euro pro Jahr. Die Einkommensgrenze, bis zu der Bausparer einen Anspruch auf Wohnungsbauprämie haben, beträgt 25.600 Euro bzw. 51.200 Euro.

    Zinsfestschreibung

    Unter einer Zinsfestschreibung versteht man einen definierten Zinssatz, der entweder über die gesamte Gesamtlaufzeit eines Kreditvertrages oder über einen bestimmten Zeitraum der Vertragslaufdauer vereinbart wird.

    Zwischenfinanzierung

    Eine Zwischenfinanzierung dient zur Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfs.Wenn beispielsweise bei einem Bauvorhaben die benötigten finanziellen Mittel nicht punktgenau zur Verfügung stehen, hilft ein zwischenfinanziertes Darlehen, diesen Engpass zu überbrücken.Eine solche Finanzierung wird von Banken meist für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren angeboten.

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