Versicherungslexikon

Für mehr Wissen über Versicherungen von A bis Z

Unser kleines Versicherungslexikon erläutert wichtige und häufig gesuchte Stichwörter sowie typische Sachverhalte rundum Risiken, Tarife und Leistungen, mit denen sich die Versicherer in Deutschland befassen.

Darüber hinaus finden Sie im Versicherungslexikon Erklärungen zu spezielleren Begrifflichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und Versicherungsrecht. Und damit ist noch lange nicht Schluss: Das Versicherungslexikon wird von uns in regelmäßigen Zeitabständen überarbeitet und erweitert. Sobald uns wieder ein interessantes Stichwort zum Thema Versicherungen begegnet, werden Sie schon bald eine praxisnah geschriebene Erklärung dazu im Lexikon finden.

Wir hoffen, dass diese Informationen Ihnen helfen, bislang wenig bedachte Gefahrensituationen aus dem beruflichen und privaten Alltag zukünftig besser einzuschätzen. Natürlich auch im Hinblick für kompetente Fragen an den Versicherungsberater Ihres Vertrauens.

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  • Abhandenkommen

    Abhandenkommen können Sachen durch Diebstahl oder Verlust. Kommen Sachen bei einem Einbruchsdiebstahl abhanden, werden diese in der Hausratversicherung ersetzt.

    Ablauf

    In den Versicherungsschein (Police) eingesetzte Versicherungsdauer. In der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung verlängert sich der Versicherungsvertrag nach Erreichen des Ablaufdatums stillschweigend von Jahr zu Jahr, wenn er nicht von einem der beiden Vertragspartner unter Einhaltung der vereinbarten Frist, die in der Regel drei Monate vor dem jeweiligen Ablauf beträgt, gekündigt wird.

    Absturz von Luftfahrzeugen

    Brand-, Explosions- und Trümmerschäden, die durch Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges, seiner Teile oder Ladung entstehen, sind im Rahmen der Feuerversicherung  in der Gebäude- und Hausratversicherung mitversichert.

    Abwasserschäden

    Abwasserschäden ist ein Begriff der Haftpflichtversicherung. Unter Abwasser versteht man in seiner Brauchbarkeit gemindertes und deshalb abgeleitetes Wasser. Sachschäden durch Abwässer sind nach den Allgemeinen Versicherungsbedingungen vom Versicherungsschutz der Haftpflichtversicherung ausgeschlossen. In der Privathaftpflicht sind jedoch Sachschäden durch häusliche Abwässer beitragsfrei mitversichert. Für Sachschäden durch industrielle und gewerbliche Abwässer ist eine besondere Umwelthaftpflichtversicherung erforderlich.

    Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB)

    Die allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) bilden die Rechtsgrundlage von Versicherungsverträgen. Die Vertragsbedingungen sind unabhängig von besonderen Einzelrisiken eines speziellen Versicherungszweiges zu verstehen.

    Allmählichkeitsschaden (AHB)

    Ein Allmählichkeitsschaden tritt durch die allmähliche Einwirkung von Temperatur, Gasen, Dämpfen oder Feuchtigkeit und Niederschlägen ein und kann einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden verursachen.

    Alterseinkünftegesetz (AltEinkG)

    Das Alterseinkünftegesetz trat am 01.01.2005 in Kraft und regelt die einkommensteuerliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbzügen. Siehe auch "Drei-Schichten-Modell".

    Amtshaftpflichtversicherung

    Die Amtshaftpflichtversicherung oder Diensthaftpflichtversicherung ist eine besondere Berufshaftpflichtversicherung für Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst (Beamte, Angestellte, Arbeiter). Der Versicherungsschutz gilt für Schäden, welche die Beschäftigten im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit verursachen. 

    Anlagerisiko (Haftpflicht)

    Bestandteil der Betriebshaftpflichtversicherung. Der Versicherungsschutz trägt Schäden, die durch den Zustand oder Unterhalt von Gebäuden, Standorten, Räumlichkeiten und Anlagen verursacht wurden. 

    Antrag

    Er ist die wesentliche Grundlage des Versicherungsvertrages. Mit ihm äußert der Kunde den Wunsch, eine Versicherung abzuschließen. Er beantwortet die für den Versicherungsumfang und die Einschätzung des Risikos durch den Versicherer notwendigen Fragen und unterschreibt ihn.

    Architekten-Haftpflichtversicherung

    Die Haftpflichtversicherung für Architekten deckt Schadenersatzforderungen bei Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden ab, die durch Planungsfehler entstanden sind. 

    Arglistige Täuschung

    Die Versicherungsgesellschaft kann ihre Annahmeerklärung wegen arglistiger Täuschung bei Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht anfechten. Wirkung: Der Vertrag ist von Anfang an nichtig.

    Assekuranz

    Assekuranz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet ganz einfach: Versicherung.

    Assistance-Leistungen

    Hilfeleistungen, die ein Versicherungsnehmer im Rahmen seines Versicherungsvertrages sofort und unmittelbar in Anspruch nehmen kann, sofern er diese vereinbart hat. Beispiele:
    24-Stunden-Hotline für Schlüsseldienst oder für Fahrdienste.

    ATA-Versicherung

    ATA steht für „allgemeine technische Anlagen“. Eine ATA-Versicherung versichert also zum Beispiel Apparate der Fernsprechtechnik und der Signaltechnik (Alarmanlagen, Gemeinschaftsantennen und Telefonzentralen). Apparate der Mess-, Film- und Fototechnik, Leuchtreklamen oder Automaten werden ebenfalls über die ATA-Versicherung versichert.

    Aufhebung von Versicherungsverträgen

    Gemäß der Freigabe der Versicherung (§ 311 Absatz 1 BGB) ist es erlaubt, dass Versicherer und Versicherungsnehmer einen Versicherungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen auflösen können.

    Aufräumungs- und Abbruchkosten

    Begriff der Sachversicherung. Aufwendungen nach einem Versicherungsfall für das Abbrechen stehengebliebener versicherter Gebäudefragmente und Einrichtungsteile, für den Abtransport des Schutts und für dessen Ablagern, Entsorgen oder Vernichten.

    Aufsichtspflicht

    Eine Aufsichtspflicht gilt für Eltern, Lehrer, Vormund, Erzieher, Kindergärtnerin oder auch medizinisches Personal. Auf aufsichtspflichtige Personen kann sich eine Verschuldungshaftung erstrecken - z. B. wenn Kinder durch bestimmte Handlungen Schaden verursachen. Siehe auch Verschuldungshaftung.

    Auftauschaden

    Ein Auftauschaden kann entstehen, wenn im Winter bei Frost das Wasser in den Leitungen, die nicht gegen Kälte geschützt sind, gefriert. Die Ursache: Das Volumen von Wasser vergrößert sich beim Gefrieren. In den Wasserrohren entsteht ein starker Druck, durch den die Rohre bersten können.

    Außenversicherung

    Kommt in der Hausratversicherung zum Zuge, wenn Sachen vorübergehend aus der Wohnung entfernt werden. In räumlicher Hinsicht besteht weltweit Versicherungsschutz.

    Auskunftspflicht

    Nach Eintritt des Versicherungsfalles muss der Versicherungsnehmer dem Versicherer jede Auskunft erteilen, die dieser zur Feststellung des Versicherungsfalls oder des Umfangs seiner Leistungspflicht für erforderlich hält und die dafür bedeutsam sein kann.

    Auslandsreisekrankenversicherung

    Privat vereinbarter Versicherungsschutz als Ergänzung zur Gesetzlichen Krankenversicherung für Erkrankungen während eines beruflichen oder privaten Auslandaufenthaltes. Erstattet werden die Kosten für eine ambulante und stationäre Behandlung, medizinisch erforderliche Rückführungen, darüber hinaus auch Bestattungs- und Überführungskosten.

    Auslandsschaden

    Ein Leistungsfall der KFZ-Versicherung, der bei Verkehrsunfällen von deutschen Verkehrsteilnehmern im Ausland eintreten kann. Die Schadenabwicklung betrifft sowohl Sach- und Vermögensschäden als auch Personenschäden.

    Ausschlussfrist - Unfallversicherung

    In den geltenden Allgemeinen Unfallversicherungsbedingen (§ 7 AUB 94 ) setzen Ansprüche aufgrund einer unfallbedingten Invalidität voraus, dass die zur Invalidität führenden Folgeschäden innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfallereignis von einem Arzt festgestellt wurden.

    Es ist die Pflicht, eines Versicherungsmaklers, den Kunden über diese Ausschlussfrist vor Vertragsabschluss aufzuklären.

    Ausschnittsdeckung

    Eine Ausschnittsdeckung sorgt in der privaten Unfallversicherung  (im Gegensatz zur Vollversicherung, in der alle Schäden durch ein Unfalls abdeckt sind) für gezielten Schutz in vertraglich definierten Bereichen und Gefahrensituationen. Das können beispielsweise eine Insassen-Unfallversicherung oder Reiter-Unfallversicherung sein.

    Basistarif

    Seit 2009 müssen private Versicherungsunternehmen in der Krankenversicherung einen Basistarif anbieten, dessen Leistungen den Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen.

    Bauartklassen

    In der Feuerversicherung übliche Einteilung der Gebäude nach Bauart und Bedachung. Neben den Bauartklassen I–V gibt es auch die Klasse S (Sonderklasse). In den Klassen I–III sind Gebäude mit harter Dachung eingeordnet, in die Klassen IV–V Gebäude mit weicher Dachung. Der Klasse S werden Gebäude mit feuerbeständigen Umfassungs- und Innenwänden sowie mit feuerbeständigen Dächern, Decken, Tragwerken und Treppen zugeordnet. Bei Fertighäusern gibt es die Klassen F1–F3.

    Bauherren-Risiko

    Unter dem Bauherren-Risiko versteht man Haftungsansprüche, die beispielsweise durch Schäden an Personen und Sachen resultieren, die von dem versicherten Grundstück und den darauf entstehenden Gebäuden ausgehen können, soweit diese nicht bereits durch Ihre Privathaftpflichtversicherung versichert ist.
    Dies können beispielsweise Schäden an Personen oder Sachen sein, die durch Schadhaftigkeit von Treppen und Wegen, mangelhafter Beleuchtung oder Glätte bzw. Verschmutzung von Gehwegen entstehen oder von sich lösenden Gebäudeteilen verursacht werden.

    Lesen Sie hier unsere Informationen zur Bauherrenhaftpflichtversicherung

    Bauherrenhaftpflichtversicherung

    Bei der Errichtung, Erweiterung oder Reparatur eines Gebäudes gibt es für den Grundeigentümer als Bauherrn verschiedene Schadenmöglichkeiten. Bis zu einer bestimmten Grenze ist das Bauherrenhaftpflichtrisiko bereits durch eine bestehende Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung mitversichert.Leistungen

    Baukostenindex

    Wird vom Statistischen Bundesamt errechnet und stellt die Grundlage zur Ermittlung der Baupreisveränderung gegenüber einem Basisjahr dar. Der Baukostenindex dient der Festsetzung des Neuwertfaktors in der verbundenen Wohngebäude- bzw. der Gebäudeleitungswasserversicherung.

    Bauleistungsversicherung

    Die Bauleistungsversicherung (Bauversicherung, Bauwesenversicherung) deckt unvorhersehbare Schäden auf dem Bau ab. Sie umfasst die in dem Versicherungsvertrag bezeichneten Baustoffe, Bauteile und Bauleistungen. Lesen Sie hier weitere Informationen zu Bauleistungsversicherung.

    Bauliche Grundstücksbestandteile

    Als bauliche Grundstückbestandteile gelten Sachen, die mit dem Grund und Boden des Versicherungsgrundstücks fest verbundenen sind, wie beispielsweise Zäune, Mauern, Wegbefestigungen, Schwimmbecken, Fahnenmast etc. und Gartenhäuser oder Carports, sofern sie bspw. auf Grund Ihrer Größe nicht als eigenständige Nebengebäude berücksichtigt werden müssen. Hier wird meist ein besonderer Einschluss in der Wohngebäudeversicherung verlangt, damit Versicherungsschutz besteht.

    Bauschadenversicherung

    Selten verwendetes Synonym für die Bauleistungsversicherung bzw. Bauwesenversicherung oder Bauversicherung, die Bauunternehmer und Bauherren vor unvorhersehbaren Schäden während der Bauzeit schützen.

    Beitrag

    Mitgliedschafts- und Versicherungsentgelt bei Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit. Aktiengesellschaften nennen das Versicherungsentgelt Prämie.

    Beitragsrechner

    Der Versicherungsbeitrag richtet sich nach Tarif und Leistungsumfang, die ein Versicherungsnehmer in Anspruch nehmen möchte. Per Beitragsrechner bzw. Tarifrechner kann man sich den Gesamtbeitrag individuell berechnen lassen.

    Bergungskosten (aus dem Bereich der Unfallversicherung)

    Bis zu einem festgelegten Höchstbetrag werden folgende Kosten übernommen:

    • Suchaktion nach Unfallverletzten
    • Rettung von Unfallverletzten
    • Transport ins nächste Krankenhaus
    • Heimtransport
    • Transport von Unfalltoten zum Heimatort
    Berufsgenossenschaften (GUV)

    Berufsgenossenschaften heißen die Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) für privatwirtschaftliche Unternehmen und die dort beschäftigten Mitarbeiter. Es gibt gewerbliche und landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften.

    Berufshilfe

    Darunter versteht man die Leistungen zur beruflichen Rehabilitation nach einem Berufsunfall, Wegeunfall oder einer Berufskrankheit.

    Berufsunfähigkeitsversicherung (BUZ)

    Die BUZ ist eine Zusatzversicherung zur Lebensversicherung oder Privaten Rentenversicherung. Ihre Leistungsmerkmale: Beitragsbefreiung in der Hauptversicherung und Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente. Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann auch als selbständiger Vertrag abgeschlossen werden und leistet allein im Falle einer der Berufsunfähigkeit.

    Billigungsklausel

    Die Billigungsklausel ist eine Regelung in der Versicherungspraxis, die helfen soll, Vertragsabschlüsse zu vereinfachen - z. B. im Fall, dass der Versicherer nach der Antragsprüfung Änderungen im Versicherungsschein vorgenommen hat. Der Versicherungsnehmer hat dann nach Erhalt der Unterlage einen Monat Zeit tätig zu werden, andernfalls gilt die Änderung als genehmigt.

    Biometrisches Risiko / Versicherung

    Biometrische Risiken bilden die Kalkulationsgrundlage für Leistungspakete von Versicherungsunternehmen. Spezielle finanzielle Risikogrößen werden über statistische Auswertungen berechnet und je nach Versicherungsart festgelegt. Innerhalb einer Lebensversicherung würden als biometrisches Risiko beispielsweise Invalidität, Langlebigkeit oder auch frühzeitiger Tod kalkuliert und abgedeckt.

    Blitzschlag

    Versicherte Gefahr der Feuerversicherung. Blitzschlag ist definiert als der unmittelbare Übergang eines Blitzes auf Sachen. Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf Sengschäden, Luftdruckschäden, Verformungen, Zersplitterungen oder Risse im Mauerwerk.

    Bodenkasko

    Die Bodenkasko (Bodenkaskoversicherung) dient der Absicherung von Umwelt-Eigenschäden (z.B. Schäden durch ausgetretenes Heizöl). Es handelt sich um eine Erweiterung der Umwelthaftpflichtversicherung für gewerbliche Betriebe.

    Borreliose

    Die Borreliose ist ein Sammelbegriff für diverse bakterielle Infektionskrankheiten. Diese werden durch Borrelien (Bakteriengattung) beim Menschen und bei Säugetieren ausgelöst, welche wiederum über Zeckenbisse bzw. Zeckenstiche übertragen werden.

    Brand

    Versicherte Gefahr der Feuerversicherung. Ein Brand ist ein Feuer, das ohne einen bestimmungsgemäßen Brandherd entstanden ist oder ihn verlassen hat und das sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag.

    Zu bestimmungsgemäßen Brandherden zählen Küchenherde, Kamine, Öfen, Grills, Kerzen, Streichhölzer, Zigaretten uvm.

    Brandstiftung

    Vorsätzliche Verursachung eines Schadens durch Brand. Sie wird vom Gesetzgeber härter geahndet als sonstige Sachbeschädigung, weil durch Brandstiftung Menschenleben oder Sachwerte in besonderem Maße gefährdet werden.

    Bruchschaden

    Bruchschäden sind in der Glasversicherung versichert. Darunter versteht man Glasschäden wie Risse oder Sprünge, zum Beispiel an Glasscheiben, Vitrinen, Spiegeln, Aquarien etc.

    Deckungslücke

    Deckungslücken können in der Gesetzlichen Krankenversicherung entstehen, wenn nur ein Teil der entstandenen Kosten von Krankenversicherer übernommen werden. Diese Deckungslücke kann der Versicherte mit Zusatzversicherungen der Privaten Krankenversicherung minimieren oder schließen.

    Deckungssumme

    Beziffert die maximale Höhe der Summe, die der Versicherer im Schadenfall reguliert.

    Deliktsfähigkeit

    Die Deliktsfähigkeit definiert die Voraussetzungen für die Verantwortlichkeit eines Schadenverursachers und den Haftumfang. Unterschieden wird zwischen der Deliktsunfähigkeit, der beschränkten Deliktsfähigkeit und der vollen Deliktsfähigkeit.

    Dichtheitsprüfung

    Man geht davon aus, dass ca. 60–70 Prozent der Abwasserleitungen auf privaten Grundstücken undicht sind und dadurch das Grundwasser verschmutzt werden könnte. Nach dem Hamburger Abwassergesetz haben deshalb Eigentümer ihre Abwasserleitungen auf Dichtheit zu prüfen. Liegt das Grundstück außerhalb eines Wasserschutzgebiets, muss dies bis zum Dezember 2015 durch eine Fachfirma erfolgt sein.

    Dienstreiseversicherung

    Reiseversicherung, die den Mitarbeitern eines Unternehmens  umfangreichem Schutz während einer Dienstreise bietet.

    Direktanspruch, Direkthaftung

    Eine Regelung in der Kfz-Haftpflichtversicherung, wobei der Geschädigte einen Direktanspruch an den Versicherer hat und Schadensansprüche geltend machen kann. Hier spricht man von Direkthaftung.

    Direktversicherung

    Teil der betrieblichen Altersversorgung (BAV). Eine Direktversicherung ist eine Lebensversicherung, die ein Arbeitgeber zugunsten eines Arbeitnehmers bei einem Versicherungsunternehmen in Deutschland abschließt. 

    Drei-Säulen-Modell der Altersversorgung

    Bis zum 31.12.2004 sprach man in der Altersversorgung von einem "Drei-Säulen-Modell", das aus gesetzlichen Rentenversicherungssystemen, der betrieblichen Altersversorgung (baV) und den Arten der privaten Altersvorsorge bestand. Das Modell wurde am 01.01.2005 vom Drei-Schichten-Modell abgelöst. Siehe auch "Drei-Schichten-Modell" und "Alterseinkünftegesetz".

    Drei-Schichten-Modell (Altersvorsorge)

    Das Drei-Schichten-Modell löste 2005 mit dem neuen Alterseinkünftegesetz das frühere Drei-Säulen-System der Altersvorsorge ab und unterteilt diese seitdem in drei Förderungsstufen (Schichten):

    1. Schicht: Basisvorsorge (gesetzliche Rente, Basisrente)

    2. Schicht: kapitalgedeckte Zusatzvorsorge (betriebliche Altersversorgung, Rieser-Rente über eine Direktversicherung, Pensionfonds, Pensionskasse)

    3. Schicht: übrige Vorsorge (private Rentenversicherung, Kapitallebensversicherung)

    Eigentumswechsel

    Übergang des Eigentums an einer beweglichen oder unbeweglichen Sache von einer Person auf eine andere. Im Erbfall geht das Eigentum ohne besonderen Übereignungsakt auf die Erben über. Der Erbe übernimmt automatisch die Rechte und Pflichten des Versicherungsnehmers.

    Einbruchdiebstahl

    Einbruchdiebstahl (ED) ist eine  Gefahr, gegen die sich Versicherungsnehmer im Rahmen der verbundenen Hausratversicherung absichern können.

    Im strafrechtlichen Sinne: Diebstahl infolge gewaltsamen Eindringens in einen Raum oder ein Gebäude, durch Verwendung falscher Schlüssel oder durch Einschleichen. Im versicherungsrechtlichen Sinne: Diebstahl im strafrechtlichen Sinne oder bei Verwendung von richtigen Schlüsseln, die vom Dieb vorher entwendet worden sind, ohne dass dies durch fahrlässiges Verhalten ermöglicht worden ist; auch einfacher Diebstahl, wenn die versicherte Sache durch Raub an sich genommen wird.

    Mehr Infos zum Einbruchdiebstahl

    Einstandspflicht

    Mit der Einstandspflicht ist die Pflicht von Versicherungen gemeint, für etwas einzustehen - also im Falle eines Schadens zu haften oder zu zahlen. Einstandspflichtig können auch Krankenkassen, Banken oder Behörden sein. Auch ein Bürge übernimmt mit seiner Bürgschaft eine Einstandspflicht gegenüber dem Gläubiger eines Dritten.

    Einsteigen

    Als Einsteigen bezeichnet man das Betreten eines privaten oder/und geschützten Raumes auf einem dafür regelmäßig nicht vorgesehenem Weg unter Einsatz einer gewissen Geschicklichkeit oder Kraft.

    Einwirkungsschäden

    Sachschäden, die durch die Einwirkung von versicherten Gefahren unmittelbar entstanden sind. Ein Beispiel dafür ist ein Brandschaden in der Hausratversicherung, der auf einen Blitzschlag zurückzuführen ist. Das Gegenteil zu Einwirkungsschäden sind Folgeschäden – zum Beispiel Löschwasserschäden nach einem Brand.
     

    Elementarschäden

    Elementarschäden entstehen durch das Einwirken von Naturgewalten. Dazu gehören zum Beispiel: Überschwemmung, Erdbeben, Rückstau, Erdfall, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch.


    Diese Gefahren können in Verbindung mit der Wohngebäudeversicherung oder Hausratversicherung über die "besonderen Bedingungen für die Versicherung weiterer Elementarschäden" ergänzend versichert werden. Die Grundeigentümer-Versicherung bietet diese Leistung optional zu den Tarifen Direkt Plus und Direkt Max an.

     

    Elementarversicherung

    Versichert werden Naturereignisse wie Überschwemmung, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen, Starkregen. Wird in der Regel in Verbindung mit der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen. Hier finden Sie weitere Informationen zur Versicherung von Elementarschäden.

    Entschädigungsgrenze

    Begrenzung der Versicherungsleistung auf Beträge, die regelmäßig unter der Versicherungssumme liegen. In der Sachversicherung werden sie für zusätzliche Einschlüsse von versicherten Gefahren vereinbart. Entschädigungsgrenzen werden als absolute Beträge, in Prozent der Versicherungssumme oder als Kombination dieser Möglichkeit vereinbart.

    Erbschaftsteuer

    Die Erbschaftsteuer erfasst die Bereicherung im Todesfall. Es gibt vier Steuerklassen, nach dem persönlichen Verhältnis des Erben zum Erblasser, mit unterschiedlichen Freibeträgen, Steuersätzen und -grenzen.

    Erfrierung

    Erfrierungen sind eine Schädigung des Körpergewebes durch Einwirkung von Kälte und Frost. Ihre Stärke wird in vier Schweregrade unterteilt. Eine Erfrierung entsteht entweder örtlich an Körperpartien wie Nase, Finger, Zehen etc. oder betreffen unter Umständen auch den ganzen Organismus.

    Ersatzleistungen

    Ersatzleistungen erfolgen in einem Schadenfall. Der Umfang der Ersatzleistung ergibt sich aus der Versicherungssumme, der Deckungssumme und der Höhe des Schadens.

    Explosion

    Versicherte Gefahr der Feuerversicherung. Explosion ist definiert als eine auf dem Ausdehnungsbestreben von Gasen oder Dämpfen beruhende, plötzlich verlaufende Kraftäußerung. Versichert sind Explosionen aller Art mit Ausnahme von Kernenergie. Entscheidendes Merkmal ist die Plötzlichkeit und Gewaltsamkeit des Verlaufs.

    Explosion (Hausratversicherung)

    Eine Gefahr, die in der verbundenen Hausratversicherung unter der Gefahr Feuer vertraglich abgedeckt wird.

    Fahrlässigkeit

    Fahrlässigkeit ist ein juristischer Fachausdruck, der die innere Einstellung eines Schadenverursachers gegenüber seiner Handlung beschreibt. Unterschieden wird in grobe und leichte Fahrlässigkeit. 

    Fahrraddiebstahl

    Möchte der Versicherungsnehmer sein Fahrrad gegen eine Entwendung absichern, dann kann der Fahrraddiebstahl zusätzlich zur Hausratversicherung abgeschlossen werden. Ohne Extraeinschluss sind entwendete Fahrräder in der Hausratversicherung nur nach einem Einbruchdiebstahl versichert.

    Fahrraddiebstahlversicherung

    Der Fahrraddiebstahl kann in die Hausratversicherung mit eingeschlossen werden. Der Versicherungsschutz ist häufig u. a. an die Bedingung geknüpft, dass das Fahrrad durch ein eigenständiges Fahrradschloss gegen Diebstahl zu sichern ist.

    Fahrzeugversicherung

    Die Fahrzeugversicherung ist ein Teil der Kraftfahrtversicherung (Kfz-Versicherung). Zum Gegenstand hat sie die Beschädigung oder den Verlust des versicherten Kraftfahrzeugs. Der Versicherungsumfang wird in Vollkasko und Teilkasko unterschieden. 

    Fälligkeit der Prämien

    Der erste oder einmalige Beitrag ist sofort nach Abschluss des Vertrages fällig. Die Zahlung der Folgeprämie ist am Anfang der vertraglich festgelegten Versicherungsperiode fällig.

    Familienversicherung

    Die Familienversicherung gehört zur gesetzlichen Krankenversicherung. Sie ist beitragsfrei für die Familienangehörigen des Versicherten.

    Feuerrohbauversicherung

    Der Rohbau eines Wohngebäudes kann kostenfrei für eine bestimmte Dauer gegen Feuerschäden versichert werden. Voraussetzung: Bei Abschluss der Feuerrohbauversicherung wird vereinbart, dass sich nach Bezugsfertigkeit des Gebäudes die normale Gebäudeversicherung anschließt.

    Folgeschäden

    Eine Hausratversicherung trägt auch Folgeschäden, welche durch eine andere versicherte Gefahr (Schaden) verursacht wurden. Das wäre beispielsweise ein Löschwasserschaden nach einem Brand.

    Forderungsausfalldeckung

    Durch die Forderungsausfalldeckung werden in der Privaten Haftpflichtversicherung die Schadenersatzanforderungen des Geschädigten abgesichert, falls der Schadenverursacher selbst keine Haftpflichtversicherung hat und nicht zahlen kann.

    Franchise

    Selbstbehalt eines Versicherten, um die Versicherungsgesellschaft von Bagatellschäden freizuhalten.

    Fremdversicherung

    Ein Fachausdruck aus der Lebensversicherung. Eine Fremdversicherung wird zugunsten einer dritten Person, die dann der Versicherte ist, abgeschlossen.

    Gebündelte Versicherung

    Eine gebündelte Versicherung ist eine Kombination aus unterschiedlich versicherbaren Gefahren. Im Gegensatz zur verbundenen Hausratversicherung, in der alle definierten Gefahren bereits erfasst sind.

    Gefährdungshaftung

    Eine Gefährdungshaftung ist eine Haftung für Schäden, wenn eine Person die Umgebung einer oder mehrerer Gefahren ausgesetzt hat. Das kann beispielsweise ein defekter Öltank sein, durch den die Umwelt verschmutzt wird.

    Gefahrenerhöhung / Hausratversicherung

    In einer bestehenden Hausratversicherung kommt es dann zu einer Gefahrenerhöhung, wenn eine Wohnung mehr als 60 Tage unbewohnt ist, durch Veränderung der bisherigen Gefahrensituation nach einem Wohnungswechsel oder auch, wenn bestimmte Bedingungen zur Sicherung des Hausrats (seitens des Versicherungsnehmers) nicht mehr erfüllt werden. Eine Gefahrenerhöhung liegt auch vor, wenn beispielsweise das Wohngebäude eingerüstet wird und sich so die Einbruchdiebstahlgefahr erhöht.

    Gefälligkeitsschaden

    Ein Fachbegriff aus dem deutschen Privatversicherungsrecht. Von einem Gefälligkeitsschaden spricht man, wenn der Schaden infolge einer sogenannten Gefälligkeitshandlung entsteht, beispielsweise während einer Nachbarschaftshilfe oder bei Gefälligkeiten unter Freunden.

    Genesungsgeld

    Das Genesungsgeld ist eine Leistung der Unfallversicherung in Verbindung mit Krankenhaustagegeld. Gezahlt wird Genesungsgeld nach einer stationären Heilbehandlung und je nach Tarif für bis zu 100 Tagen.

    Gesetzliche Unfallversicherung

    Die Gesetzliche Unfallversicherung (GUV) trägt berufsbedingte Unfälle. Dazu zählen auch Wegeunfälle und Berufskrankheiten.

    Lesen Sie bitte auch unsere Informationen zur persönlichen Unfallversicherung.

    Gesundheitsschädigung

    In der privaten Unfallversicherung spricht man von einer Gesundheitschädigung, wenn durch die Unfallwirkung die körperliche Unversehrtheit des Betroffenen beeinträchtigt ist. Körperliche Schäden werden von der Unfallversicherung abgedeckt, Sachschäden - beispielsweise zerrissene Kleidung - hingegen nicht.

    Gewässerschadenhaftpflichtversicherung

    Versichert die Anlagenhaftung von Inhabern von Heizöltankanlagen (siehe auch Öltankversicherung) bei Schädigung durch das Entweichen gewässerschädlicher Stoffe (Heizöl) - was eine Gefährungshaftung nach dem Wasserhaushaltsgesetz ist.

    Glasversicherung

    Versicherung von Glasscheiben und anderen Gegenstände aus Glas gegen Schäden durch Zerbrechen. Die Art der versicherten Gläser (Gebäude- und/oder Mobiliarverglasung) unterscheidet sich je nach Vertragsform. Nicht versichert sind z. B. Hohlgläser, optische Gläser, Beleuchtungskörper.

    Weitere Informationen zu Arten der Glasversicherung

    Gliedertaxe

    Das Herzstück der Unfallversicherung ist die Invaliditätsleistung bei Verlust oder Funktionsunfähigkeit von Gliedmaßen und Sinnesorganen. Gliedertaxe dienen hierfür zur Bemessung eines Invaliditätsgrades.

    Graffiti

    Graffiti ist ein Sammelbegriff für das Besprühen von Flächen mit Farbe aus Spraydosen (Bilder, Sprüche, Schriftzüge etc.). Häufig werden Graffiti illegal an Hauswänden und Mauern von privaten und öffentlichen Gebäuden angebracht. Eine Fassadenreinigung ist aufwendig und teuer. Die Kosten für den Schaden können zu bestimmten Tarifen von einer Gebäudeversicherung abgedeckt werden.

    Gruppenunfallversicherung

    Ab mindestens 3 vertraglich versicherbare Personen können in einer Gruppenunfallversicherung zusammengefasst werden, wodurch auch Rabatte auf Einzeltarife möglich werden. Gruppenunfallversicherungen findet man beispielsweise in Vereinen.

    Güterversicherung

    Synonym für die Transportversicherung zum Schutz gegen Gefahren auf Transportwegen.

    Haftpflicht

    Verpflichtung zum Schadenersatz nach Grundsätzen des Zivilrechts. Lesen Sie hierzu auch unsere Informationen bezüglich der Haftungsgrundsätze zur Privathaftpflicht.

    Haftpflichtversicherung

    Die Haftpflichtversicherung schützt versicherte Personen vor Schadensansprüchen anderer und erfüllt berechtigte Schadensersatzforderungen an diese.

    Haftung

    Haftung ist die rechtliche Pflicht zu Ersatzleistungen (Haftpflicht) nach einem verursachten Schaden.

    Haftungsversicherung

    Wie die Transportversicherung ein Teil der Speditionsversicherung und zugleich eine Pflichtversicherung für Spediteure.

    Hagel

    In der Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung sind Schäden durch Hagel sinngemäß mitversichert. Siehe auch unter "Sturm".

    Hakenversicherung

    Mit einer Hakenversicherung oder auch Hakenlastversicherung können sich Abschlepp-, Bergungsunternehmer oder Schwergutunternehmer vor Schäden absichern. Damit sind die am „Haken“ hängenden Waren oder Güter, für die der Unternehmer die Verantwortung übernommen hat, vor Unfällen, Verlust oder Beschädigung versichert.

    Haushaltsglasversicherung

    Glasbruch innerhalb von Wohnräumen wird nicht durch die Hausratversicherung geschützt. Die Haushaltsglasversicherung bietet sich somit als sinnvolle Zusatzversicherung an. Zum Beispiel für Möbelverglasungen, Fensterscheiben, Spiegelglas oder Glaskeramik-Kochflächen etc.

    Lesen Sie hier mehr Informationen zu Glasversicherungen

    Hausrat

    Unter Hausrat vesteht der Versicherer alle Gegenstände, die in einem Haushalt
    zur Wohneinrichtung gehören (Mobiliar, Gardinen etc.) und für den täglichen Gebrauch benötigt werden, z.B. Wäsche, Kleidung, Geschirr, Haushaltsgeräte, Rasenmäher genauso wie Nahrungs- und Genussmittel, Bargeld und Wertgegenstände.

    Hausratpolice

    Die Hausratpolice ist der Versicherungsschein zur Hausratversicherung mit den Vertragsmerkmalen des Versicherers - einschließlich aller weiteren individuellen Vertragsdaten.

    Hausrattarife

    Eine fachsprachliche Bezeichung aus der Versicherungsbranche. Mit Haussrattarifen sind die angebotenen Leistungen zu definierten Konditionen für eine Hausratversicherung gemeint.

    Hausratversicherung

    Kombinierte Versicherung des Hausrats. Versicherte Gefahren und Schäden sind Brand, Blitzschlag, Explosion, Luftfahrzeugabsturz, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus, Rohrbruch, Frost, Sturm und Hagel. Damit ausreichender Versicherungsschutz gegeben ist, ist in der Hausratversicherung grundsätzlich der Neuwert versichert.

    Heilbehandlung

    Darunter versteht man die medizinische Beseitigung oder Reduzierung von Unfallfolgen oder Berufskrankheiten. Zu einer Heilbehandlung zählen die ärztliche Versorgung, Arzneimittel, orthopädische Hilfsmittel, Pflegemaßnahmen und therapeutische Betreuung.

    Hotelkosten im Versicherungsfall

    Ist eine Wohnung nach einem Brand- oder Wasserschaden etc. nicht mehr bewohnbar, kommt die Hausratversicherung auch für die Kosten der Hotelunterbringung auf - maximal bis zu 100 Tagen. Die Höhe der Übernahme kann der Versicherungspolice entnommen werden.

    Hypothek

    Grundpfandrecht, also eine dingliche Belastung des Grundstücks zur Sicherung einer Forderung. Die Sicherheit entsteht mit der Eintragung in das Grundbuch.

    Implosion

    Die Gefahr einer Implosion entsteht bei der plötzlichen Zerstörung eines Hohlkörpers (Fernseher) durch hohen äußeren Überdruck nach einem inneren Unterdruck, was den Folgen einer Explosion ähnelt. In einer modernen Hausratversicherung ist die Implosion mitversichert.

    Individualversicherung

    Eine Individualversicherung kommt auf Grundlage eines privaten Versicherungsvertrages zwischen einem Versicherungsunternehmen und einem Versicherungsnehmer zustande. Er wird zur eigenen und freiwilligen privaten Vorsorge abgeschlossen.

    Insassenunfallversicherung

    Die Insassenunfallversicherung bietet Fahrzeuginsassen Versicherungsschutz bei einem Unfall infolge eines rechtmäßigen Gebrauchs eines versicherten Kraftfahrzeuges. Es wird unterschieden nach dem Pauschalsystem oder dem Platzsystem.

    Internationale Versicherungskarte

    Durch die Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr gilt eine Kfz-Haftpflichtversicherung aus Deutschland auch für andere europäische Länder innerhalb der EU. Die Internationale Versicherungskarte wird auch Grüne Versicherungskarte genannt.

    Invalidität

    Man spricht von Invalidität, wenn durch einen Unfall auf Dauer eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit eintritt.

    Invaliditätsleistung

    Die Invaliditätsleistung ist der Grundbestandteil der privaten Unfallversicherung. Voraussetzung dabei ist, dass die versicherte Person infolge eines Unfalls eine dauerhafte Beeinträchtigung von körperlichen Funktionen nachbehält. Die Höhe der Invaliditätsleistung richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme und dem dauerhaft bleibenden Invaliditätsgrad der anhand der Gliedertaxe festgelegt wird. Führt allerdings ein Unfall zum Tode, erbringt der Versicherer die vertraglich vereinbarten Todesfallleistungen.

     

    Mehr Informationen lesen Sie unter "Gliedertaxe" und "Todesfallleistung".

    Inventarversicherung

    Die Inventarversicherung bezieht sich (nur) auf geschäftliches Inventar. Gemeint sind beispielsweise kaufmännische und technische Betriebseinrichtungen. Hier kann sich der Unternehmer vor Schäden an der Ausstattung absichern.  Dazu gehören neben EDV-Equipment, Maschinen, Werkzeuge, Waren und Vorräte usw. Je größer der Anteil des Inventars am Betriebsvermögen, desto sinnvoller ist eine solche Police.

    Jagdhaftpflichtversicherung

    Jeder Besitzer eines Jagdscheins oder einer Jagdwaffe in Deutschland benötigt hierfür zuvor den Nachweis über den Abschluss einer Jagdhaftpflichtversicherung. Die mindestens zu vereinbarenden Versicherungssummen gibt der Gesetzgeber vor: Für Sachschäden gelten 50.000 Euro und für Personenschäden 500.000 Euro. Ratsam ist es jedoch, höhere Versicherungssummen als die vom Gesetzgeber vorgegebenen Versicherungssummen zu vereinbaren.

    Jahresarbeitsentgelt

    Zum regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt zählt man:

    - Grundgehalt

    - Übestundenpauschalen

    - Provisionen, Gewinnanteile,Tantiemen, Prämien oder Beteiligungen (am Erfolg)

    - Sachbezüge

    - Weihnachtsged, Urlaubsgeld

    - Vermögenswirksame Lesitungen

    Jahresarbeitsentgeltgrenze

    Die Jahresarbeitsentgeltgrenze wird auch als Versicherungspflichtgrenze bezeichnet. Sie legt fest, ab welchem Entgelt ein Arbeitnehmer in Deutschland in der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr als pflichtversichert gilt.

    Karenzzeit

    Als Karenzzeit bezeichnet man den Zeitraum nach dem Entstehen eines Versicherungsfalles bis zum Erbringen der für diesen Fall vertraglich vereinbarten Leistungspflicht.

    Kfz-Versicherung

    In der Umgangssprache geläufige Kurzform für die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung. Jeder Fahrzeughalter in Deutschland ist verpflichtet, für sein Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. 

    Kindernachversicherung

    Die Kindernachversicherung ist die Versicherung neugeborener Kinder im Rahmen der Privaten Krankenversicherung. Der Versicherungsschutz beginnt unmittelbar an dem Tag der Geburt, vorausgesetzt, dass das Neugeborene innerhalb von zwei Monaten nachgemeldet wird.

    Kinderunfallversicherung

    Die Kinderunfallversicherung gibt Kindern privaten Versicherungsschutz bei Unfällen, die in der Freizeit passieren - rund um die Uhr und weltweit.

    Kollektivversicherung

    Kollektivversicherungen werden überwiegend in der betrieblichen Altersvorsorge und in der privaten Krankenversicherung abgeschlossen. Der Vorteil der Kollektivversicherung ist neben einer möglichen Prämienersparnis und umfangreicheren Versicherungsbedingungen auch eine oftmals vereinfachte Gesundheitsprüfung.

    Kombinierte Versicherung

    Eine kombinierte oder auch verbundene Versicherung genannt, vereinigt mehrere Gefahren in einem Versicherungsvertrag mit einheitlichen Allgemeinen Versicherungsbedingungen.

    Kosmetische Operationen

    Kosmetische Korrekturen bei Unfallgeschädigten werden innerhalb der vereinbarten Versicherungssumme von der Unfallversicherung getragen. Dazu zählen Operationen, klinische Behandlungen, Arzthonorare und Medikamente.

    Kraftfahrtversicherung

    Die meisten Versicherungsverträge in Deutschland sind Abschlüsse von Kraftfahrtversicherungen. Die KFZ-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Mindestdeckungsumme beträgt in Deutschland 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 500.000 Euro für Sachschäden und 50.000 Euro für Vermögensschäden.

    Krankenhaustagegeld

    Besteht zur privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung auch eine Krankenhaustagegeldversicherung, erfolgt die Zahlung des Tagegelds für jeden Tag eines krankheitsbedingten stationären Aufenthalts.

    Krankentagegeldversicherung

    Die Krankentagegeldversicherung schließt die Versorgungslücke bei einer Arbeitsunfähigkeit, wenn die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers endet. In der Regel ist das bei Arbeitnehmern ab dem 43. Tag. Selbstständige haben diese Versorgungslücke bereits ab dem 1. Tag der Arbeitsunfähigkeit.

    Krankheitskostentarife

    In der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung gibt es Kranheitskostenvolltarife mit oder ohne Selbstbeteilung. Die Leistungsarten der Krankenkostentarife werden in folgende Bereiche unterteilt:

     

    - ambulante Behandlung (u.a. Untersuchung, Beratung, ambulate Operation,
      Arznei, Verbände, Massage, Hilfsmittel wie Gehhilfen, psychotherapeutische
      Behandlung)

     

    - stationäre Behandlung in einem Krankenhaus, unterscheidbar in
      Regelleistungen und Wahlleistungen (mit extra berechenbaren Kosten (u.a.
      Behandlung durch den Oberarzt)

     

    - zahnärztliche Behandlung (Zahnbehandlung, Zahnersatz, kieferorthopädische
      Behandlung)

    Kündigung

    Selbstverständlich kann man eine Versicherung kündigen, jedoch muss man die gesetzlich geregelte oder die vertraglich festgelegte Kündigungsfrist einhalten. Auf unbestimmte Zeit abgeschlossene Versicherungsverträge können von beiden Vertragspartnern nur auf den Schluss der laufenden Versicherungsperiode gekündigt werden.

    Kurkostenbeihilfe

    In der Unfallversicherung können Mehrkosten einer Kur nach einem Unfall, welche von gesetzlichen oder privaten Krankenversicherungen nicht übernommen werden, mitversichert werden.

    Laufende Prämie

    Versicherungsprämien sind Beiträge, die der Versicherungsnehmer an den Versicherer nach Abschluss eines Vertrags zahlt, womit der Versicherungsschutz beginnt. Laufende Prämien gehören zu den besonderen Rechtsvorschriften im Versicherungsvertrag. Sie richten sich nach der Versicherungsdauer und werden unterteilt in die Erstprämie und Folgeprämie.

    Lebensversicherungen

    Eine Lebensversicherung ist eine Individualversicherung, die unterschiedliche Erlebensfälle abdecken kann, zum Beispiel den Todesfall oder schwere Krankheiten und eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit. Darüber hinaus gehört auch die Private Rentenversicherung zu den Lebensversicherungen. 

    Leitungswasserschäden

    Versicherte Gefahr der verbundenen Wohngebäudeversicherung oder Hausratversicherung. Versichert sind Schäden durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser (Nässeschaden) sowie Rohrbruch und Frost (Bruchschaden).

    Logopädische Behandlung nach Unfall

    Sprachverlust oder auch Sprach- und Sprechstörungen nach einem Unfall werden von Logopäden behandelt. Ziel dabei ist es, das Sprechvermögen und/oder Verstehen des Unfallgeschädigten wiederherzustellen oder wenigstens zu verbessern.

    Löschwasserschaden

    Ein Löschwasserschaden gehört zu den Folgeschäden eines Einwirkungsschadens (Brand) und ist im Rahmen der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung mitversichert.

    Mediationsverfahren

    Mediation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: Vermittlung. Mediationsverfahren sind freiwillige Verfahren, bei denen mit Hilfe eines Dritten – dem Mediator – bestehende Konflikte, z. B. aus Nachbarschaftsstreitigkeiten, durch die Beteiligten selbst gelöst werden.

    Mehrleistung

    Mehrleistung ist eine Besonderheit innerhalb der Unfallversicherung im Fall eines höheren Invaliditätsgrades. Die Mehrleistung gleicht die finanziellen Ausfälle von schwerverletzten Versicherungsnehmern besser aus.

    Mietausfall

    In der verbundenen Wohngebäudeversicherung ist der Mietausfall bzw. der Mietverlust für eine Dauer von bis zu 12 Monaten abgedeckt, wenn das versicherte Gebäude aufgrund eines Schadens durch eine versicherte Gefahr (Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel) vorübergehend nicht bewohnbar ist. Einschließlich fortlaufender Nebenkosten bei vermietetem Wohnraum. Für selbst genutztes  Wohneigentum zahlt die Versicherung den ortsüblichen Mietwert (Mietspiegel) ohne Nebenkosten.

    Mietkaution(sversicherung)

    Eine sog. Mietkautionsversicherung ist eine sinnvolle Alternative zur üblichen Mietkaution wie Barkaution oder Sparbuch. Der Mieter erhält gegen eine jährliche Versicherungsprämie eine Bürgschaftsurkunde, die er seinem Vermieter als Sicherheit weiterleitet. Werden vom Vermieter mietvertragliche Ansprüche geltend gemacht, bürgt der Versicherer bis zur vereinbarten Kautionshöhe. Leistet der Versicherer Zahlungen aus der Bürgschaft an den Vermieter, schuldet der Mieter den geleisteten Betrag dem Versicherer. Das Ausfallrisiko liegt beim Versicherer.

    Mietnomaden

    Sog. Mietnomaden sind Menschen, die auf Kosten ihrer Vermieter leben. Sie zahlen keine Miete, ziehen von Wohnung zu Wohnung, von Haus zu Haus und hinterlassen das Objekt häufig in verwahrlostem Zustand. Der Vermieter bleibt dann auf den Kosten (Gerichtskosten, Sanierungskosten, Mietverlust) sitzen. Hier kann unter Umständen eine Mietausfallversicherung helfen, die zusätzlich zur Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden kann.

    Mietsachschäden

    Nach den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung sind Ersatzansprüche wegen Schäden an gemieteten oder geliehenen Sachen von der Versicherung ausgeschlossen. Im Rahmen der Privathaftpflichtversicherung sind solche Ansprüche mitversichert, wenn es sich um die Beschädigung von gemieteten Räumen – also auch Hotelzimmer – handelt.

    Mietsachschaden (Haftpflichtversicherung)

    Mietsachschäden werden von der Haftpflichtversicherung abgedeckt. Dazu zählen zum Beispiel die Beschädigung von Waschbecken, Türrahmen, Holzfußböden etc.

    Mitversicherte Personen

    In der Haftpflichtversicherung sind Ehepartner und Kinder mitversicherte Personen, die alle Versicherungsschutz erhalten. 

    Montageversicherung

    Eine Montageversicherung richtet sich in erster Linie an Handwerksbetriebe und Unternehmen, die während der Bauphase Bauteile und Maschinen versichern wollen.  Eine solche Versicherung deckt Schäden an der Montageausrüstung, den Gerätschaften, Werkzeugen, Hilfsmaschinen, Gerüsten bis hin zu Schäden an den Wohnbaracken der Montagearbeiter ab.
    Die Montageversicherung wird auch als „Allgefahrenversicherung“ bezeichnet, da alle Beschädigungen oder Zerstörungen durch ein unvorhergesehenes Ereignis mit eingeschlossen sind. Dazu gehören z.B. Diebstahl, Brand, Blitzschlag, Explosion, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit, Vorsatz Dritter, höhere Gewalt, Sabotage, Konstruktions- und Montagefehler, Überschwemmung, Erdbeben und Sturm. Meist nicht mitversichert sind Chemikalien, Filtermassen, Kühlmittel, Schmiermittel, Akten, Pläne und Zeichnungen.

    Nachhaftung

    Bestandteil der Kfz-Versicherung. Die Versicherung endet, sobald ein Fahrzeug verkauft oder verschrottet wurde bzw. das Versicherungsverhältnis gekündigt wurde. Die sogenannte Nachhaftung gewährt einen weiteren Monat Versicherungsschutz. 

    Naturalersatz

    Der Naturalersatz gilt für die Entschädigung von Sachwerten. Im Gegensatz zum Geldersatz besteht die Leistung von Versicherern darin, eine beschädigte Sache nur entweder reparieren oder ersetzen zu lassen. 

    Neuwertversicherung

    Die Neuwertversicherung ist u.a. auch eine Leistung der verbundenen Wohngebäudeversicherung: Als Versicherungssumme wird der aktuelle Neuwert einer Sache zum Wiederbeschaffungspreis festgelegt.

    Nießbrauch

    Der Nießbrauch ist ein dingliches und zugleich lebenslanges Recht, wie zum Beispiel ein Haus bewohnen und ein Grundstück nutzen zu können. Das Nießbrauchrecht wird im Grundbuch festgehalten. 

    Nutzwärmeschäden/Nutzfeuerschäden

    Nutzwärmeschäden sind Brandschäden. Sie können durch starken Wärmeeinfluss oder ein Nutzfeuer entstehen. Beispielsweise dann, wenn Kleidung durch die Hitze des Bügeleisens zu brennen anfängt. Oder auch, wenn sich Ablagerungen im Schornstein entzünden (daher auch Nutzfeuerschäden genannt). Nutzwärmeschäden können durch die Hausratversicherung oder Wohngebäudeversicherung abesichert werden.

    Obliegenheiten

    Obliegenheiten sind die dem Versicherungsnehmer durch Gesetz oder Vertrag auferlegten Pflichten besonderer Art, deren Verletzung je nach Verschuldensgrad zur Minderung bzw. zum Verlust einer Rechtsposition aus dem Versicherungsvertrag führt. Dazu gehören beispielsweise die vorvertragliche Anzeigepflicht, die Pflicht zur Anzeige von Gefahrenerhöhungen, die Pflicht zur Anzeige des Versicherungsfalls usw. Obliegenheiten haben generell den Zweck, eine ungünstige Entwicklung des Risikos zu vermeiden und eventuell günstig zu beeinflussen.

    Obliegenheiten vor dem Schadenfall

    Eine Obliegenheit ist eine rechtlich nicht zwingende Verpflichtung des Versicherungsnehmers. Im Rahmen der Kfz-Versicherung gibt es gesetzliche Obliegenheiten (für einen vorbelasteten Versicherungsnehmer) und vertragliche Obliegenheiten (im Fall von Eigenverwendung, Fahren ohne Führerschein).

    Öltankversicherung

    Die Öltankversicherung (Heizöltank-Haftpflichtversicherung) deckt Gefahren ab, welche von einem Öltank ausgehen, siehe auch Gewässerschadenhaftpflichtversicherung.

    Ombudsmann für Versicherungen

    Eine unabhängige und für Verbraucher kostenfrei arbeitende Schlichtungsstelle, die Verbrauchern bei Meinungsverschiedenheiten mit ihren Versicherern hilft. Die Entscheidung, die der Ombudsmann trifft, ist für den Versicherer bindend.

    Ordentliche Kündigung

    Wenn die Kündigungsfrist eingehalten wird, spricht man von einer ordentlichen Kündigung. Für Versicherungsverträge heißt das: 3 Monate zum Ende des Versicherungsjahres. In der Kfz-Versicherung beträgt die Kündigungsfrist 1 Monat zum Ende des Versicherungsjahres.

    Ordnungswidrigkeiten-Rechtschutz

    Leistungsart der Rechtschutzversicherung bei einer verkehrsrechtlichen oder anderen Ordnungswidrigkeit, die nicht vorsätzlich begangen wurde.

    Passives Kriegsrisiko

    Hierbei handelt sich um eine „nicht garantierte Versicherungsleistung“ im Rahmen der privaten Unfallversicherung. Entschädigung erhalten Hinterbliebene von Personen, die während einer Reise im Ausland passiv in Kriegshandlungen geraten und getötet wurden.

    Pauschalglasversicherung

    In einer Pauschalglasversicherung wird der Versicherungswert pauschal nach der Gesamtfläche des Außenglases berechnet, wobei die Innenverglasung meistens mitversichert ist.

    Mehr Infos zu Glasversicherungen

    Pensionsfonds

    Der Pensionsfonds ist eine externe Finanzierungsmöglichkeit der bAV, die dem Arbeitnehmer seinen Anspruch auf betriebliche Versorgung sichert. Der Pensionsfonds zahlt lebenslange Renten.

    Pensionskasse

    Die Pensionskasse wurde als eine betriebliche Vorsorge (bAV) von Seiten des  Arbeitgebers für Arbeitnehmer eingerichtet. Möglich ist  aber auch eine Eigenbeteiligung des Arbeitnehmers.

    Pflegestufen

    Pflegeleistungen für Personen trennt man in drei Stufen: erheblich Pflegebedürftige = Stufe 1, Schwerpflegebedürftige = Stufe 2 und Schwerstpflegebedürftige = Stufe 3.

    Pflegeversicherung

    Die private Pflegezusatzversicherung kommt - je nach Grad der Pflegestufe - für die häusliche, teilstationäre und vollstationäre Versorgung von Pflegebedürftigen auf.

    Photovoltaik-Versicherung

    Die Photovoltaik-Versicherung schützt bei Schäden an der Photovoltaik-Anlage (PV-Analge), die durch Feuer, Sturm und Hagel, Leitungswasser, Frost, Schneedruck oder Überschwemmung etc. verursacht werden können.

    Weitere Informationen

    Police

    Traditioneller Ausdruck für Versicherungsschein.

    Policierung

    Policierung nennt man den Abschluss eines Versicherungsvertrags. Die betreffende Urkunde heißt Versicherungsschein, häufig aber auch Police. Der Versicherungsnehmer bewilligt den Vertrag durch eine erste Beitragszahlung.

    Private studentische Krankenversicherung (PSKV)

    Immatrikulierte Studenten können sich alternativ zur gesetzlichen Krankenkasse auch in der PSKV zu günstigen Beiträgen krankenversichern lassen.

    Privathaftpflichtversicherung

    Versicherung gegen Forderungen Dritter im Rahmen der vereinbarten Deckungssummen.

    Pro-rata-Temporis

    Zeitanteilig – genau nach Tagen berechnet.

    Progression (Unfallversicherung)

    Bei der Unfallversicherung kann man im Regelfall eine Progression vereinbaren. Diese liegt meist zwischen 225 und 500 %. Dies bedeutet, dass im Falle einer Invaliditätsleistung diese umso mehr ansteigt, je schwerer die Invalidität ist. Vorteil: Je höher der Invaliditätsgrad, desto höher die Auszahlungssumme, da diese überproportional ansteigt. Allerdings tritt die Progression erst bei einer Invalidität von 25 % ein.

    Qualitätsscheck (Leistungen/Gefahren)

    Damit Versicherungsnehmer im Fall der Fälle optimal abgesichert sind, müssen alle betreffenden Gefahren und Leistungen einem umfassenden Qualitätsscheck unterzogen werden.

    Raub

    Schäden durch Beraubung sind in der verbundenen Hausratversicherung mitversichert. Es liegt ein Raub vor, wenn bei Androhung oder unter Anwendung von Gewalt Gegenstände weggenommen werden oder ebenso, wenn einem z. B. nach einem Unfall dem bewusstlosen Versicherungsnehmer  Dinge entwendet werden.

    Räum- und Streupflicht

    Verkehrssicherungspflicht zur Vermeidung von Unfällen  bei Schnee und Glätte. Betroffen sind die an ein Grundstück angrenzenden Gehwege, Zufahrtswege, Treppen, und Durchgängern. Die Räum- und Streupflicht obliegt dem Grundstückseigentümer, welcher die Pflicht aber auch auf Mieter übertragen kann.

    Reassekuranz / Rückversicherung

    Eine Reassekuranz ist eine Versicherungsform für Versicherer. Diese hilft bei besonders hohen Schadenfällen und reduziert so das Schadenrisiko einzelner Versicherungsunternehmen.

    Rechtsschutzversicherung

    Der Eigentümer eines Hauses ist in besonderem Maße der Gefahr miet- und nachbarschaftlicher Streitigkeiten und Prozesse ausgesetzt. Durch eine Rechtsschutzversicherung werden in solchen Rechtsstreitigkeiten die Gerichtskosten, die Gebühren von Zeugen und Sachverständigen sowie die Anwaltskosten gedeckt.

    Reiseversicherungen

    Reiseversicherungen decken Gefahren vor und während einer privaten oder geschäftlichen Reise ab. Dazu zählen Reiserücktritt oder Reiseabbruch, Krankheiten oder Unfälle während der Reise, Beschädigung oder Verlust von Reisegepäck etc. Reiseversicherungen werden entweder einzeln oder als Paket abgeschlossen.

    Restschuldversicherung

    Die Restschuldversicherung übernimmt die Tilgung von Kreditschulden, die ein Kreditnehmer aufgrund eines Ereignisses wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr begleichen kann. Viele Banken verlangen von Kreditnehmern zur Sicherheit den Abschluss dieser Versicherung.


    Risikolebensversicherung

    Wer seine Hinterbliebenen im Fall des eigenen Todes finanziell absichern will, kann eine Risikolebensversicherung abschließen.

    Sammelversicherungsverträge

    Unternehmen und Vereine können für Personenkreise sogenannte Sammelversicherungen, welche auch Kollektivversicherungen oder Gruppenversicherungen heißen, abschließen.

    Schadenanzeige

    Die Schadenanzeige ist eine Verpflichtung (Obliegenheit) des Versicherungsnehmers. Versäumt der Versicherungsnehmer die Meldung des von ihm verursachten Schadens, kann er seinen Versicherungsschutz verlieren.

    Schadenquote

    Die Schadenquote ist eine Rentabilitätskennzahl für Versicherungsunternehmen.

    Schadenregulierung

    Die Schadenregulierung beinhaltet seitens Versicherer alle Maßnahmen, die für den sachgerechten Ausgleich eines Schadens erforderlich sind.

    Schadenrückkauf

    Versicherungsnehmer der Kfz-Haftpflichtversicherung können innerhalb von 6 Monaten entscheiden, ob sie den Schaden von der Versicherungsgesellschaft zurückkaufen wollen. Ein Schadenrückkauf lohnt sich, wenn dieser günstiger ist als die Beitragsbelastung durch die  Rückstufung des Schadenfreiheitsrabattes.

    Schmerzensgeld

    Schmerzensgeld ist als  finanzieller Ausgleich für körperliche und seelische Beschwerden, die ein Geschädigter durch die Schuld Dritter erleiden musste.

    Selbstbeteiligung (kurz: SB)

    (Selbstbehalt) Beteiligung eines Versicherungsnehmers an einem Schaden.

    Sozialversicherung

    Aufgabe der Sozialversicherung ist, die Versicherten in bestimmten Situationen des Lebens (Wechselfällen) zu schützen. Dazu zählen: Krankheit, Alter, Pflegebedürftigkeit, Arbeitsunfälle, Berufskrankheit, Erwerbslosigkeit und Tod.

    Speditionsversicherung

    Versicherungsschutz für Spediteure gegen Gefahren auf Transportwegen, der sich in zwei Bereiche aufteilen lässt: Transportversicherung und Haftungsversicherung.

    Standardtarif

    Der Standardtarif gilt in der privaten Krankenversicherung für Rentner und ältere Versicherte ab dem 55. Lebensjahr. Der Tarif garantiert dem Versicherungsnehmer, dass er nur den durchschnittlichen Höchstbetrag von gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) als Beitrag zahlen muss.

    Sturm

    Als Sturm gilt eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke 8 nach Beaufort (Windgeschwindigkeit mind. 63 km/Stunde). Sturmschäden sind im Rahmen der verbundenen Wohngebäudeversicherung und der Hausratversicherung mitversichert.

    Versichert sind auch die Folgeschäden durch einen Sturm, beispielsweise Schäden an versicherten Gegenständen, die durch das Eindringen von Regenwasser oder auch Hagel verursacht wurden.

    Nicht versichert sind hingegen  Elementarschäden infolge von Sturmflut, Schneedruck oder Lawinen.

    Tarifrechner

    Mit einem Tarifrechner (manchmal auch Beitragsrechner oder Direktrechner genannt) kann man Versicherungsbeiträge zu jedem angebotenen Versicherungstarif direkt abfragen und vergleichen. 

    Tarifzonen

    Einteilung in Regionen nach besonderen Gefahrenverhältnissen, so z. B. bei der Hausratversicherung.

    Taschendiebstahl

    Ein einfacher Taschendiebstahl (Handtasche, Geldbörse) ist von der Hausratversicherung ausgeschlossen, da hierbei der Verlust von Geld oder Wertsachen ohne Andohung oder Anwendung von Gewalt vonseiten des Täters entstand. Siehe auch "Trickdiebstahl".

    Tierhalterhaftpflichtversicherung

    Die Tierhalterhaftpflichtversicherung sichert den Tierhalter im Rahmen der vereinbarten Deckungssummen vor Schadensersatzansprüchen Dritter gegen ihn. Diese können aufgrund seiner Tierhaltung entstehen können. Die Anspruchsgrundlage gegen den Tierhalter erfolgt aus dem § 833 Bürgerliches Gesetzbuch, der besagt, dass ein Tierhalter für Schäden, die sein Tier anrichtet, ohne eigenes Verschulden haftbar gemacht werden kann. Spezielle Versicherungsprodukte hierzu ist die Haftpflichtversicherung für Halter von Hunden und Pferden.


    Todesfallleistung

    Neben Invalidititätsleistungen, die der Existenzsicherung von betroffenen versicherten Personen dienen, deckt die Unfallversicherung auch den Todesfall ab. Sollte ein Unfall innerhalb eines Jahres nach dem Ereignis zum Tode des Versicherungsnehmers führen, erbringt der Versicherer die vereinbarte Todesfallleistung.

     

    Siehe auch unter Invaliditätsleistung.

    Transportversicherung

    Teil der Speditionsversicherung, der die Gefahren für Transportgüter und Transportmittel auf dem Weg eines Transports abdeckt. (Siehe auch Güterversicherung)

    Trennung von Ehegatten (Hausratversicherung)

    Zieht im Fall einer Trennung von Ehegatten einer der Ex-Partner aus, so besteht in der Hausratversicherung so lange Versicherungsschutz für beide Wohnungen, bis der Vertrag geändert wurde - längstens allerdings bis zu 3 Monaten nach der letzten Prämienfälligkeit.

    Trennung von Ehegatten (Privathaftpflichtversicherung)

    Während des Trennungsjahres gilt die Police der Haftpflichtversicherung noch für beide Partner. Sobald aber die Scheidung vollzogen ist, bleibt der Schutz beim Versicherungsnehmer. Für den Ex-Partner entfällt die Mitversicherung. Dieser muss sich daher selbst neu versichern.      

    Trickdiebstahl

    Ein Trickdiebstahl ist in der Hausratversicherung ausgeschlossen, es sei denn, die Gefahr ist explizit im Tarif enthalten oder im Vertrag gesondert vermerkt. Der Grund: Der Trickdiebstahl fällt nicht unter Raub, da bei dem Delikt gegenüber dem Opfer keine Gewalt angedroht oder angewendet wurde oder auch das Opfer sich nicht aktiv zur Wehr gesetzt hat oder - wenn auch unbeabsichtigt- sogar selbst beteiligt ist -  zum Beispiel dann, wenn einem Fremder in die eigene Wohnung gelassen wird. Siehe auch "Taschendiebstahl".

    Übergangsgeld

    Übergangsgeld erhalten Versicherte von der Unfallversicherung geleistet werden, wenn kein Krankengeld oder Lohn gezahlt wird. Die Höhe entspricht dem Krankengeld.

    Umwelthaftpflichtversicherung (UHV)

    Die Umwelthaftpflichtversicherung (UHV) ist eine optional wählbare Erweiterung der betrieblichen Haftpflichtversicherung, Versichert sind schädliche Einwirkungen im Boden, Wasser und in der Luft, die durch Erschütterungen, Geräusche, Druck, Strahlen, Gase, Dämpfe, Wärme etc. verursacht werden Die UHV versichert Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden.

    Unfall

    Das ist ein plötzlich von außen auf den Körper einer Person einwirkendes Ereignis, das unfreiwillig eine Gesundheitsbeschädigung bewirkt. Die Folgen einer erhöhten Kraftanstrengung und einer Wundinfektion werden ebenfalls dazugerechnet.

    Unfallbegriff

    Ein Unfall wird durch bestimmte Merkmale definiert: Plötzlichkeit, Außeneinwirkung, Ereignis durch menschliches Handeln oder Einwirkung der Natur, Unfreiwilligkeit, Schädigung der Gesundheit.

    Unfallprävention

    Unter Unfallprävention bzw. Unfallverhütung fallen Strategien, Aufklärung und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Menschen im beruflichen und privaten Alltag – zum Beispiel in den Bereichen Verkehrssicherheit, Arbeitsschutz etc.

    Unfallversicherung

    Versicherung gegen die möglichen finanziellen Folgen von Unfällen. Die private Unfallversicherung bietet rund um die Uhr und weltweit Versicherungsschutz.

    Unterversicherung

    Ein Begriff der Sachversicherung. Bei Unterversicherung liegt der Versicherungswert höher als die Versicherungssumme. Weitere Informationen zur Unterversicherung...

    Vandalismus

    Hierbei handelt es sich um rohe Zerstörungswut aus kriminellen oder auch politischen Motiven, aber auch aus Rache. In der Regel werden Vandalismusschäden infolge eines Einbruchs durch die Hausratversicherung abgedeckt.

    Verbundene Hausratversicherung

    Üblicherweise ist jede Hausratversicherung eine verbundene Sachversicherung. Das bedeutet: Gefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus werden  in einem Versicherungsvertrag kombiniert versichert.

    Hier finden Sie detaillierte Infos zur Verbundenen Hausratversicherung.

    Verkehrssicherungspflicht

    Auch: Verkehrspflicht. Trifft jeden. Kommt man dieser nicht nach bzw. verletzt diese schuldhaft, so hat der Geschädigte gesetzliche Schadenersatzansprüche nach §§ 823 ff. BGB.

    Vermögensschaden

    Ein Vermögensschaden ist die Entstehung eines geldwerten Nachteils einer Person oder einer Personengruppe. Es gibt echte Vermögensschäden und unechte Vermögensschäden (Folgeschäden).

    Vermögensversicherung

    Hierbei handelt es sich um eine Versicherung, die Vermögen absichert, jedoch keine Sachwerte. In den Bereich der Vermögensversicherung gehören: Privathaftpflichtversicherung und Berufshaftpflichtversicherung, Vermögensschadensversicherung, Rechtsschutzversicherung sowie die Restschuldversicherung.

    Verschulden

    Verschulden ist die privatrechtliche Voraussetzung für einen Schadenersatzanspruch. Gemeint ist rechtwidriges Handeln einer schuldfähigen Person, zum Beispiel wenn durch das Tun oder Unterlassen einer Person ein Schaden zugefügt wurde.

    Verschuldenshaftung

    Unter einer  Verschuldenshaftung versteht man die gesetzliche Verpflichtung zum Schadenersatz bei einem  schuldhaften Verhalten. Unterschieden wird in vorsätzliches Verhalten und grob oder leicht fahrlässiges Verhalten. Nicht gleichzusetzen mit  Gefährdungshaftung oder Eingriffshaftung, da hier andere Voraussetzungen bestehen können.

    Verschuldungsarten

    Im dem Fall, dass ein Versicherungsnehmer schuldhaft gehandelt hat, unterscheidet man im Wesentlichen in drei Verschuldungsarten:

    1. Fahrlässigkeit, z.B. ungenügende Sorgfalt im Straßenverkehr

    2. Grobe Fahrlässigkeit, z.B. in hohem Maß unterlassende Sorgfalt

    3. Vorsatz, z.B. ein willentlich herbeigeführter Unfall

    Versicherer

    Partner in einem Versicherungsvertrag, der während der Vertragslaufzeit die versicherte Gefahr trägt und im Schadenfall die vereinbarte Leistung erbringt.

    Versicherungsabschluss

    Zustandekommen eines Versicherungsvertrages zwischen einem Versicherungsunternehmen und einem Versicherungsnehmer hinsichtlich eines versicherbaren Risikos.

    Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)

    Das Versicherungsaufsichtsgesetz regelt den Schutz des Versicherungsnehmers und wirkt sich sowohl direkt als auch indirekt auf Versicherungsverträge aus.

    Versicherungsbedingungen (AVB)

    Die allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) sind vorformulierte Bestimmungen und bilden die Rechtsgrundlage von Versicherungsverträgen.

    Versicherungsbeitrag

    Der Versicherungsbeitrag (früher Versicherungsprämie) ist die vom Versicherungsnehmer  an den Versicherer zu zahlende Geldsumme für einen vertraglich vereinbarten Versicherungsschutz

    Versicherungsbetrug

    Versucht ein Versicherungsnehmer vorsätzlich, von einem Versicherer eine unberechtigte Geld- oder Sachleistung zu beziehen, spricht man von Versicherungsbetrug. Versicherungsbetrug ist eine Straftat und entspricht dem Tatbestand des Betrugs.

    Versicherungsleistung

    Darunter versteht man die im Versicherungsvertrag vereinbarte Leistung des Versicherers in einem  Versicherungsfall.

    Versicherungsmakler

    Versicherungsmakler vermitteln Versicherungsverträge zwischen Versicherungsunternehmen und einem Versicherungsnehmer, wobei Versicherungsmakler nicht vertraglich an ein bestimmtes Versicherungsunternehmen gebunden sind. Sie agieren als Sachverwalter für die Interessen von Versicherungsnehmern.

    Versicherungsnehmer

    Versicherungsnehmer ist, wer gegen Zahlung einer Versicherungsprämie vom Versicherer bei einem Versicherungsfall den vertraglich zugesicherten Versicherungsschutz erhält.

    Versicherungsperiode

    Als Versicherungsperiode definiert man den Zeitraum, für den Versicherungsschutz besteht. Üblicherweise  dauert eine Versicherungsperiode ein Jahr.

    Versicherungspflicht

    Versicherungspflicht besteht dann, wenn der Gesetzgeber für eine Gefahrensituation den Abschluss einer Versicherung vorschreibt. Im Zusammenhang mit der gesetzlichen Sozialversicherungspflicht muss jeder Arbeitnehmer eine gesetzliche Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Unfallversicherung besitzen. Darüber hinaus gibt es eine Versicherungspflicht (Haftpflicht) für Kraftfahrzeughalter und Berufsgruppen wie Jäger, Rechtsanwälte oder Notare etc.

    Versicherungsschein

    Der Versicherungsschein heißt oft auch Police.  Dabei handelt es sich um die vom Versicherer ausgestellte Urkunde in der die betreffenden Versicherungsbedingungen, Klauseln und besondere Vereinbarungen aufgeführt sind.

    Versicherungsschutz

    Der Versicherungsschutz gilt für die vom Versicherer vertraglich vereinbarten Leistungen in einem versicherten Schadenfall. Der Versicherungsschutz beginnt üblicherweise, sobald der Versicherungsnehmer die Erstprämie bezahlt hat.

    Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)

    Er ist ein rechtsfähiger wirtschaftlicher Personenverein mit dem Zweck, die Versicherung seiner Mitglieder auf der Grundlage der Gegenseitigkeit zu betreiben. Er verkörpert einen Grundsatz des Versicherungsgedankens, nämlich den der Selbsthilfe.

    Versicherungsvertragsgesetz (kurz: VVG)

    Das VVG regelt in Deutschland, wie ein Versicherungsvertrag gestaltet werden muss. Durch eine Reform der Gesetzesgrundlage haben Kunden seit dem 1. Januar 2008 mehr Rechte und Ansprüche.

    Versicherungswert 1914

    Begriff der Wohngebäudeversicherung. Unter Versicherungswert 1914 versteht man den ortsüblichen Neuwert eines Gebäudes, bewertet nach den Preisen von 1914. Es ist ein angenommener Rechenwert, der sich jedes Jahr an die Baupreise anpasst. Er wird als Grundlage für diese einheitliche Berechnung verwendet, da das Jahr 1914 das letzte Jahr mit stabilen Baupreisen war.

    Wagniswegfall

    Der Wagniswegfall bezeichnet das  Endes eines Versicherungsverhältnisses durch den Wegfall des versicherten Interesses: Auflösung des versicherten Hausrats, Abriss des versicherten Gebäudes.

    Waisenrente

    In der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es entweder die Vollwaisenrente oder die Halbwaisenrente, wenn noch ein unterhaltpflichtiger Elternteil lebt. Waisenrenten werden uneingeschränkt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahr und unter bestimmten Voraussetzungen (Ausbildung, soziales Jahr etc.) längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres gezahlt.

    Wasserhaushaltsgesetz

    Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) dient der Nutzung und dem Schutz von Oberflächen- und Küstengewässern sowie des Grundwassers.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Grundwasser

    Wegeunfall

    Man spricht von einem Wegeunfall, wenn dieser auf dem kürzesten Weg zwischen der Wohnung und der versicherten Arbeitsstätte, der Schule oder dem Kindergarten usw. passiert. Unter bestimmten Voraussetzungen kommt für Wegeunfälle die gesetzliche Unfallversicherung auf.

    Widerrufsrecht

    Der Versicherungsnehmer kann den Vertrag innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss in Textform widerrufen. Der Versicherungsvertrag gilt nur als abgeschlossen, wenn der Versicherungsnehmer dies nicht tut. Zur Wahrung der Frist genügt das rechtzeitige Absenden des Widerrufs.

    Wiederbeschaffungswert

    Als Wiederbeschaffungswert bezeichnet man in der Sachversicherung den Wert einer versicherten Sache im neuwertigen Zustand.

    Wildunfall

    Ein Verkehrsunfall, der durch ein Wildtier entsteht, bezeichnet man als Wildunfall Der Versicherer unterscheidet zwischen dem Zusammenstoß mit und dem Ausweichen vor einem Tier. Hier finden Sie weitere Informationen zum Wildunfall.

    Wohngebäudeversicherung

    Die Wohngebäudeversicherung greift bei einer Gebäudebeschädigung oder Zerstörung von Wohngebäuden durch eine versicherte Gefahr, sodass entsprechende Reparaturen oder auch ein Wiederaufbau des Wohngebäudes finanziell abgedeckt sind.

    Wohnungswechsel

    Einen Wohnungswechsel muss der Versicherungsnehmer seiner Versicherung frühzeitig mitteilen. Zur Zeit des Umzuges besteht sodann Versicherungsschutz sowohl für die alte als auch die neue Wohnung. Der Schutz für den alten Wohnsitz endet nach zwei Monaten, berechnet ab Beginn des Umzugs.

    Zahlungsschwierigkeiten / Lebensversicherung

    Bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung, die für Versicherungsnehmer eine langjährige finanzielle Verpflichtung bedeutet, bieten Versicherer zur Überwindung von Zahlungsschwierigkeiten und somit zur Vertragserhaltung kurzfristige und langfristige Lösungen an. Beispielsweise können die Zahlungsweise (Stundung) und Ratenhöhe umgestellt oder auch die Dynamik eingefroren werden. Bei dauerhaften Zahlungsschwierigkeiten lassen sich eine Verlängerung der Vertragslaufzeit bei kleineren Raten oder Teilkündigung vereinbaren. Im ungünstigsten Fall kann das Versicherungsverhältnis aber auch durch einen Rückkauf ganz beendet werden.

    Zusatzversicherung

    In der privaten Rentenversicherung und Kapitallebensversicherung können zum Hauptvertrag zusätzliche Versicherungen abgeschlossen werden: die Todesfallzusatzversicherung, Unfalltodzusatzversicherung und Berufsunfähigkeitszusatzversicherung.

    Zusatzversorgung

    Ergänzende Altersvorsorgemaßnahme im öffentlichen Dienst. Die Zusatzversorgung trägt die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL).

    Zuwachsversicherung

    Ein anderer Ausdruck für eine dynamische Lebensversicherung, in der die Versicherungsnehmer von einem dynamischen Inflationsausgleich profitieren oder ohne zusätzliche Gesundheitsprüfung bestimmte Versicherungsleistungen erhöhen können.