• Günstige Darlehen bei der Anschlussfinanzierung


    Viele Bauherren vergessen nach dem Abschluss ihre Baufinanzierung und erfreuen sich an ihrem eigenen Haus. Doch die Zinsbindung läuft nach einigen Jahren aus und muss neu verhandelt werden. Die bisherige Bank bietet dann in der Regel ein Verlängerungsangebot. Wer dieses Angebot ohne weitere Vergleiche annimmt, verschenkt in den meisten Fällen sehr viel Geld und verlängert den Kredit unnötig. Oft kommen derartige Angebote einer Irreführung nahe und sind weit von der aktuellen Markt- und Zinssituation entfernt. Deshalb empfiehlt es sich, Vergleichsangebote einzuholen.

    Frühzeitig neue Angebote einholen

    Der Zinsmarkt ist derzeit für Bauherren extrem positiv aufgestellt. So sollte sich niemand auf eine neue Baufinanzierung einlassen, die noch die alten Konditionen oder schlechtere Bedingungen aufgreift. Daher ist einer der wichtigsten Tipps, die frühzeitige Information.

    Ein Forward-Darlehen vereinbaren

    Es kann sich lohnen, längere Zeit im Voraus bereits ein Forward-Darlehen zu vereinbaren. Das Darlehen ist bereits dann zinssicher, wenn es noch längst nicht benötigt wird. Bei dieser Darlehensform werden die momentan gültigen günstigen Zinsen festgeschrieben, obwohl die Anschlussfinanzierung noch nicht benötigt wird. Diese sogenannte Vorlaufzeit kann bis zu 66 Monate dauern und sollte üblicherweise keine Bereitstellungszinsen oder Gebühren kosten. Lediglich ein geringer Zinsaufschlag wird in den meisten Fällen für diese langfristige Zinsgarantie auf den Kredit aufgeschlagen. Es ist oft ein reines Rechenbeispiel, ab welchem Zeitpunkt sich das Forward-Darlehen lohnen kann. Gerade in Zeiten besonders niedriger Zinsen wird das Forward-Darlehen zu einem interessanten Instrument bei der Hausfinanzierung. Es bleibt natürlich ein Risiko bei dieser Darlehensform: Sinken die Zinsen unerwartet doch noch weiter, ist eine Anpassung nicht möglich.

    Volltilgerdarlehen - schuldenfrei zum Laufzeitende

    In den Rechenbeispielen der verschiedenen Test- und Verbraucherorganisationen ist über die gesamte Finanzierungslaufzeit eines Hauses gesehen, das Volltilgerdarlehen die finanziell günstigere Variante. Doch gerade zu Beginn des Hausbaus ist dies für viele Bauherren nicht zu realisieren, da die monatliche Belastung oft höher ist.

    Leider bieten einige Kreditinstitute ihren Kunden nicht unbedingt das für sie günstigste Modell zur Finanzierung an. So werden von den Banken oft Finanzierungsmodelle empfohlen, die vielleicht im Moment eine geringere monatliche Belastung ergeben, aber zum Ablauf der Finanzierung eine hohe Restschuld aufweisen, die anderweitig finanziert werden muss. Oft werden diese Hypotheken mit einer Kapitallebensversicherung verbunden. Eine Kombination von Tilgung und Zinszahlung ist jedoch bei einer Anschlussfinanzierung zu empfehlen.

    Durch die frühzeitige Bindung an niedrige Zinsen, wie sie das oben beschriebene Forward Darlehen bieten kann, besteht die Möglichkeit, die monatliche Belastung trotz der vollen Tilgung so niedrig anzulegen, dass die Hypothek bis zum Eintritt in die Altersrente abgezahlt ist.

    Abschließende Überlegungen zur Anschlussfinanzierung

    Beim Bau eines Hauses oder dessen Kauf geht es natürlich auch darum, im Rentenalter mietfrei zu wohnen. Die Höhe der Rente ist deutlich geringer als das momentane Einkommen und alle zusätzlichen Rentenversicherungen, die abgeschlossen werden, sind nicht in der Lage, diese Lücke zu schließen. Schuldenfrei vor der Rente zu sein, ist daher das passende Ziel einer weiteren Finanzierung. Je nach Wohngegend bedeutet mietfreies Wohnen eine reale Rentenerhöhung in Höhe der ortsüblichen Kaltmiete. Durch eine lange Bindung an niedrige Zinsen sichern Sie sich frühzeitig ein entspanntes Rentenalter ohne Sorgen um finanzielle Aspekte.