• Informationen zur Bauleistungsversicherung (Bauversicherung)

    Bauversicherung für alle denkbaren RisikenBaustellen sind bei Unwetter gefährdet

    Dass eine Immobilie versichert werden muss, erscheint logisch: Unwetter oder Rohrbrüche können erhebliche Sachschäden verursachen und den Hausherren damit vor enorme finanzielle Probleme stellen. Besonders kritisch ist die Zeit während der Bauphase. Fehler durch den Bauunternehmer kommen leider nicht selten vor; außerdem ist ein halb fertiges Haus bei Sturm oder starken Niederschlägen besonders gefährdet. Auch Kosten, die durch Materialfehler verursacht, werden von der Bauversicherung (auch Bauleistungsversicherung oder Bauwesenversicherung) getragen. Um jedes denkbare Risiko zu versichern, sollte vor dem Vertragsabschluss die Police der Bauversicherung geprüft und mit den eigenen Anforderungen abgeglichen werden. 

    Höhere Gewalt ist Bauherrenrisiko

    Denn während die Bedingungen anderer Versicherungen oft sehr ähnlich sind, existieren bei der Bauleistungsversicherung zwei unterschiedliche Vertragsbedingungen, die angewendet werden können. Die "Allgemeine Bedingungen für die Bauwesenversicherung von Gebäudeneubauten durch Auftraggeber" (ABN). Hiermit sind alle Bauleistungen, die in Bezug auf das Gebäude anfallen eingeschlossen. Diese Bedingungen unterscheiden zwischen dem Bauherrenrisiko und dem Unternehmerrisiko, welche beide von der Police abgedeckt werden. Der Bauherr sollte sich deshalb gegen alle denkbaren Schäden versichern. Dazu gehören beispielsweise auch unabwendbare Ereignisse und höhere Gewalt, womit in der Regel Sachschäden gemeint sind, die durch Unwetter oder Naturgewalt entstehen. Im konkreten Fall kann zumeist nur in Gerichtsverhandlungen geklärt werden, ob es sich um ein unabwendbares Ereignis handelt. 

    Was sind unabwendbare Ereignisse?

    Kommt es beispielsweise im Hochsommer zu einem schweren Schaden durch Hagel, dürfte der Bauunternehmer diesen kaum einkalkuliert haben können. Anders sieht es hingegen im Herbst aus. Zunächst  würde dann geklärt werden müssen, ob der Bauunternehmer übliche Schutzsicherungen getroffen hat. Grundsätzlich sollte sich der Bauherr allerdings für beide möglichen Risiken versichern. Denn speziell in der Baubranche ist es üblich, dass vergleichsweise kleine Unternehmen mit hohen Summen bei Einzelaufträgen wirtschaften. Insolvenzen sind deshalb leider recht häufig und können dafür sorgen, dass eine Haftung durch das Unternehmen gar nicht mehr möglich ist. 

    Schäden durch Vandalismus: Kein Mangel der Bauleistung

    Im Unterschied zur ABN schützt eine Versicherung nach den "Allgemeinen Bedingungen für dieBauwesenversicherung von Unternehmerleistungen" (ABU) nur die Bauleistung als solches ab. Durch diese ist allein die Dienstleistung des Bauunternehmers versichert. Die ABU lassen sich daher am besten auf Projekte des Straßen- oder Tunnelbaus anwenden. Mögliche Schäden treten meist durch Materialfehler oder eine fehlerhafte Ausführung auf. Kommt es beispielsweise zu Schäden durch Vandalismus, liegen diese nicht im Bereich des mit dem Bau beauftragen Unternehmens. In diesem Fall greift der Versicherungsschutz nicht. Der Schutz von Gebäudeneubauten während der Entstehung nach den ABN ist daher ebenfalls anzuraten. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen über die Bauleistungsversicherung der Grundeigentümer-Versicherung.