• Das Risiko einer Unterversicherung

    Die Hausratversicherung ist ein nützlicher Schutz, der in keinem Haushalt fehlen sollte. Denn wenn Schäden durch Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus nach einem Einbruch, Leitungswasser, Sturm und Hagel im eigenen Zuhause entstehen, schützt die Hausratversicherung vor finanziellem Verlust. Das aber auch nur, wenn die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme auf korrekten Angaben Versicherungsnehmers basiert. Ansonsten droht eine Unterversicherung.

    Unterversicherung bei der Pauschalberechnung

    Versicherungspolicen beziehen sich üblicherweise auf Pauschalberechnungen. Je nach Versicherungsgesellschaft werden zwischen 600 und 700 Euro pro Wohnquadratmeter versichert, für die im Schadenfall ein finanzieller Ausgleich gewährleistet wird. Allerdings ist die pauschalierte Versicherungssumme auch die Höchstgrenze der Erstattung, auch wenn sich der Sachschaden höher belaufen sollte. Daher ist eine genaue Angabe der Wohnquadratmeter notwendig, um eine Unterversicherung zu vermeiden.

    Unterversicherung bei Sachwerten

    Die Höchstgrenze der Erstattung ist auf die vereinbarte Versicherungssumme begrenzt. Wenn Ihr tatsächlicher Versicherungswert höher ist als die Versicherungssumme, dann ist eine Unterversicherung eingetreten und die Erstattung wird anteilig berechnet. Geben Sie bei Vertragsabschluss die Sachwerte mit einem zu niedrigen Wiederbeschaffungspreis (Neuwert) an, ist somit die Gefahr einer Unterversicherung groß, und diese kann Sie teuer zu stehen kommen. Um dieses Problem zu vermeiden, können Sie eine Versicherungspolice auswählen, in der die Klausel "Unterversicherungsverzicht" vereinbart gilt, beziehungsweise empfiehlt es sich auch, in den Vertragsbedingungen das Kleingedruckte lesen, ob eine Unterversicherung ausgeschlossen wird.

    Einkaufsbelege von Wertsachen immer gut aufheben

    Im Schadenfall ist es dringend erforderlich, dass Sie dem Versicherer den Wiederbeschaffungspreis der beschädigten Hausratgegenstandes nachweisen. Das kann anhand von Kaufbelegen geschehen. Handelt es sich um Wertgegenstände wie Schmuck oder Gemälde, sollten diese anhand von Expertisen oder anderen Wertgutachten sowie Fotos belegt werden. Versichern Sie besondere Wertgegenstände und schützen diese in einem Tresor gegen Einbruch und Diebstahl, müssen die Behältnisse den Anforderungen der jeweiligen Versicherungsbedingungen entsprechen.

    Plan B: Wertgegenstände listen

    Können Sie anhand von Belegen oder Wertgutachten keine Schätzung der Werte vornehmen, ist eine Wertermittlungsliste von Vorteil, die online erhältlich ist und einen Überblick über die Werte von Hausrat bietet. Diese Wertermittlungsliste kann Ihnen sehr nützlich sein, wenn ein finanzieller Schaden eingetroffen ist und es darum geht, der Versicherung den genauen finanziellen Verlust mitteilen zu können.

    Tipp: Tarifrechner schützen vor jeder Unterversicherung

    Unser Tarifrechner zur Hausratversicherung hilft Ihnen dabei, individuell und unverbindlich eine Ermittlung der Versicherungsprämie vorzunehmen, damit Sie bei Gefahren durch Diebstahl, Brand, Einbruch oder Unwetter nicht eine Unterversicherung vornehmen und sich in ausreichender Höhe versichern.